Golddorf lockt mit seiner einzigartige Heckenlandschaft

Von: ale
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Darauf können die Eicherscheider stolz sein: Ihr Flurheckenweg, den jetzt Manfred Schreiber, Ludwig Siebertz, Astrid Joraschky, Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sowie Renate und Günter Scheidt (von links) präsentierten, ist eine rundum gelungene Sache. Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Mit dem „Flurheckenweg“ haben die Eicherscheider einen Volltreffer gelandet, er ist in jeder Hinsicht sehens- und erlebenswert. Das stellten die Anwesenden bei der offiziellen Eröffnung fest.

Eine freundliche Herbstsonne begleitete den kleinen Akt, als Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns vor der „Tenne“ die Begrüßungsworte sprach. Er wandte sich an „die Macher“ des Flurheckenwegs, den Ortsvorsteher Günter Scheidt und seine Gattin Renate, an Manfred Schreiber, den Geschäftsführer der Eifelvereins-Ortsgruppe, und an Ludwig Siebertz, den „Mann für alle Fälle“ im Golddorf. Außerdem begrüßte er Astrid Joraschky, die in der Gemeinde für alle Anliegen des Tourismus zuständig ist.

Günter Scheidt, den man wohl als Initiator und Ideengeber des Flurheckenweges bezeichnen kann, erinnerte daran, dass durch die „Zukunftswerkstatt“ im Jahre 2006 manche gute Idee Gestalt annahm. „Wir wollten den Ort touristisch aufwerten und die einzigartige Heckenlandschaft erhalten und ins Bewusstsein bringen“, sagte er. Gemeinsam mit dem Eifelverein, der schon Erfahrung in der Wegemarkierung hatte, wurde die Planung konkretisiert. „Als dann Frau Joraschky dazukam, hat das Ganze einen entscheidenden Drive aufgenommen“, erzählte er. Auch der Bauhof der Gemeinde habe tatkräftig geholfen.

Dies alles sei aber nur zu stemmen gewesen, ergänzte der Bürgermeister, weil man als anerkanntes Leader-Projekt 10.500 Euro bekommen habe. Die restlichen Kosten habe zu 80 Prozent die Städteregion Aachen übernommen, so dass für die Gemeinde nur noch 2500 Euro anfielen.

Der Flurheckenweg hat im neuen Wegesystem die Nummer 17 bekommen, er ist komplett asphaltiert und für Rollstuhlfahrer geeignet. Wer auf dem Flurheckenweg wandert, kann nicht nur einmalig schöne Blicke in die Landschaft rund um Eicherscheid genießen, er erfährt außerdem an sieben Stationen viel Interessantes über die Pflege der Buchenhecken, über altes Handwerk wie beispielsweise das Hamenhandwerk und über Besonderheiten am Wegesrand. Auf den Hinweistafeln kommen auch ältere Eicherscheider Bürger zu Wort, beispielsweise wird erzählt, wie die Flurbereinigung eine echte Bedrohung für den Bestand der Flurhecken mit sich brachte. An jeder Tafel wurde eine massive Sitzgruppe aufgestellt, so dass man mehrmals Rast machen kann.

Auch für Kinder ist der insgesamt 7,8 km lange Rundweg interessant, dafür hat sich Renate Scheidt starkgemacht. „Es ist manchmal nicht einfach, Kinder zum Wandern zu bewegen, sie müssen wirklich etwas erleben. Auf dem Flurheckenweg können sie aktiv mitmachen und Aufgaben lösen“, berichtet die ehemalige Grundschullehrerin. Es wurde ein „Heckenrucksack“ entwickelt, der wird im „Nahkauf“ Eicherscheid aufbewahrt und kann nach Anmeldung von Gruppen ausgeliehen werden. Sie finden darin allerlei Handwerkszeug: Kleber, Lupen, Klemmblätter und Stifte.

Die Kinder werden beispielsweise angeleitet, den Wind zu messen, Insekten zu beobachten und einiges über Schmetterlinge zu erfahren. Der „Schornsteinfeger“, eine bei uns häufig vorkommende Schmetterlingsart, begleitet die Kinder auf ihrem Weg, er taucht auf den Hinweistafeln auf, weist sie in kindgerechter Sprache auf originelle Dinge hin und animiert sie zum Spielen.

Und dann gibt’s noch einen neuen Eifelblick am Wegesrand. An der Ostseite von Eicherscheid bietet er einen imposanten Blick auf die Höhen, von Vogelsang bis zu den Windrädern von Schöneseiffen.

Günter Scheidt wies darauf hin, dass sich zweimal eine gute Möglichkeit biete, den Weg abzukürzen, um rascher ins Dorf zurückzukehren. Auch an die Freunde des Geo-Caching wurde gedacht, und einige „Schätze“ sind ganz raffiniert versteckt worden. „Noch bevor der neue Rundweg offiziell eröffnet wurde, haben wir schon begeisterte Rückmeldungen aus dem Lager der Geo-Cacher bekommen“, berichtete Scheidt.

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