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Glaskunst von Musik untermalt

Von: V.M.
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Bei einbrechender Dunkelheit immer wieder ein ganz besonders Erlebnis: Die zum 12. Mal als Adventskalender gestaltete Fassade des Hauses Troistorff in Monschau. Foto: Vera Monterey

Monschau. Was einst „als künstlerische Provokation gedacht war”, so Mitinitiator des Monschauer Adventskalenders, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, hat sich zu einem traditionellen Bestandteil des Weihnachtsmarktes entwickelt, der aus Monschau nicht mehr wegzudenken ist.

In zwölfter Folge wurde dieser, wie immer am Vorabend des ersten Advent in Betrieb genommen und abermals erstrahlen nun 27 wunderschöne Fensterbilder, alles Arbeiten von den Studenten der „Glasfachschule”, des Staatlichen Berufskollegs Glas-Keramik-Gestaltung an den Fenstern des Hauses Troistorff in der Altstadt.

Auch in diesem Jahr lud der Kunst- und Kulturverein zu einem Umtrunk und Imbiss ins Haus Troistorff, zu dem zahlreiche Gäste, Mitglieder und Förderer des Vereins gekommen waren, darunter unter anderen, der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt, der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, Städteregionsvertreter Helmut Etschenberg, Axel Hartmann und Werner Krickel, Vertreter der Städte Monschau, Simmerath und Roetgen, Margareta Ritter und Georg Kaulen, Manfred Eis und Bernd Goffart, Vertreter der Monschau Touristik und der Glasfachschule sowie Sponsoren, die sich das Event nicht entgehen lassen wollten - und - meist in Begleitung der Familie, anschließend noch über den Weihnachtsmarkt bummeln wollten.

So dankte Vereinsvorsitzender Dr. Hajo Peters noch einmal allen Förderern, unter anderen der Sparkasse Aachen für ihr stetiges Engagement und hob noch einmal die Aktivitäten des Kunst- und Kulturvereins hervor, wie zum Beispiel „die Beleuchtung der Rur” und den „Hochzeitsbaum”, dessen „Krone immer dicker wird” und wies auf zukünftige Projekte hin, bevor er das Wort an Helmut Etschenberg weitergab, der, obwohl er sich bewusst ist, wie schwierig es ist „für Kunst Geld zu erhalten”, für weitere Projek te „unterwegs” sein wolle, habe der Monschauer Adventskalender doch eine solch ungewöhnliche „Strahlkraft und Symbolkraft” erlangt.

Stand er diesem Projekt einst noch skeptisch gegenüber, da man sich im Allgemeinen unter einem Adventskalender Bilder von Maria, Josef und dem Christkind vorstelle, stattdessen aber ein modernes Kunstwerk schaffen wollte, welches die eigene Vorstellungskraft und Interpretation und ein Gefühl für Farben und Formen und eine ganzheitliche Sichtweise erfordere, bestätige die positive Resonanz das jährlich erleuchtende Kunstwerk. Eben dieses ist den Studenten der Glasfachschule hervorragend gelungen, nicht nur indem der Adventskalender das „Image der Stadt rund ums Jahr prägt”, so Bürgermeisterin Margareta Ritter während ihrer Ansprache, sondern das „romantische Monschau” hervorhebe, dem Gegensatz zum Trotz. Als „Tor zur Stadt” bringe das moderne Kunstwerk an alten Fassaden die Besucher zum Staunen.

Das „sensible Ereignis, Bilder mit sanfter Musikuntermalung”, wie Peters es treffend formulierte, ließ die Passanten abermals umdrehen und staunen. Selbst der kleine Besucher Emilian starrte fasziniert mit großen Augen und sprachlos auf die bunten Glasfenster. „Man kommt richtig in Weihnachtsstimmung bei den schönen Bildern und der musikalischen Untermalung”, meinte Vater Andreas Keus, der den Adventskalender zum ersten Mal sah, ebenso wie Helmut Brandt, der mit dem erwähnten Vorurteil nach Monschau gekommen war und nun „angenehm überrascht” war, gehöre der Adventskalender, der die verbleibenden Tage bis Weihnachten anzeigt doch seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum.

Aus lutherischen Ursprung gehört er weltweit in christlich geprägten Ländern zur Vorbereitung auf das Geburtsfest Jesus Christus. Dass Bauten zum Adventskalender umfunktioniert werden ist hingegen inzwischen nicht selten und gerne werden die Fenster von Rathäusern zum Adventskalender, wie zum Beispiel das Wiener Rathaus vor dem Christkindlmarkt. „Unseres aber soll anders sein”, betonte Hans-Werner Schmidt, Volkshochschulleiter der Stadt Eschweiler und genoss die friedvolle Stimmung.

So eingestimmt machten sich die Gäste schließlich auf zum Besuch an die Rurbrücke, zu dem künstlerischen Teilprojekt zur „Erleuchtung der Stadt” und zu einem gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt, der aufgrund der neuen vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen eine ruhigere und auch entspanntere Atmosphäre verspricht.

„Der Adventskalender ist eine außergewöhnliche Bereicherung für die Stadt”, so auch Ivanka Lauscher und Bianca Lanio der Monschau-Touristik.
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