Glasfaserausbau: Nach dem Stichtag wird fleißig gezählt

Von: Andreas Gabbert
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Ende März wurden die Pläne den Politikern in Roetgen und Simmerath von Marco Westenberg, Regionalmanager Niederrhein bei der Deutschen Glasfaser GmbH, vorgestellt: Anschließend unterzeichneten beide Kommunen eine Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen. Foto: H. Schepp

Roetgen/Simmerath. Die Frist ist abgelaufen, nun wird fleißig gezählt und abgerechnet. Bis zum Montag hatten die Bürger der Gemeinden Roetgen und Simmerath Gelegenheit, einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser GmbH für den Bau einer Glasfaserleitung bis ins Haus zu unterzeichnen.

Das Unternehmen hatte angekündigt, ohne zusätzliche Fördergelder ein eigenes Glasfasernetz aufzubauen, bei dem die Anschlüsse direkt bis in die Wohnungen verlegt werden (Fiber to the home), wenn bis zum Stichtag mindestens 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen würden.

Erfassung läuft

Die konkreten Zahlen liegen aber noch nicht vor. Am vergangenen Wochenende und am Montag seien noch Hunderte Verträge eingegangen, die jetzt noch erfasst werden müssen. „Das waren sehr viele, das wird noch bis Ende der Woche dauern, bis wir alles erfasst haben“, sagt Dennis Schiefke, Projektmanager Sales bei der Deutschen Glasfaser GmbH. „Dann müssen wir schauen, ob wir es geschafft haben, oder ob wir noch in die Verlängerung gehen.“ Vielleicht habe man in dem ein oder anderen Projektgebiet die 40-Prozent-Marke erreicht, in den meisten Fällen werde man aber zumindest über 30 Prozent liegen, so Schiefke weiter.

Am vergangenen Freitag lag die Nachfrage in Roetgen noch bei 25 Prozent sowie in Rott und Mulartshütte bei 20 Prozent. Simmerath, Witzerath, und Kesternich kamen ebenfalls auf 20 Prozent. In Lammersdorf, Kämpchen, Waldsiedlung und Paustenbach lag die Nachfrage bei 22 Prozent, in Rollesbroich und Strauch bei 18 Prozent. Mit 31 Prozent wurde in Eicherscheid, Hammer und Huppenbroich der höchste Wert erreicht. Lediglich 15 Prozent wurden bis dahin in Einruhr, Seifenauel, Dedenborn, Erkensruhr sowie in Woffelsbach, Rurberg und Steckenborn verzeichnet.

„Für uns als ländliche Kommune wäre eine Versorgung mit Glasfaserleitungen bis ins Haus ein Quantensprung“, sagt Simmeraths Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns. Er gehe nicht davon aus, dass die 40-Prozent-Marke in der Gemeinde Simmerath schon geknackt sei. „Deshalb ist es sinnvoll, auch jetzt noch Verträge abzuschließen“, sagt Hermanns.

Zuletzt sei „deutlich Bewegung in die Sache gekommen“, und seinem Wissen nach hätten die Vereine noch bis zum 24. Juli Zeit, die von ihnen gesammelten Verträge einzureichen. „Daher gehe ich davon aus, dass es sich lohnt, auch in den nächsten Wochen noch Verträge abzuschließen, um die 40-Prozent-Marke zu erreichen“, erklärt Hermanns.

Das bestätigt auch Dennis Schiefke. „Es kommen immer noch Verträge rein, die nehmen wir auch gerne noch mit“, sagt er.

„Ich wäre schon sehr enttäuscht, wenn es in Roetgen nicht klappen sollte, das wäre eine verpasste Chance“, sagt Roetgens Bürgermeister, Jorma Klauss. Nach Gesprächen mit Bürgern in den vergangenen Tagen sei er aber „grundsätzlich positiv gestimmt“. „Ich weiß von vielen Bürgern, dass sie auf den letzten Metern noch Verträge abgeschlossen haben. Da gab es ganz schön viel Bewegung. Die Frage ist, ob wir schon jetzt die 40-Prozent-Marke erreicht haben“, sagt Klauss. Wenn die Gemeinde knapp unter der Grenze liegen würde, sieht der Bürgermeister „gute Chancen, dass die Frist verlängert wird“.

Schiefke ist auf jeden Fall optimistisch. In den Gebieten, in denen es noch nicht für 40 Prozent gereicht hat, werde man die Frist wohl verlängern. „Wir merken, dass das Interesse grundsätzlich da ist, vielleicht brauchen die Leute aber noch etwas Zeit“, sagt er.

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