Glasfaserausbau-Kampagne setzt auf die Endphase

Von: P. St.
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Bei zahlreichen und stets gut besuchten Informationsveranstaltungen warb die Deutsche Glasfaser GmbH in Roetgen und Simmerath für ihr Angebot, aber auch reichlich Infomaterial per Postwurfsendung, Infomobile und Hausbesuche sind Teil der Werbe-Kampagne. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath/Roetgen. Die Deutsche Glasfaser GmbH möchte gerne in diesem Jahr mit dem Ausbau eines Glasfasernetzes in der Nordeifel starten. Bekanntlich wirbt die Unternehmensgruppe mit Sitz in Borken derzeit auch in den Kommunen Roetgen und Simmerath massiv um Kunden, die auf den schnellen Internetzug aufspringen sollen. Der Internetanbieter setzt dabei ganz auf die FTTH-Technik (Fiber to the home). Mit anderen Worten: Der Glasfaser-Internetanschluss mit wahlweise 100 Mbit/s, 200 Mbit/s oder 500 Mbit/s wird direkt bis in die Wohnung des Kunden verlegt.

Die sogenannte Nachfragebündelung in der Gemeinde Roetgen liegt aktuell bei 14 Prozent, d. h.: 14 Prozent der Haushalte haben bereits einen Vorvertrag unterzeichnet. Wenn 40 Prozent erreicht werden, wird der Vertrag wirksam und der Ausbau beginnt.

Projektmanager Dennis Schiefke, der in den zurückliegenden Wochen bei zahlreichen Bürgerversammlungen in den beiden Kommunen leidenschaftlich für den Glasfaserausbau warb, weiß aber, dass man Mitte Juni 2017 noch ein gutes Stück von Ziellinie entfernt ist. Nach jetzigem Stand der Dinge endet die Nachfragebündelung bereits am 3. Juli. Es bleiben also nur noch zweieinhalb Wochen Zeit, um die 40-Prozent-Grenze zu erreichen. Bei einer aktuellen Nachfrage in den sechs Ausbaureichen der Gemeinde Simmerath von nur knapp 10 Prozent ist das Interesse immer noch eher verhalten.

Dennis Schiefke kennt aber aus Hunderten von Projekten in ganz Deutschland die Abläufe der Kampagne. Erfahrungsgemäß steige am Ende von Phase eins, der Nachfragebündelung, das Interesse noch einmal sprunghaft an.

Denn häufig sei das Vertrags- und Infomobil beim Kunden auf dem Schreibtisch gelandet und dort schlicht und einfach vergessen worden. Nach dem Simmerather Frühjahrsmarkt, wo das Unternehmen sich ebenfalls präsentierte, stellte man einen spürbaren Rücklauf an Verträgen fest, weshalb Schiefke auch überzeugt ist: „Wir schaffen das.“ Er sieht noch keinen Anlass zur Nervosität, denn insgesamt nehme man „eine positive Stimmung“ gegenüber dem Unternehmen wahr. Da wäre es schade, wenn es mit dem Ausbau nicht klappen würde.

Unterdessen laufen auf mehreren Ebenen Anschubhilfen für die Deutsche Glasfaser GmbH. Auch die Gemeindeverwaltung Simmerath begrüßt die Initiative des Unternehmens, die Übertragungsraten durch den Ausbau deutlich zu verbessern.

Mobilisierung der Vereine

Konkret hat die Verwaltung vor einigen Wochen die Vereine angeschrieben, um sie für eine Werbeaktion zu gewinnen. In den einzelnen Orten sollen die Vereine mobilisiert werden, um ihre Mitglieder zum Abschluss eines Vertrages zu bewegen. Sollte dann die 40 Prozent-Grenze erreicht werden, dürfe der Verein, wie es im Schreiben der Gemeinde heißt, mit „entgegenkommenden Maßnahmen“ der Deutschen Glasfaser rechnen (zum Beispiel bei der Ausrichtung eines Festes oder der Anschaffung neuer Trikots).

Auch diese Aktion hat, laut Schiefke, aber noch nicht richtig gezündet. Offenbar heiße auch hier Abwarten die Devise bei den Bürgern. Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns wirbt nachhaltig für den Glasfaserausbau, der für Bürger, Handel und Gewerbe, „ein entscheidender Schritt in die digitale Zukunft“ bedeute. Für diesen Schritt bleiben noch 20 Tage Zeit.

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