Nordeifel - Girls Day: Blick hinter die Kulissen im Nationalpark Eifel

Girls Day: Blick hinter die Kulissen im Nationalpark Eifel

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Carolina Leif, Julian Wiesen, Nico Pütz, Lena Klein und Anika Lang nutzten den Girls Day, um sich von den unterschiedlichen Tätigkeiten in der Nationalparkverwaltung Eifel ein Bild zu machen, hier bei den Arbeiten des Rangers Rainer Reinartz in der Holzbauwerkstatt in Herhahn. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke

Nordeifel. Vier Mädchen und drei Jungs schauten jetzt beim Girls Day im Nationalparkforstamt Eifel hinter die Kulissen der Großschutzgebietsverwaltung. Interessiert waren sie an den unterschiedlichsten Einsatzbereichen: Das Schreinern in der Holzbauwerkstatt, das Begleiten eines Rangers bei der Gebietskontrolle, aber auch die Umweltbildung mit Kindern und Jugendlichen finden sie besonders spannend.

Da ist zum Beispiel Lena Klein aus der neunten Klasse des Carl-von-Ossietzky Gymnasiums in Bonn. Sie interessiert sich für den Beruf der Försterin. Oder Carolina Leif, Realschülerin der achten Klasse aus Schleiden: Sie möchte sich gerne im kunstvollen Schreinern ausprobieren und verbringt den Tag daher in der Holzbauwerkstatt der Nationalparkverwaltung in Schleiden-Herhahn. Schon seit mehreren Jahren bietet die Nationalparkverwaltung Eifel in Wald und Holz NRW Schülerinnen die Möglichkeit sich über bisher klassisch männliche Berufe zu informieren.

Ob Industrie, Handwerk oder im Wald: Frauen sind als Beschäftigte unterrepräsentiert. 50 Prozent der Mädchen wählen aus nur zehn von 350 möglichen dualen Ausbildungsberufen. Nur ein Prozent der beispielsweise im Wald arbeitenden Menschen ist weiblich. Dies hat nichts mit Eignung oder Leistung zu tun, sondern vielmehr damit, dass die eigenen vielfältigen Interessen und Kompetenzen bei der Berufs- und Studienwahl häufig den klassischen Rollenvorbildern weichen.

Gute Berufssausichten

Die Berufsaussichten sind gut. Denn der bevorstehende Generationswechsel steht auch in den Wäldern Nordrhein-Westfalens bevor. Um den erfolgreichen Übergang von erfahrenen Forstleuten zur jungen Generation zu schaffen, hat Wald und Holz NRW zusätzliche Stellen eingerichtet. „Unser Ziel ist eine Erhöhung des Frauenanteils in allen forstlichen Berufen.

Wir arbeiten in modernen Prozess- und Teamstrukturen. Um zu intelligenten Lösungen und guten Ergebnissen zu kommen, sind Teams aus Frauen und Männern ideal. Im Grunde wie im Waldbau – die Mischung macht‘s“, so Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW.

Für die Mädchen und Jungen, die heute die Verwaltung des Großschutzgebietes Nationalpark Eifel besuchten, standen nicht nur die Information, sondern vor allem das Ausprobieren auf dem Programm. Sie begleiteten die Ranger des Jugendwaldheims bei Führungen mit Schulkindern, den Rangern der Holzbauwerkstatt sahen sie bei ihrer Arbeit über die Schulter und schreinerten sich ihr eigenes Namensschild.

Anschließend ging es mit den Rangern Rainer Reinartz und Bernd Wiesen auf die Dreiborner Hochfläche. Da hieß es, die Informationstafeln an den Grenzen des Nationalparks zu überprüfen und mit Bohrmaschine und Kleber neue Entnahmeboxen für die Faltblätter anzubringen.

Am Ende des Tages resümierten die Mädchen den Tag als gute Möglichkeit, Einblicke in bislang fremde Berufsbilder erhalten zu haben, die für ihre Berufswahl zukunftsweisend sein können.

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