Gewerbegebiet: Neue Stellplätze für den großen Andrang

Von: ag
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Eine „kleine Änderung mit großer Wirkung“ erhofft man sich von der Bebauungsplanänderung für das Roetgener Gewerbegebiet. Im Bauausschuss wurde bei einer Enthaltung beschlossen, neue Möglichkeiten für Stellplätze zu schaffen, um Zeiten starken Verkehrs zu bewältigen. Foto: A. Gabbert

Roetgen. Immer wenn der jahreszeitlich bedingte Reifenwechsel ansteht, wird es im Roetgener Gewerbegebiet eng. Dort gibt es einfach zu wenige Parkplätze, um dem Andrang bei einem dort ansässigen Reifenhändler gerecht zu werden.

Um dem „Parkdruck der Gewerbetreibenden“ entgegenzuwirken, hat der Bauausschuss der Gemeinde jetzt bei einer Enthaltung beschlossen, weitere Stellplätze zu schaffen und den Bebauungsplan zu ändern, um dem Betrieb Garagen und Nebenanlagen für die Lagerung von Winter- und Sommerreifen zu ermöglichen.

Bislang sind Stellplätze, Garagen und Nebenanlagen vom Einmündungsbereich der Vennstraße auf die Bundesstraße bis zum Bauhof der Gemeinde unzulässig. Ausnahmen gibt es nur für Parkplätze, die keine direkte Zufahrt beziehungsweise Öffnung zur Straße haben. Das soll sich in Zukunft ändern. Dann sollen Parkplätze in diesem Bereich zugelassen werden. Außerdem sollen vor dem Bauhof weitere Stellplätze entstehen. Die Kosten des Verfahrens und für die Herrichtung der neuen Stellplätze soll der Reifenhändler übernehmen.

Grundsätzlich sei diese Maßnahme „sehr zu begrüßen“, sagte der parteilose Günther Severain in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend. Bedenken hegte er hinsichtlich der Ausfahrt der neuen Stellplätze auf die Vennstraße und der Nebenanlagen, die seiner Meinung nach zu Sichtproblemen führen könnten.

Die geplante Änderung sei ein Zeichen, dass bereits vor Jahren „riesige Planungsfehler“ gemacht worden seien, betonte Gudrun Meßing (Grüne). Die seinerzeit erfolgte Genehmigung durch die Städteregion Aachen könne nicht rechtens gewesen sein. „Wir knallen alles zu, und das ist jetzt das Ergebnis – null Baum, null Strauch, null Grün“, sagte Meßing auch mit Blick auf den kleinen Grünstreifen vor dem Bauhof, der künftig als Stellfläche vorgesehen ist. Sie plädierte für eine ansprechendere Gestaltung. Die Fehler aus der Vergangenheit dürften sich nicht wiederholen, betonte Meßing und kündigte ihre Enthaltung an.

„Ein Gewerbegebiet ist ein Gewerbegebiet“, stellte Silvia Bourceau (UWG) in Bezug auf Meßings Äußerungen fest. Die Frage müsse eher lauten, warum es im Gewerbegebiet noch Freiflächen gebe. Sie sprach von einer kleinen Änderung mit großer Wirkung und zeigte sich froh, dass die Umsetzung durch „eine geeignete Maßnahme“ erfolge. Es gelte aber, weiter am Ball zu bleiben und die Entwicklung zu verfolgen, sagte Bourceau.

Aus den Reihen von CDU, FDP und SPD gab es noch einige Detailfragen, die Bauamtsleiter Dirk Meyer aber klären konnte. Am Ende stimmten die Mitglieder dem Vorhaben bei einer Enthaltung zu.

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