„Get Together“: Flüchtlinge und Einheimische treffen sich

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Roetgen. Um mit den in Roetgen wohnenden Flüchtlingen und Einheimischen einen fröhlichen Nachmittag zu verbringen, hatte der Flüchtlingsrat Roetgen bereits zum zweiten Mal zu einem „Get Together“ ins Pfarrheim eingeladen.

Das Wetter spielte mit und so wurde auch der Vorplatz und der Garten mit genutzt. Viele einheimische Besucher, darunter Bürgermeister Jorma Klauss und zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates, nutzten die Gelegenheit, um den Kontakt zu den in Roetgen wohnenden Asylbewerbern zu suchen.

Nach einer stimmungsvollen Darbietung von Stefanie Schennen auf der Bratsche begrüßte Ingrid Karst-Feilen vom Flüchtlingsrat die Besucher. Das Fest der Begegnung im November vergangenen Jahres stand noch im Schatten der Pariser Terroranschläge. „Seither ist keine Ruhe eingekehrt, nach Paris kam Brüssel, die Silvesternacht in Köln, brennende Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland und viele Tote im Mittelmeer“, so Ingrid Karst-Feilen. „In den letzten fünf Monaten sind 2500 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Menschen, die aus Hoffnungslosigkeit ihre Heimat verlassen und nun auf dem Weg der Hoffnung in eine bessere Zukunft ihr Leben verloren haben.“

Bürgermeister Jorma Klauss bedankte sich für die Gestaltung des Festes und freute sich, bei allen Problemen, „auf ein fröhliches Miteinander und auf gute Gespräche“. Das reichhaltige Buffet versetzte viele in Staunen. Was angeboten wurde, war eine kulinarische Reise um die Welt. Flüchtlinge und auch Einheimische hatten fleißig gekocht und gebacken und Typisches aus dem Heimatland zubereitet. Sonja Dohmen, Mitorganisatorin des Treffens war überrascht, was alles angeboten wurde: „Von Halawat El-Geben, eine Süßspeise aus Syrien, über Ghorme Sabzi aus dem Iran, Ravoni aus Albanien und Ghabali aus Afghanistan bis hin zu Erdbeerkuchen und belgischem Reisfladen konnte probiert werden.“

Die Pfadfinder boten wieder Stockbrot am Lagerfeuer an. Es blieb nichts übrig vom Stockbrotteig, der beste Beweis für eine gelungene Aktion.

Am Gelingen der Veranstaltung hatten dieses Mal auch Vertreter des neu gegründeten Roetgener Jugendbeirates einen großen Anteil. Sie nahmen sich der Kinderspielecke an. Sina Jansen machte es sichtlich Spaß. „Die Kinder nahmen unser Angebot gerne an. Beim Malen, Basteln, Bauen, Lesen und auch den Spielen draußen hatten wir alle viel Freude.“

Gemeinsames Singen und Tanzen motivierte vor allem die jungen Männer, bei afghanischer und iranischer Musik ihr Können auf dem Parkett zu zeigen. Am Ende des Tages resümierte ein afghanischer Besucher: „Ich fand das Fest sehr schön, es waren viele Menschen da und ich habe neue, sehr nette Kontakte geknüpft.“

Auch Barbara Dohr-Buschmann und Dietmar Hermann vom Helfer-Team waren sich einig, dass ein solches Fest wiederholt werden muss. „Zeigt doch die Besucherzahl, dass in der Bevölkerung großes Interesse besteht, auf diese Weise in Kontakt mit den Flüchtlingen zu kommen. Unser Begegnungsfest war wieder ein großer Erfolg und trägt dazu bei, Vorurteile und Hemmnisse gegenüber Flüchtlingen abzubauen“, erklärten die Organisatoren.

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