Gesundheitsamt verleiht Hygienesiegel an Seniorenstift

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Freude über das Zertifikat: Bianca Schiffer (Pflegedienstleitung), Brigitte Schweiggl (Hygienefachkraft) und Dörte Lübke (Gesundheitsamt Aachen, v. li.) freuen sich mit Einrichtungsleiter Thomas Pulwey über die Auszeichnung mit dem Hygienesiegel.

Simmerath. Dem Seniorenstift Seliger Gerhard in Simmerath wurde am 10. April von der Städteregion Aachen das Qualitätssiegel „Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz“ verliehen, eine Auszeichnung im Rahmen des grenzüberschreitenden „euPrevent-Projekts“, das im Jahr 2013 auf Senioreneinrichtungen ausgeweitet wurde.

Bereits im ersten Anlauf konnte sich hier nun die Simmerather Einrichtung mit einer 100-prozentigen Erfüllung der Prüfkriterien als Spitzenreiter des Aachener Raums behaupten.

Das grenzüberschreitende Euregio-Netzwerk soll den Umgang mit multiresistenten Erregern optimieren und auch Antibiotikaanwendungen so weit wie möglich reduzieren. Denn mit dem Einsatz von Antibiotika steigt auch die Resistenz der Erreger, die nicht mehr so einfach mit herkömmlichen Arzneimitteln behandelt werden können, eine Problematik, derer man sich gerade in Senioreneinrichtungen schmerzlich bewusst ist: „Mit zunehmendem Alter der Menschen steigt auch die Anfälligkeit für Infektionen. Multiresistente Keime stellen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern eine ernstzunehmende Herausforderung dar“, erklärt Einrichtungsleiter Thomas Pulwey. „Aufklärung und die strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen haben deshalb im Seniorenstift Seliger Gerhard oberste Priorität. Von besonderer Bedeutung ist die Händehygiene.“

Die Anstrengungen in der Senioreneinrichtung wurden nun im Rahmen des eigens eingerichteten „euPrevent-Siegels“ gewürdigt. Vor wenigen Tagen durfte man hier die Auszeichnung von Dörte Lübke, Hygienefachkraft des Gesundheitsamtes der Städteregion Aachen, entgegennehmen.

Ein besonderer Anlass zur Freude für das Stift in direkter Nachbarschaft zur Eifelklinik: Zu sage und schreibe 100 Prozent wurden die Prüfkriterien seitens der Einrichtung erreicht. Von den 66 Altenpflegeeinrichtungen der Region war dies bisher nur einer weiteren Einrichtung gelungen. Auf seinen Lorbeeren auszuruhen will sich die Leitung des Seniorenstiftes jedoch nicht: „Die Hygienemaßnahmen in unserer Einrichtung dienen in erster Linie dem Schutz unserer Bewohner, hier nun aufgrund einer Auszeichnung, so gut sie auch sein möge, die Zügel schleifen zu lassen, wäre schlicht und ergreifend fahrlässig. Wir sehen das Siegel als Ansporn, uns fortlaufend verbessern zu wollen, „betont Thomas Pulwey.“ Inwiefern das gelingt, gilt es in drei Jahren wieder unter Beweis zu stellen, dann wird das Siegel erneut verliehen.

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