Gesucht sind alte, regionale Obstsorten

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Kreis Aachen. Das gesamte Rheinland ist seit jeher ein großes Obstanbaugebiet. Die Landschaft und Gärten werden schon seit Jahrhunderten, dank des obstfreundlichen Klimas, durch Blütenzauber im Frühjahr und reiche Fruchternten im Sommer und im Herbst bereichert.

Doch wussten Sie, dass es einige Obstsorten gibt, die nur hier vorkommen?

Außerhalb der Aachener Region sind diese so genannten lokalen Obstsorten weder historisch belegt noch aktuell vorhanden. Alle diese Sorten haben sich hier seit langem bewährt, leider sind sie jedoch sehr selten und oftmals vom Aussterben bedroht.

Teilweise existieren nur noch wenige uralte Bäume, viele sind nicht mehr in Baumschulen erhältlich. Liebhaber wissen die besondere Qualität dieser Sorten zu schätzen.

Was hat unsere Region an Lokalsorten zu bieten? Das möchte die Biologische Station im Kreis Aachen mit Hilfe der Obstbaum-Besitzer herausfinden.

Im gesamten Rheinland startete bereits 2008 ein vom Landschaftsverband Rheinland gefördertes Projekt zur Erfassung und Rettung dieser lokalen Besonderheiten. Die Biologische Station ist in der Städteregion Aachen auf der Suche nach dem „Aachener Hausapfel”, der „Münsterbirne”, der „Beggendorfer Mehlbirne” und anderen lokalen Obstsorten. Nach ersten Hinweisen aus dem letzten Jahr wird die Fahndung nach obstbaulichen Schätzen intensiviert.

Nur mit der Angabe von Standorten können möglichst viele Lokalsorten von Äpfeln, Birnen und Pflaumen gefunden und erhalten bleiben.

Die Biologische Station nimmt die Angabe von Standorten bekannter Lokalsorten entgegen. Zum anderen wird auch gerne den Hinweisen auf vermeintlich namenlose Lokalsorten nachgegangen. Von den genannten Sorten werden unbedingt Fruchtproben benötigt. Diese werden anschließend durch Fachleute bestimmt. In einem weiteren Schritt sorgen wird für die Vermehrung und somit für den langfristigen Erhalt der Sorten gesorgt.

Die Fruchtproben können nach Rücksprache in der Biologischen Station des Kreises Aachen an der Zweifaller Straße 162 in Stolberg abgegeben werden. In Einzelfällen ist auch eine Abholung der Fruchtproben möglich.

Die Biologische Station bittet um Verständnis, dass im Rahmen dieses Projektes nur Obst angenommen werden kann, wenn es sich eindeutig oder zumindest wahrscheinlich um eine Lokalsorte, mit oder ohne Namen, handelt. Eine generelle Obstsortenbestimmung kann nicht durchgeführt werden.
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