Region/Lammersdorf - Gesetzesbeschluss: „Meilenstein für den Hilfsdienst“

Gesetzesbeschluss: „Meilenstein für den Hilfsdienst“

Von: ho
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Ralf Bischoni freut sich über den neuen Ausbildungsberuf des Notfallsanitäters, der neue berufliche Perspektiven verspricht. Foto: Hoffmann

Region/Lammersdorf. „Das ist ein Meilenstein für den deutschen Rettungsdienst“, sprudelt es aus Ralf Bischoni heraus. „Und im Hinblick auf berufliche Perspektiven für junge Menschen ist das auch in unserer Region sehr interessant“.

Was Bischonis Augen leuchten lässt, ist ein Gesetzesbeschluss des Bundestages vom März, womit ab Beginn des nächsten Jahres das neue rettungsdienstliche Berufsbild des „Notfallsanitäters“ eingeführt wird. Die dreijährige Ausbildung hierzu wird ab 1. Januar 2014 per Bundesgesetz auf den Weg gebracht.

Ralf Bischoni, stellvertretender Leiter der Malteser Schule in Aachen, erklärt dazu weiter: „Damit entsteht neben den Qualifikationen zum Rettungshelfer, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten, die weiterhin erhalten bleiben, eine neue und vom Qualifikationsstand am höchsten angesiedelte nicht-ärztliche Berufsausbildung im Rettungsdienst“.

Wie üblich bei frischen Gesetzesverabschiedungen bestehen noch viele Unklarheiten. Grundsätzlich wird es jedoch eine zu anderen Heilberufen, wie beispielsweise der Krankenpflege, vergleichbare Ausbildung geben. Das bedeutet laut Bischoni, dass der Auszubildende kein Schulgeld zahlen muss und eine Ausbildungsvergütung erhält. „Natürlich werden auch die Malteser für das neue Berufsbild des Notfallsanitäters die Weichen stellen, um ab 2014 die neue Berufsausbildung anbieten zu können“, rührt Bischoni schon einmal die Werbetrommel.

Natürlich können auch die anderen Hilfsorganisationen (wie z.B. DRK und Johanniter), die Feuerwehren und private Anbieter mit staatlicher Anerkennung den neuen Ausbildungsberuf in ihr Angebot aufnehmen.

Ralf Bischoni verweist zudem noch auf einige interessante Varianten. Diejenigen, die über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungsassistent verfügen, können über ergänzende Ausbildungen und die erfolgreiche Teilnahme an einer Ergänzungsprüfung die Erlaubnis zum Führen der neuen Berufsbezeichnung Notfallsanitäter erlangen. „Und wer bei Inkrafttreten des Gesetzes eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als Rettungsassistent nachweisen kann muss lediglich eine staatliche Ergänzungsprüfung ablegen.“

Damit wird dann der Umstieg auf die höhere Qualifikation zum Notfallsanitäter möglich.

Details zur Umsetzung für den Ausbildungsberuf befinden sich inder Feinabstimmung, wozu Bischoni festhält: „Wir gehen davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr weitere Einzelheiten erfahren werden und dann die Weichen zur Umsetzung für die Ausbildung zum Notfallsanitäter stellen werden“.

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