Gesellige Brauchtumspflege: Fünf kurzweilige Tage im Nordeifeldorf

Von: M. S.
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Nordeifeler Schützen sind wetterfest: So marschierten die Aktiven samt Gefolge tapfer im Festzug zum Gemeindeschützenfest durch den Dedenborner Regen – auf verkürzter Runde. Foto: Manfred Schmitz

Dedenborn. Mit einem farbenprächtigen Festzug klang am Sonntagnachmittag das 39. Simmerather Gemeindeschützenfest aus. Es wurde in Verbindung mit dem 72. Dedenborner Dorfschützenfest organisiert.

Die ausrichtende St.-Michael-Schützenbruderschaft aus Dedenborn hatte 14 Vereine zu Gast. Diese absolvierten nach dem Motto „Wir lassen uns das Feiern von Petrus nicht vermiesen!“ im Festzelt „Auf den Feldern“ ein inhaltsreiches Programm.

Es war geprägt von Brauchtumspflege, interessantem Schießsport und geselliger Unterhaltung. Seine Realisierung gelang trotz kräftiger Regengüsse und dank einem Zelt, dessen schützende Bahnen „Auf den Feldern“ aufgeschlagen wurden und somit einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung in „trockenen Tüchern“ garantierten. Lediglich den abschließenden Umzug durch Dedenborn kürzten die Initiatoren drastisch.

Unverdrossen spielten die Musikanten des Orchesters „Allzeit Fröhlich“ gegen Wind und Regenwolken an. St.-Michael-Brudermeister Helmut Kaulard ließ rückblickend die Höhepunkte des Spektakels Revue passieren. Nach marschierter Festzugstrecke quer durch das Dorf baten die St.-Michael-Schützen im Zelt zu Lied und Tanz.

Die Krönungen

Zum Dedenborner Königspaar, berichtete Brudermeister Kaulard über das ereignisreiche Geschehen seit Mittwoch, wurden Sabrina Kaulard und Patrick Offermann gekrönt. Jenny Keller und Sebastian Treutwein bilden das Jungprinzenpaar. Schülerprinzessin Anne Gillessen verteidigte ihren Titel aus 2015. Als Kinderkönigin wurde Sarah Breuer in ihr Amt eingeführt.

Als Gemeinde-Schützenprinz qualifiziere sich Matthias Sienkewitz (Kesternich), zum Jungschützen-prinz avancierte der Steckenborner Mike Müllejans. Gemeindekönig Klaus Bongard kommt aus den Reihen der Rurberger St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft.

Mittwoch begannen die Krönungs-Feierlichkeiten mit einer heiligen Messe. Während des Gottesdienstes erhielt die frisch restaurierte Fahne der Bruderschaft priesterlichen Segen. „Die Fronleichnamsprozession begleiteten wir mit dem Himmel, die Beteiligung seitens unserer Mitglieder wie der gesamten Dorfbevölkerung war hoch wie nie zuvor“, so Kaulard.

Ebenfalls mit „toller Resonanz“: der Spätschoppen. Mit einem derart positiven Echo hätte der Brudermeister „nie gerechnet“. Am Spätschoppen, aus dem fast wieder ein Frühschoppen hätte werden können, beteiligte sich auch eine sechsköpfige Delegation der seit 30 Jahren mit den Dedenborner Schützen verbrüderten Wennser Gebirgsschützen aus Tirol.

Tiroler Freunde

Das lebendige Zeugnis gelebter Freundschaft soll, so Kaulard, vom 9. bis 15. August in den Alpen gebührend begangen werden. Auch der Schirmherr des aktuellen Gemeindeschützenfestes, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, wird im Sommer unter den Gästen in Wenns sein.

Das jetzige Prozedere, fuhr Kaulard fort, sah auch einen Empfang bei Dedenborns Königin Sabrina in ihrer Rauchenaueler Residenz vor. Einen Vorgeschmack auf die Begegnung im Hochsommer gaben die Besucher aus Österreich ihren Gastgebern, als sie ihre leckere Nationalspezialität, „Tiroler Speck“, für alle spendierten.

Ehe sich am Sonntag die Festteilnehmer zum Umzug formierten zelebrierte Simmeraths GdG-Pfarrer Michael Stoffels eine heilige Messe.

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