Geschichtswettbewerb: Schüler sind Schmugglern auf der Spur

Von: Alina Schreiber
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Der Winter machte ihnen zunächst einen Strich durch die Rechnung: Die Schüler der 9d des St-Michael-Gymnasiums sind auch nach einigen Filmpannen unter die deutschlandweit 250 Besten des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten gekommen. Foto: Alina Schreiber

Nordeifel. Es war wahrscheinlich die größte Herausforderung, der sich die Klasse 9d des St.-Michael-Gymnasiums je gestellt hat. Ein halbes Jahr harte Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Die Klasse ergatterte einen der Landessiegerpreise. Von 1321 abgegebenen Projekten schafften dies deutschlandweit nur 250, davon in NRW 76 Projekte. Das macht die Klasse dementsprechend stolz.

Zur Belohnung gibt es 250 Euro Preisgeld. Wo sie dies investieren, steht bis jetzt noch nicht fest, fest steht aber, dass es für zwei Schüler, stellvertretend für die ganze Klasse, am 15. Juli zur Preisverleihung nach Bonn, ins Haus der Geschichte geht.

Es war eigentlich eine ganz normale Geschichtsstunde im September des vergangenen Jahres, bis der Lehrer ein wenig Werbung für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten machte. Es hörte sich spannend an, und bei fünf 1. Preisen auf Bundesebene in Höhe von 2000 Euro zögerte die Klasse nicht lange und wagte den Schritt in die Vergangenheit. Das Thema, an dem sich orientiert werden sollte, war „Nachbarschaft“, wobei die Schüler relativ schnell den Bezug zum Schmuggel in der Eifel sahen.

Es sollte ein Film gedreht werden, und nach leichten Anfangsschwierigkeiten waren bereits erste Fortschritte erkennbar. Als das notwendige Material schließlich beisammen war, erhielt auch schon das Drehbuch volle Aufmerksamkeit, so dass das Projekt langsam aber sicher ins Rollen kam. Bis der erste Dreh allerdings stattfinden konnte, war es Dezember. Als diese Hürde ebenfalls genommen war, wurde aus der 9d ein eingespieltes Team. Zusammenhalt war gefragt. Zusätzlich wurden die Lehrer und ein professioneller Kameramann mit eingespannt, damit die Schüler auch von erwachsener Unterstützung profitieren konnten.

Leider zog ihnen aber der Schnee einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, so dass die Außenszenen bei schönem Wetter begannen, jedoch bei eisiger Kälte und Schnee endeten. Aber ohne Pannen wäre ein solches Projekt schließlich auch langweilig. Gerade in den letzten Wochen wurden die Nerven der Schüler noch einmal auf die Probe gestellt. Doch pünktlich zum Abgabetermin landete der Film doch noch im Briefkasten.

Auch, wenn nach einem halben Jahr Arbeit nur 20 Minuten Film entstanden sind, hat niemand aus der Klasse bereut, an diesem Wettbewerb teilgenommen zu haben. Leider müssen die Schüler nun aber immer noch ein wenig zittern. Denn wer unter den Landessiegern ist, qualifiziert sich gleichzeitig für die Preise auf Bundesebene. Dort gibt es fünf 1. Preise (2000 Euro), fünfzehn 2. Preise (1000 Euro) und dreißig 3. Preise (500 Euro) zu gewinnen. Die Schüler müssen sich aber noch gedulden, die Auswertung kann aber noch bis zum Oktober dauern.

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