Nordeifel - Geschichtsverein: Dr. Elmar Neuß rückt ins zweite Glied

Geschichtsverein: Dr. Elmar Neuß rückt ins zweite Glied

Von: peo
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Ein neu gewählter Vorstand um Gabriele Harzheim (4. v. li.) mit den verdienstvollen ehemaligen Vorstandsmitgliedern sowie dem neuen Ehrenvorstandsmitglied Dr. Elmar Neuß (7. v. l.) und Ehrenmitglied Franz Wilhelm Hermanns (8. v. l.). Foto: Peter Offermann

Nordeifel. „Nach 32 Jahren ist es genug. Da würde sich so mancher afrikanische Diktator die Finger nach lecken“, scherzte Dr. Elmar Neuß, der das Zepter an die neue 1. Vorsitzende Gabriele Harzheim (MA) des Geschichtsvereins Monschauer Land e.V. abgab, dem Vorstand aber als Nummer zwei und neu gekürtes Ehrenvorstandsmitglied erhalten bleibt.

Zur Kassiererin wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins in der „Alten Post“ in Huppenbroich Monika Gillessen gewählt. Neuer Bibliothekar ist Bernhard Stein und als Beisitzer wurden Dr. Bernd Läufer, Dr. Dieter Lenzen, Rita Stoff, Maria Schöller, Dr. Herbert Arens und Benedikt Schöller gewählt. Zu Kassenprüfern wurden Dieter Fischer und Gerhart Zimmermann bestimmt. Mit der Ehrenmitgliedschaft wurde Franz Wilhelm Hermanns ausgezeichnet. Die neue Vorsitzende sprach in ihrer ersten Amtshandlung sodann auch dem Ehrenvorstand ihren herzlichsten Dank aus für die jahrzehntelang geleistete Arbeit, freute sich jedoch, dass Dr. Elmar Neuß dem Vorstand erhalten bleibt, auch wenn ihr bewusst ist, in welche „große Fußstapfen ich da trete“.

Zum letzten Mal als 1. Vorsitzender begrüßte Elmar Neuß die Mitglieder. „Es ist schön zum ersten Mal in unserer Geschichte in Huppenbroich zu sein, auch wenn uns die diesjährige Mitgliederversammlung eigentlich nach Grünenthal hätte führen sollen. Ein Ort, der eine seltsame Berühmtheit genießt, auch bei Wikipedia, liegt hier doch die Vermutung nahe, es handele sich um eine Burg, welche hier einst stand. Tatsächlich ist dies jedoch ein Lehnshof des Herzogs von Jülich namens Eicherscheid, welcher sich auf dem Terrain des heutigen Huppenbroich befand und von einem Wassergraben umgeben war.

Und ein Wassergraben macht noch keine Burg, wie wir im Münsterland bestens wissen. Huppenbroich und Eicherscheid sind generell sehr junge Orte im Monschauer Land. Der Name Eicherscheid beispielsweise ist viel älter als die Ortschaft selbst und er war als Flurname für den Höhenrücken östlich vom Belgenbach und nördlich der Rur sowie als Verwendung für die erste Mahlmühle des Monschauer Landes schon lange vorher im Gebrauch“, führte Neuß aus.

Jahrbuch-Stoff geht nicht aus

Außerordentlich bewährt haben sich in den vergangenen Jahren die historischen Wanderungen, so dass auch in diesem Jahr wieder mehrere Erkundungen historischer Orte auf dem Programm stehen. So geht es am 16. April ins Fuhrtsbach- und Perlbachtal. Am 19. Juni trifft man sich zum Sonntagsspaziergang nach Junkershammer und zwei weiteren Kulturdenkmälern in Zweifall. Für den Herbst ist die Tour „Rund um den Königshof“ in Konzen avisiert.

Ebenfalls sehr gute Resonanz konnte man bei den Themenabenden in der Bibliothek verzeichnen. Und da bei der ereignisreichen Geschichte des Monschauer Landes der Stoff für die Jahrbücher nicht ausgeht, gibt der Verein seit den 90-er-Jahren überdies die Buchreihe „Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes“ heraus. Aktuell erschienen ist hier der 15. Band „Geschichte der katholischen Kirche im Monschauer Land. Von den Anfängen bis in die Gegenwart“ von Dr. Herbert Arens, welches zum Preis von 15 Euro beim Geschichtsverein oder dem Autor selbst erworben werden kann.

Im Anschluss an den offiziellen Teil folgte dann der für den ursprünglichen Veranstaltungsort vorgesehene Vortrag von Otto Drosson aus Imgenbroich zur Geschichte des Tuchmacherstandortes Grünenthal.

Das letzte verbliebene Gebäude der Anlage steht neuerdings wieder der Öffentlichkeit als Café und Ausflugslokal zur Verfügung. Es war lange Jahre ein beliebter Ausflugsort, nachdem die ursprüngliche Rolle des Platzes als Produktionsstandort der Imgenbroich-Monschauer Tuchmacherei zu Ende ging. Den Anfang hatte 1763 eine Walkmühle von Peter Offermann gemacht.

Wegen Wassermangel auf der Höhe folgten weitere Betriebe der Familie Offermann aus Imgenbroich nach Grünental. Für das leibliche Wohl war für alle Mitglieder und Zuhörer durch Kaffee und Kuchen ebenfalls bestens gesorgt.

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