Monschau - Geschäftsführer erteilt Geert Wilders Hausverbot im Carat-Hotel

Geschäftsführer erteilt Geert Wilders Hausverbot im Carat-Hotel

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
Freek Suringh
Hat Geert Wilders aus seinem Skiurlaub Hausverbot für das Carat-Hotel erteilt: Geschäftsführer Freek Suringh (hier mit seiner Ehefrau). Foto: Heiner Schepp

Monschau. Freek Suringh ist auf Hundertachtzig. Was sich am Wochnende in seinem Haus abgespielt hat, lässt den Geschäftsführer des Monschauer Carat-Hotels seinen Skiurlaub in Österreich nicht so richtig genießen. Falsch sei vor allem die Information gewesen, der Niederländer habe seinen Urlaub mit einem Tag Verspätung angetreten, nur um den Rechtspopulisten Geert Wilders noch begrüßen zu können.

Suringh wusste nicht einmal, dass Wilders kam. Denn der auch in seiner Heimat umstrittene niederländische Politiker war unter falschem Namen im Carat-Hotel eingebucht worden, wie Freek Suringh quasi von der Skipiste per Handy berichtete.

Ein Sicherheitsbeamter aus den Niederlanden habe bei der Buchung einen falschen Namen angegeben, von einem VIP-Gast gesprochen, der in Monschau einen privaten Besuch plane, und Suringh absolutes Stillschweigen aufgelegt.

„Weil es sich angeblich um die höchste Sicherheitsstufe handelte, durfte ich nicht einmal meinem Personal sagen, dass da irgendein Prominenter kommt. Und ich wusste hundertprozentig nicht, um wen es sich handelte. Die Monschauer Stadtspitze war auch nicht informiert.” Nur die Polizei habe gewusst, wer der große Unbekannte war.

„Ich bin entsetzt”

Freek Suringh hat sich nach einem etwa 20-minütigen Gespräch mit dem Sicherheitsbeamten wie geplant auf den Weg in den Urlaub gemacht. Dort haben er und seine Ehefrau dann erfahren, was sich am Wochenende im Hotel zugetragen hat, denn der Besuch des Geert Wilders in der Eifel hat inzwischen auch in den Niederlanden großen Widerhall in den Medien gefunden.

„Ich bin entsetzt”, versichert Freek Suringh, „und meine Frau läuft noch völlig neben der Spur. Ich will mit diesem ganzen rechtspopulistischen Sch... nichts zu tun haben.” Es sei gläubiger Buddhist, betont Suringh, und er beschäftige neben anderen Religionen in seinem Haus auch fünf Muslime, auf die es Wilders in den Niederlanden abgesehen habe. „Der kommt mir nicht mehr ins Haus!”
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