Germania wird für Aufwand nicht belohnt

Von: Kurt Kaiser
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Von Trainer Bernhard Schmitz taktisch gut eingestellt, gingen die Eicherscheider ins Derby gegen Hertha Walheim. Foto: Kurt Kaiser

Eicherscheid. Anfang März fiel das Derby der Fußball-Landesliga zwischen Germania Eicherscheid und Hertha Walheim aus, weil das Flutlicht an der Bachstraße defekt war. Vor der Nachholpartie hatte der Eicherscheider Trainer Bernhard Schmitz aber den richtigen Schalter gefunden und sein Team unter Strom gesetzt, denn von der ersten Minute an erlebten die Zuschauer ein rassiges Derby, in dem Walheim erst in der Nachspielzeit zum 1:1 (0:0) kam.

Dass die beste Angriffsreihe der Liga im Hinspiel kein Tor schoss und am Donnerstag 93 Minuten brauchte, um durch Deniz Dogan das 1:1 zu erzielen, lag an einer diszipliniert spielenden Eicherscheider Mannschaft, die in der Abwehr kompakt stand und an einem sehr gut aufgelegten Germania-Torwart Dominik Rollesbroich, der etliche gute Paraden zeigte und sein Team im Spiel hielt. Da die Eicherscheider Offensive sich zudem einige gute Möglichkeiten erspielte, hätten die drei Punkte auch an der Bachstraße bleiben können.

„Wir wussten, dass es ein Bonusspiel war und wollten unbedingt die drei Punkte. Die Mannschaft hat geschickt in der Abwehr gestanden und gut verteidigt. Leider haben wir nicht das 2:0 nachgelegt und uns mit einem Sieg belohnt“, resümierte der Schmitz, der einige taktische Veränderungen vorgenommen hatte. Die Angreifer Stefan Kwasnitza, Daniel Krott und Nico Wilden sowie Mittelfeldspieler Marco Kraß mussten auf der Bank Platz nehmen, dafür rutschten der zuletzt beruflich verhinderte Sandro Kaulard, Lars Schuhmacher, Kai Hammerschmidt und Nico Rader in die Startelf.

Eicherscheids Keeper (13.) verhinderte mit einer guten Parade nach einem Schuss aus dem Gewühl die Gäste-Führung. Nur wenige Minuten später lenkte er in Klassemanier einen Heber von Sebastian Wirtz übers Tor. Auf der anderen Seite rettete der Walheimer Heinz Putzier nach einer Flanke von Marius Henk vor dem einschussbereiten Frederic Jansen. Nico Rader (42.) verdiente sich in dem hart umkämpften Derby den Fairplay-Preis. Als der Schiedsrichter schon auf Abstoß entschieden hatte, gab er zu, dass er zuletzt am Ball war und es Ecke geben musste.

Die Führung war nicht unverdient: Daniel Krott (58.) nahm eine Flanke mustergültig an und ließ dem Walheimer Schlussmann aus zwölf Metern keine Chance. Nach dem Rückstand drängte Walheim auf den Ausgleich und kreierten einige gute Möglichkeiten, auf der anderen Seite ergaben sich Konterchancen: Jan Breuer und Lars Schuhmacher hätten das 2:0 nachlegen können. In der Nachspielzeit glichen die Gäste mit einem Schuss aus 20 Metern durch Denis Dogan noch aus.

„Das müssen wir jetzt sacken lassen und die Köpfe wieder hochnehmen“, musste der Eicherscheider Trainer seine Jungs nach dem Schock aufrichten. Am Ostermontag steht für die Blau-Weißen, dass Sechs-Punkte-Spiel beim punktlosen Tabellenletzten Alemannia Mariadorf auf dem Plan, das sie unbedingt gewinnen müssen.

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