Germania-Reserve und SG rüsten für den Klassenerhalt kräftig auf

Von: Kurt Kaiser
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Nordeifel. Eine ungemütliche Rückrunde dürfte auf die SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich und den TV Höfen warten, denn als die Mannschaften der Aachener Kreisliga C4 sich in die Winterpause verabschiedeten, standen die beiden Nordeifelteams auf den direkten Abstiegsplätzen.

Da selbst der drittletzte Tabellenplatz noch ein Abstiegsplatz werden kann, wartet auf die beiden Vereine ein ganz schwerer zweiter Saisonabschnitt. Zurücklehnen kann aber auch die Zweite von Germania Eicherscheid sich nicht in der Winterpause, denn sollte es drei Absteiger geben, dann sind die Blau-Weißen, die schon zwei Spiele mehr absolviert haben, auch nur einen Punkt vom ersten Abstiegsrang entfernt. Alleine die Zweite des SV Rott kann von den vier Eifelteams in der zweiten Tabellenhälfte der Rückrunde entspannt entgegen sehen.

SV Rott II

In der vergangenen Saison konnte die Zweitvertretung des SV Rott erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt klar machen. Ganz anders sieht es in dieser Saison bei den Rot-Weißen aus. Der neue Trainer, Detlev Tibulski, hat der Mannschaft ein neues taktisches Konzept verordnet und eine gut funktionierende Einheit geformt. Lohn für das Engagement von Trainer und Mannschaft ist zur Saisonhalbzeit ein guter siebter Tabellenplatz mit 25 Punkten. „Ich bin in Rott sehr gut aufgenommen worden und es macht mir viel Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten“, ist der Coach, der von der Dritten des SV Eilendorf an den Tiergarten wechselte, von seinem neuen Umfeld begeistert und verteilt noch einen Sonderlob für Betreuer Bernhard Schmitt. „Die Zusammenarbeit mit ihm klappt wunderbar“.

Nach einem 3:0-Auswärtserfolg zum Saisonstart bei Eicherscheid II folgten zwar drei Niederlagen, aber ab dem vierten Spieltag ging es für die Reservisten des Landesligisten nach oben. Wenn es danach überhaupt noch etwas zu kritisieren gab für den Coach, dann waren das die drei klaren Niederlagen in Lammersdorf, Hahn und Rohren. Auch wenn man gegen die Top Fünf der Liga leer ausging, konnte der Trainer auf einen guten ersten Saisonabschnitt zurückblicken. „Alle ziehen prima mit und es hat allen Spaß gemacht, dann stellt der Erfolg sich von alleine ein“.

Seit Mitte Januar bereiten die Rotter sich auf die Rückrunde vor, die nach Einschätzung des Trainers ähnlich gut verlaufen könnte wie die Hinrunde. „Unser erstes Ziel ist der Klassenerhalt, wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben, dann ist auch ein einstelliger Tabellenplatz möglich“.

Germania Eicherscheid II

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga B hatte die Zweitvertretung von Germania Eicherscheid auch eine Liga tiefer ihre Akklimatisierungsprobleme. Nach sieben Niederlagen in Folge war die Germania auch in der C-Liga auf einem Abstiegsplatz angekommen. „Wir sind schon ganz schlecht in die Saison gekommen“, erinnert Mannschaftssprecher Dominik Breuer sich nur ungern an die ersten Wochen in der neuen Umgebung zurück. Nach Erfolgen gegen den Burtscheider TV II und den TV Höfen sowie einem Remis gegen die SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich konnten die Blau-Weißen zumindest den Abstiegsrängen Ade sagen. Nach dem dritten Saisonsieg gegen Berger Preuß III überraschten die Blau-Weißen am 14. Spieltag mit einem Sieg gegen Mitfavorit Bergwacht Rohren die Liga. Der war aber auch zwingend erforderlich, um den drittletzten Platz, der ein Abstiegsplatz sein kann, zu verlassen.

„Nach schlechtem Start haben wir uns nachher gefangen. Wir hoffen, dass wir in der Rückrunde an die besseren Zeiten der Hinrunde anknüpfen können und den Klassenerhalt schaffen“, blickt Dominik Breuer optimistisch in die zweite Saisonhälfte, in der die Mannschaft von Timo Renner gecoacht wird. Der bisherige Trainer, Manuel Schäfer, wird als Co-Trainer fungieren.

Aus personeller Sicht gab es auch im Kader der Reserve des Bezirksligisten einige Veränderungen. Jens Breuer zog es wieder zurück zu seinem Heimatverein Hertha Strauch. Unter der Rubrik Neuzugänge erscheinen dafür aber drei Spieler, obwohl die nicht so neu sind und alle drei schon für die Germania kickten. Torwart Holger Offermann kehrte vom TuS Mützenich wieder an die Bachstraße zurück. Nach einer halben Saison zog es Sebastian Corda vom TV Konzen wieder zur Germania zurück. Alex Kell wechselte von Hertha Strauch wieder zu den Blau-Weißen.

SG Kesternich/Rurberg/R´broich

Als es in die Winterpause ging, stand die Spielgemeinschaft von der Straucher Straße eigentlich etwas unerwartet auf dem ersten Abstiegsrang. Sollte der drittletzte Tabellenplatz zum Klassenerhalt reichen, dann müssen die Grün-Weißen vier Punkte gutmachen. „Wir können mit diesem Tabellenplatz nicht zufrieden sein“, ist Trainer Lars Jacobs enttäuscht, schiebt aber sofort den Grund für die unerwartet schlechte Platzierung nach. „Wir schießen viel zu wenig Tore, uns fehlen die Tore, die Chris Stollenwerk in der vergangenen Saison für uns erzielt hat“, beklagt der Coach, dass man den „Knipser“, den es im vergangenen Sommer zum A-Ligisten TV Konzen zog, nicht adäquat ersetzen konnte. In 14 Spielen erzielte die SG nur 16 Tore, das ist der zweitschlechteste Ligawert.

Gewinnen konnten die Grün-Weißen nur zwei Heimspiele und trennten sich dreimal Unentschieden. Den einzigen Auswärtszähler holten sie vollkommen überraschend bei Spitzenreiter TV Konzen II.

Trotz der zur Saisonhalbzeit mageren Bilanz hat Lars Jacobs den Klassenerhalt noch nicht abgehakt. Wahrscheinlich auch zu Recht, denn in der Winterpause zogen die Grün-Weißen einige gute Neuzugänge an Land. Altjon Vukulaj wechselte vom FC Roetgen zur SG. Der albanische Mittelfeldspieler war schon in höheren Ligen unterwegs und sollte eine echte Verstärkung für die Grün-Weißen sein. Vom FC 13 wechselte auch Angreifer Jaward Jawnek zur Spielgemeinschaft. Den dunkelhäutigen Spieler aus Sierra Leone kennt man mittlerweile an der Straucher Straße besser unter dem zu seiner Frisur passenden Namen „Rasta“. Der Serbe Sarko Pavlovic ist für den defensiven Bereich vorgesehen. Aus der zweiten Mannschaft wagt mit Thomas Clement ein weiterer Angreifer den Sprung in den Kader der Ersten.

Aufgrund der personellen Veränderungen ist den Grün-Weißen eine gute Rückrunde zuzutrauen. Wie stark die neu formierte Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte sein wird, sollte sich schon an den ersten Spieltagen zeigen, denn an denen geht es direkt schon gegen die Topteams aus Strauch, Lammersdorf, Hahn und Rohren.

TV Höfen

Abstiegsstress ist man beim TV Höfen in den letzten Jahren gewöhnt, allerdings spielte die Mannschaft immer wieder eine gute Rückrunde und machte in letzter Minute den Klassenerhalt klar. In dieser Saison dürfte es für den Eifeler Traditionsverein aber ganz schwer werden, das Saisonziel „Klassenerhalt“ noch zu erreichen. „Wir wollen das Unmögliche möglich machen und den Klassenerhalt noch schaffen“, blickt Trainer Horst Nickel recht zuversichtlich in den zweiten Saisonabschnitt. Vorausgesetzt, dass der drittletzte Tabellenplatz zum Klassenerhalt reicht, müssen die Höfener sieben Punkte gutmachen. Da es in der Hinrunde aber nur sechs Punkte gab, müssen die Rot-Weißen schon eine Herkulesaufgabe lösen. Nach einem 1:0-Auftaktsieg gegen die SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich kassierte man elf Niederlagen in Serie, ehe man gegen Eintracht Kornelimünster II das zweite Erfolgserlebnis feiern konnte. Auswärts gab es für die Rot-Weißen nichts Zählbares zu holen.

Es gibt zwar keine Abgänge aber auch keine Neuzugänge beim TV. Von den beiden A-Jugendlichen Jens Kaulartz und Niklas Pontzen, die in der Rückrunde eingesetzt werden können, verspricht der Trainer sich zwar einiges, aber sein primäres Konzept in der Vorbereitung heißt Training, Training, Training. „Wenn wir noch mal angreifen wollen, dann müssen wir in der Rückrunde konditionell fit sein“. In der Vorbereitungszeit wird meistens viermal wöchentlich bei den Rot-Weißen trainiert. Den Feinschliff will der Coach seinen Jungs dann eine Woche vor Saisonbeginn im dreitägigen Trainingslager in der Sportschule Hennef verpassen.

Gleich an den ersten Spieltagen der Rückrunde warten mit Lammersdorf, Hahn II und Rohren schon eminent starke Gegner und wahrscheinlich schon richtungsweisende Spiele.

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