Genussvoll auf neuen Wegen durch das Hohe Venn

Von: P. St.
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Ob kurze Rundwanderung oder anspruchsvolle Etappe: Der neue Wander- und Reiseführer von Martina Kasch nimmt den Naturfreund mit auf abwechslungsreiche Touren durch das Hohe Venn. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Man könnte annehmen, dass das Hohe Venn, das älteste Naturschutzgebiet Belgiens, durch Text- und Bildveröffentlichungen inzwischen hinreichend abgegrast ist, aber erstaunlicherweise finden sich immer wieder neue Betrachtungswinkel auf dieses größte Hochmoor Europas.

Eine abwechslungsreiche Variante bringt jetzt der pünktlich zur neuen Wandersaison erschienene Wander- und Reiseführer mit dem Titel „Streifzüge durch das Hohe Venn“ ins Spiel. Die Autorin Martina Kasch stellt in diesem stattlichen Buch 26 Touren rund um Ternell, das Brackvenn, das Polleurvenn, Botrange und die Wesertalsperre Eupen vor.

Ergänzt werden die detaillierten Routenbeschreibungen durch einen informativen Textteil über die Besonderheiten des Venns sowie einen Beitrag von Naturführer Dieter Schneider zum Thema Naturschutz und Nachhaltigkeit im Hohen Venn.

In enger Kooperation mit dem Naturzentrum Ternell, wo die Autorin sich auch zur Diplom-Natuführerin schulen ließ, entstand das Buch. Martina Kasch, die im Wandergebiet lebt und in Aachen arbeitet, hat bei ihren Tourenvorschlägen Wert darauf gelegt, allen Wünschen gerecht werden. Familienfreundliche Kurzstrecken, die sogar kinderwagentauglich sind, sind ebenso im Angebot wie anspruchsvolle Tagesetappen.

Aber noch eine Besonderheit zeichnet das Buch aus. Nach dem großen Vennbrand am Ostermontag 2011 handelt es sich um die erste Veröffentlichung über das Hohe Venn. Da bei dem Feuer rund fünf Kilometer Wanderstege zerstört, wurden im Zuge der Erneuerung teilweise neue Wanderstrecken ausgewiesen, denen das Buch Rechnung trägt.

Gerne hatte die Autorin daher auch zu Beginn des Jahres 2016 die Anregung des Naturzentrums Ternell aufgegriffen, einen aktuellen Wanderführer zu verfassen. In Ternell wurde das Buch jetzt auch vom Meyer & Meyer Verlag Aachen vorgestellt.

Martina Kasch hob hervor, dass die Wanderungen für Vennfreunde gedacht seien, „die sich auf die Natur einlassen und nicht nur Kilometer machen möchten“. Die bei den Streckenerkundungen sozusagen im Vorbeigehen entstandenen Fotos sorgen für eine reichhaltige und lebhafte Bebilderung der Wandervorschläge. Die dazugehörigen Karten (leider ohne Maßstab) sind nicht so aussagekräftig, dafür stehen aber sorgsam aufbereitete GPS-Daten zu allen Touren zum Download bereit.

Auch viele praktische Tipps

„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, beschreibt Martina Kasch ihre gezielt vorgenommene Naturerkundung. Hinderlich seien allenfalls die zahlreichen Gewitterwarnungen im vergangenen Sommer gewesen. Ein positiver Nebeneffekt der oft unsicheren Wetterlage sei aber dann eingetreten, indem auch verstärkt Kurzwanderungen Eingang in das Buch gefunden hätten. Der „Erlebnis-, Entspannungs- und Genussgedanke“ solle bei den Touren im Vordergrund stehen.

Alle Wandervorschläge wurden mit der belgischen Forstverwaltung abgesprochen, und im Buch finden sich auch zahlreiche praktische Empfehlungen zu Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Auch andere wichtige Adressen fehlen nicht, wenn es beispielsweise um verlässliche Informationen geht, ob bestimmte Bereiche des Venns wegen Brandgefahr gerade gesperrt sind, was erfahrungsgemäß ziemlich häufig der Fall ist.

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