Gemeinschaftsschule Nordeifel: „Elternwille sollte maßgebend sein”

Von: ess
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Nordeifel. Die Bemühungen um eine Gemeinschaftsschule in der Nordeifel sind auf einem guten Weg.

Was dem stellvertretenden SPD-Unterbezirksvorsitzenden Stefan Kämmerling indes noch fehlt, ist ein klares Votum des direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz zu dieser Schulform.

Weil im Düsseldorfer Landtag die Einführung der Gemeinschaftsschule als zusätzliche Schulform gegen CDU und FDP nicht durchsetzbar gewesen sei, erfolge die Einführung nunmehr auf Antrag der Kommunen als Schulversuch unter Beteiligung der Eltern.

Als Einheitsschule abgelehnt

Kämmerling begrüßte das Vorhaben, in der Eifel das „rot-grüne schulpolitische Vorzeigeprojekt” einzuführen, welches im Landtag von der CDU- und FDP-Opposition „torpediert” werde. Der Sozialdemokrat forderte jetzt Wirtz auf, sich von seinen Aussagen im Landtagswahlkampf zu distanzieren. Seinerzeit habe der Christdemokrat die Gemeinschaftsschule als „Einheitsschule” bezeichnet und sie abgelehnt. Bis dato habe der CDU-Politiker seine Meinung nicht geändert, wie auf seiner Homepage nachzulesen sei.

Das holte Wirtz gegenüber unserer Zeitung nach. Er begrüße es ausdrücklich, dass sich die Kommunen in der Nordeifel auf den Weg gemacht hätten, um eine Gemeinschaftsschule einzurichten, ein Vorhaben, „dass ich ohne Wenn und Aber unterstütze”.

Nachdem die Bestandsgarantie für die Hauptschule aufgehoben worden sei, gehe die Tendenz in der CDU mehrheitlich zur Verbundschule, die zwar einen räumlichen und organisatorischen Zusammenschluss vorsehe, in welcher jedoch der Unterricht nicht so integrativ sei, wie bei einer Gemeinschaftsschule.

In einer Verbundschule seien die Konturen von Haupt- und Realschule besser zu erkennen. Allerdings würde diese Schulform für die Nordeifel nicht in Frage kommen, weil für eine Eingangsklasse 18 Anmeldungen erforderlich seien, es aber in der Nordeifel nur 15 Anmeldungen für die Hauptschule gebe.

Axel Wirtz bezeichnete es als „sehr gut”, dass die Kommunen die Eltern befragten: „Der Elternwille sollte maßgebend sein.”
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