Gemeinschaftshauptschule feiert Entlassung der Zehnerklassen

Von: Peter Offermann
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45 Schüler und Schülerinnen nahmen am Freitag Abschied von der Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen-Simmerath. Die Hälfte von ihnen schaffte den mittleren Abschluss und davon sechs sogar die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Für das Schulgebäude auf der Haag war es nach 40 Jahren die letzte Entlassfeier. Foto: P. Offermann

Monschau. „Heute ist der 12. Juni 2015, ein Freitag. Für manche ist dies ein Tag wie jeder andere – für uns alle jedoch ein ganz besonderer. Denn an diesem Tag haben 45 Schülerinnen und Schüler das letzte Mal die Bänke der Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen-Simmerath gedrückt. Für Euch alle beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Ihr habt jetzt alle Chancen – Chancen, die Eure Eltern, die wir, nicht mehr haben. Ihr habt die Chancen, die Augen zu öffnen. Was haben Eure Vorgänger falsch gemacht, was haben sie richtig gemacht? Chancen, die man mit einem Sonnenaufgang vergleichen kann. So ist es auch im Leben. Wenn man nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt – dann ist die Chance vorbei. Aber diese Chancen, die Ihr jetzt bekommt, bieten Euch auch die Möglichkeit, Euer Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ab morgen müsst Ihr selbst entscheiden.“

Mit diesen emotionalen Worten eröffnete Rektor Franz-Anton Dénes eine ganz besondere Abschlussfeier. Besonders betonte er hierbei das soziale Engagement seiner Schülerinnen und Schüler. Sichtlich stolz zeigte er sich über die gesammelten Gelder im Rahmen des Sponsorenlaufs, welche die Klassen den Erdbebenopfern in Nepal zukommen ließen.

In seiner Eröffnungsrede lobte er aber nicht nur die Absolventen, sondern verwies zum Schluss auch auf die verbliebenen Schülerinnen und Schüler, für die nach den Sommerferien ein Umzug ansteht. Gleichzeitig wünschte er auch dem gesamten Lehrerkollegium und den scheidenden Kolleginnen und Kollegen alles Gute für die Zukunft. Denn auch für die Pädagogen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt.

Anschließend ergriff der stellvertretende Bürgermeister des Stadt Monschau, Georg Kaulen das Wort. In seiner Grußbotschaft betonte er den besonderen Stellenwert, den diese Schule für ihn hat. So hat er in den Sommerferien 1974 während der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land als Ferienjobber tatkräftig bei der Fertigstellung des Gebäudes geholfen. Auch die Nutzung für so manche karnevalistische Veranstaltung brachten schöne Erinnerungen zum Vorschein. „Diese Räumlichkeiten erinnern mich an viele schöne Zeiten. Und so hoffe ich, dass dieses Gebäude auch Euch an viele schöne Zeiten erinnert.“

Abschließend wünschte Kaulen nicht nur dem Abschlussjahrgang alles Gute. Ein besonderer Dank galt allen Lehrerinnen und Lehrern sowie sämtlichen Mitarbeitern der Schule. „Zum Schluss bleibt mir nur ein Tipp an Euch alle. Bitte behaltet Eure Heimat immer in guter Erinnerung. Auch wenn Euch die Ausbildung in die Ferne treibt. Wir alle würden uns freuen, Euch irgendwann wieder in unserer Region zu sehen! Wir brauchen in dieser, unserer Heimat, einen starken Nachwuchs.“

Im Anschluss waren die Hauptpersonen des Abends gefragt und hießen ihre Gäste herzlich willkommen. Angekündigt durch Schülersprecher Sam Kutsch, welcher die Veranstaltung souverän moderierte, erinnerten sie in einer gewitzten Interpretation des ABC an Fächer, Anekdoten und so manch schönen und kuriosen Moment ihrer Schulzeit. Besonders lobten sie nicht nur ihre Lehrerinnen und Lehrer, die sie auf ihrem Weg stets begleitet haben. An diesem Abend war es für den sympathischen Abschlussjahrgang eine Selbstverständlichkeit, sich auch bei Hausmeister Arthur Lauscher, Sekretärin Walburga Förster und dem gesamten Raumpflegerinnen-Team mit kleinen Aufmerksamkeiten zu bedanken.

Zum Abschluss folgte traditionell der Höhepunkt des Abends – die Übergabe der Abschlusszeugnisse durch die Klassenlehrerinnen Sonja Weidner-Hille und Sabine Defourny. Musikalisch untermalt nahmen 45 Schüler und Schülerinnen Abschied ihrer Schulzeit und ihre Zeugnisse entgegen. Vier von ihnen mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9, 19 mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und 22 wurden mit dem mittleren Abschluss (ehemals Fachoberschulreife) ausgezeichnet – davon sechs mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Dem ganz besonderen Anlass angemessen, gab es für den letzten Abschlussjahrgang der Schule aber nicht nur Zeugnisse – jeder Absolvent erhielt darüber hinaus noch einen Luftballon in Herzform mit dem eigenen Namen versehen. Ein Symbol mit Aussagekraft!

Rückblick mit Wehmut

Verabschiedet wurde an diesem Abend aber nicht nur der Abschlussjahrgang 2015, welcher der letzte ist, der in den Räumlichkeiten der Gemeinschafthauptschule die Zeugnisse erhält. Nach 40 Jahren, in denen Generationen von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg in ihre weitere Laufbahn begleitet wurden, sind mit Beginn der Sommerferien in knapp zwei Wochen die Schotten der GHS auf der Haag dicht. So blickt auch mancher Lehrer an diesem besonderen Abend mit etwas Wehmut auf vergangene Zeiten. Und so bedeutet dies, dass mit Beginn des neuen Schuljahres auch für die verbleibenden 93 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer ein neuer Lebensabschnitt beginnt. In den Räumlichkeiten der Elwin-Christoffel-Realschule im Tal, für noch drei Jahre Seite an Seite mit der ECR.

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