Gemeinsamer Kraftakt rettet Schwimmhalle

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
schwimmhallebild
Frohe Kunde für Monschau: NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper (3. v. li.) überbrachte am Wochenende den Bewilligungsbescheid des Landes für die energetische Sanierung des Vennbades. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Ein spürbares Aufatmen ging am Wochenende durch Monschau, nachdem offiziell bekannt wurde, dass die Sanierung der einsturzgefährdeten Schwimmhalle jetzt umgehend in Angriff genommen werden kann. Schon im Herbst soll mit den Arbeiten am Vennbad an alter Stelle begonnen werden.

Seit dem 2. Dezember 2008 ist das Vennbad geschlossen. Sechs Millionen Euro kostet die energetische Sanierung, die in einem gemeinsamen Kraftakt gestemmt wird. Einen Festbetrag von zwei Millionen Euro steuert das Land NRW bei, mit mindestens der gleichen Summe beteiligt sich der Kreis Aachen, während die verbleibenden knapp zwei Millionen Euro aus dem Etat der Stadt Monschau finanziert werden.

Wie die finanzielle Beteiligung des Kreises konkret aussieht, soll am Montag in einem weiteren Gespräch mit Landrat Carl Meulenbergh geklärt werden.

Die frohe Botschaft, dass sich für eines der drückendsten Probleme in der Stadt eine schnelle Lösung abzeichnet, überbrachte am Wochenende NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper. Mit der Thematik war der Minister bereits beim seinem Frühjahrs-Besuch in Monschau konfrontiert worden. Da nun ein schlüssiges Finanzierungsmodell aufgestellt worden sei, stehe auch seitens des Landes einer „zügigen Bewilligung” nichts mehr im Wege.

Die städtische Beigeordnete Margareta Ritter, die das Finanzierungsmodell ausgearbeitet hatte, sprach davon, dass gleich mehrere Faktoren das nun vorliegende Ergebnis begünstigt hätten. Ende 2010 soll die Schwimmhalle wieder benutzbar sein.

Ab diesem Zeitpunkt aber werden die Gäste ein vollkommen verändertes Vennbad vorfinden. Das Schulschwimmen (1500 Stunden im Jahr) und der Schwimmsport bestimmen ab dann das Bild. Ein Spaßbad wird es nicht geben, die energetisch nicht mehr tragbare Außenrutsche wird abgebaut. Stattdessen konzentriert man sich aufs Kerngeschäft einer Schwimmhalle: Es gibt es vier 25 Meter-Bahnen und einen Drei-Meter-Sprungturm.

Ein Bereich für Kleinkinder und Barrierefreiheit in einem völlig neu gestaltete Baukörper sind weitere Bausteine des neuen Vennbades, das sich in erster Linie an Schulen und Vereinen richtet, aber weiterhin auch die touristische Nutzung erlaubt.

Kreisdirektor Helmut Etschenberg stellte noch einmal heraus, dass eine Schulstadt Monschau ohne ein Schwimmbad „undenkbar” sei.

Etschenberg ging auch auf die Standort-Diskussion im Vorfeld ein, die aber über „keinen realen Hintergrund” verfüge. Eine Schwimmhalle auf der Grenze zweier Kommunen sei wenig praktikabel, wobei er die Auslotung von Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit zwischen Monschau und Simmerath als positiven Ansatz bewertete.

Zur wirtschaftlichen Situation von so genannten Spaßbädern erläuterte Etschenberg, dass diese allesamt in hohem Maße defizitär arbeiteten.

Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx erinnerte noch einmal daran, dass die Stadt aus ihrer Verantwortlichkeit heraus nach Bekanntwerden des Gutachtens keine andere Möglichkeit gehabt habe, als das 40 Jahre alte Gebäude zu schließen.

Erfreut könne er nun feststellen, dass man in Monschau zügig für „Lösungskompetenz” gesorgt habe.

Monschaus CDU-Vorsitzender Alexander Lenders meinte, dass es letztlich die CDU sei, die Forderung nach einem neuen Schwimmbad auch mit Inhalt erfüllt habe, während es den CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz freute, dass es gelungen sei, an der Schwelle zur Städteregion Aachen die jetzt gefundene Lösung zu realisieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert