Monschau - Gemeinsame Trägerschaft bleibt weiterhin das Ziel

Gemeinsame Trägerschaft bleibt weiterhin das Ziel

Von: P. St.
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Monschau. Die Stadt Monschau wird beim Schulministerium den Antrag zur Genehmigung einer Gemeinschaftsschule einreichen. Standort soll die Elwin-Christoffel-Realschule sein.

Dies beschloss am Dienstagabend der Monschauer Stadtrat einstimmig. Im Falle der Genehmigung ist auch die „auslaufende Schließung” der Hauptschule Monschau-Roetgen und der Elwin-Christoffel-Realschule beschlossene Sache. Formal erfolgt diese Schließung zum 31. Juli 2012. Die bis dahin aufgenommenen Schüler werden aber noch bis zum Ende ihrer Schullaufbahn an der alten Schulform beschult.

Obwohl es zuletzt heftige Wortgefechte zwischen den Nachbarkommunen Monschau und Simmerath um den besseren Standort gab, soll das Ziel weiterhin die gemeinsame Trägerschaft einer Gemeinschaftsschule durch die drei Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath sein.

Zunächst wird Monschau den Antrag allein einreichen, denn ein gemeinsamer Antrag für die Teilnahme am Modellversuch wäre nur bei einer gemeinsamen Trägerschaft möglich. Daher sprach Bürgermeisterin Margareta Ritter auch von einem „zunächst kleinen Schritt”.

Die Hoffnung, dass dem gemeinsam entwickelten Konzept, der gemeinsamen Beratung und dem gemeinsam abgefragten Elternwille nun auch die gemeinsame Trägerschaft folgt, besteht weiter, warb Margareta Ritter für eine Beteiligung von Roetgen und Simmerath: „Das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule lebt von Inhalten und nicht von Standorten.”

Ein wesentlicher Teil des Konzeptes sei die Kooperation mit dem St. Michael-Gymnasium, was somit auch gegen einen geteilten Standort spreche. Selbst wenn es durchaus Argumente für das 5. und 6. Schuljahr an einem Standort Simmerath gebe, so hätten sich doch 72 Prozent der befragten Eltern für einen alleinigen Standort Monschau ausgesprochen. Über die streitbare Frage, ob für die Sanierung der ebenfalls zur Schließung auslaufenden Hauptschule Simmerath bereit stehende Fördergelder für Monschau umgewidmet werden könnten, ist für Margareta Ritter noch nicht das letzte Wort gesprochen, womit aber kein „feindlicher Angriff” gemeint sei. Es gehe an der Gemeinschaftsschule schließlich auch um Simmerather Kinder, und spätestens im zweiten Jahr (2014) brauche man eine Mensa.

Zur Standortfrage meinte die Bürgermeisterin schließlich noch, dass die Gemeinschaftsschule an der Elwin-Christoffel-Realschule, allein schon wegen der vorhandenen Lehrerstruktur starten werden. Denkbar, aber zurzeit noch kein Thema, sei in späterer Zeit ein Wechsel direkt neben das Gymnasium, also ins Hauptschulgebäude.

Auf einen politischen Schlagabtausch verzichteten die Fraktionen bei der Beratung. Alle Sprecher waren voll des Lobes für das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule, sich einig im Respekt vor dem Elternwillen und der Überzeugung, dass sich der Gedanke einer gemeinsamen Trägerschaft auch noch bei den Nachbarkommunen durchsetzen werde. Davon würden im Ergebnis alle profitieren.
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