Gemeinsame Strategie für Breitbandausbau in der Eifel

Von: ihk/hes
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Computermouse mit Aufklebern und Schneckenhaus, Symbolfoto Übertragungsgeschwindigkeit Computer Mouse with Stickers and Schneckenhaus Symbolic image

Nordeifel. Der Regionalausschuss für die Eifel der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen hat an die Kommunen und Kreisverwaltungen appelliert, die gemeinsamen Anstrengungen zum Ausbau der Netzinfrastruktur zu verstärken. Ziel müsse es sein, bis zum Jahr 2018 flächendeckend Übertragungsraten von mindestens 50 MBit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen.

Die Gewerbegebiete sollen dabei nach Vorstellung des Ausschusses vorrangig berücksichtigt werden. Um den Ausbau koordiniert voranzutreiben, regt der Ausschuss an, dass sich die kommunalen Partner kreisübergreifend auf einen strategischen Plan verständigen. „Ein Breitband-Internetzugang ist für den Wirtschaftsraum Eifel einer der wichtigsten Standortfaktoren“, sagt Ausschussvorsitzender Paul Berners: „Unternehmen sind immer stärker darauf angewiesen, große Datenmengen schnell und problemlos senden und empfangen zu können.“

Eine aktuelle Untersuchung des Internetportals „Breitband.NRW.de“ zeige, dass in weiten Bereichen der Eifel nach wie vor großer Nachholbedarf bestehe. Dies habe gravierende Folgen sowohl für die betroffenen Unternehmen als auch für den gesamten Wirtschaftsstandort – bis hin zum Verlust von Arbeitsplätzen und Einwohnern.

Trotz schwieriger Haushaltslage hätten die Kommunen in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Anstrengungen zum Ausbau der Netzinfrastruktur unternommen, betont Berners. Um die Ziele der Bundes- und Landesregierung bis 2018 zu erreichen, bedürfe es jedoch weiterer Bemühungen. Erfahrungen aus anderen Regionen zeigten, dass neben der Einwerbung von Fördergeldern vor allem gemeinsame Strategien zum Netzausbau helfen könnten, den Breitbandausbau voranzutreiben.

Die IHK Aachen will die Kommunen der Eifel in den kommenden Wochen dazu einladen, in einer Konferenz eine Linie für eine gemeinsam getragene Ausbaustrategie zu entwickeln.

Der Breitband-Atlas des NRW-Wirtschaftsministeriums zeigt für die Städteregion Aachen gewaltige Unterschiede auf. So ist Eschweiler hier in Sachen Breitbandausbau mit 81 Prozent verzeichnet, die Südkreiskommunen sind dagegen Diaspora: Gerade einmal 6 Prozent verzeichnet der Atlas für Roetgen, 5 Prozent für Simmerath und für die Stadt Monschau 0 Prozent. Dabei sind die jüngsten Ausbauprojekte in Teilen von Monschau und Simmerath aber offenbar noch nicht berücksichtigt.

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