Nordeifel - Gemeinsame Schule erst ab 2013 möglich

Gemeinsame Schule erst ab 2013 möglich

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. Nicht mit heißer Nadel soll die Sekundarschule Eifel gestrickt werden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die neue Schulform als Zweckverband der vier Eifelkommunen Hürtgenwald, Monschau, Roetgen und Simmerath jetzt doch erst zum übernächsten Schuljahr, also ab 1. August 2013, starten kann.

Das Tempo wird zurückgefahren, damit mehr Zeit bleibt, ein pädagogische Konzept aufzustellen oder auch die Vielzahl von organisatorische Fragen zu klären.

So lautete auch der Tenor einer informellen Zusammenkunft der Gemeinderäte aus Simmerath und Hürtengwald, die am Montagabend im Franziskus-Gymnasium Vossenack stattfand. Hier wurden zwar keine Beschlüsse gefasst, aber den Verwaltungen mit auf den Weg gegeben, bei der Planung einer Sekundarschule auch die Stadt Monschau und die Gemeinde Roetgen in die Verhandlungen einzubeziehen. „Es herrschte Einigkeit darüber, dass ein Zweckverband der vier Eifelkommunen die erstrebenswerte und sinnvolle Lösung darstellt,” Fasst Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Essenz des Gespräches zusammen.

„Zielführende Verhandlungen”

Die aktuelle Beschlusslage in Simmerath lautete immer noch, dass die Gemeinde Simmerath mit der Gemeinde Hürtgenwald „zielführende Verhandlungen zur Gründung einer Sekundarschule” führen soll. Diese Verhandlungen befanden sich auch bereits auf einem gut Weg, nachdem die Gemeinschaftshauptschule Simmerath, die Realschule Kleinhau und das Franziskus-Gymnasium Vossenack bereits eine pädagogisches Konzept erarbeitete hatten, das bei einer Informationsveranstaltung am 26. November im Vossenacker Gymnasium vorgestellt werden sollte. Parallel zu diesen Aktivitäten liefen Gespräche der Stadt Monschau mit der Gemeinde Hürtgenwald ebenfalls zwecks Schaffung einer Sekundar-Schulangebotes.

Die Informationsveranstaltung in Vossenack ist inzwischen abgesagt worden, nachdem ein Gespräch bei der Bezirksregierung am 14. November die Wende brachte. Bei diesem Termin war den Beteiligten deutlich gemacht worden, dass weder ein Monschauer noch ein Simmerather Antrag auf Bildung einer Sekundarschule genehmigungsfähig sei, wenn kein regionaler Konsens unter den vier Eifelkommunen hergestellt werden könne. Anders sähe diese bei einem gemeinsamen Antrag aus.

Ein mindestens sechszügige Sekundarschule an drei Stadtaorten (Monschau, Simmerath und Hürtgenwald) könnte dann eingerichtet werden. Aufgrund dieser Sachlage beschloss der Monschauer Stadtrat bereits einen Tag später, die Kooperationsverhandlungen auf Monschau und Hürtgenwald auszudehnen unter Sicherung eines Standortes Monschau.

Zwei Tage später fand der erste Schulgipfel zu Sekundarschule mit allen vier Eifel-Bürgermeistern im Rathaus Monschau statt, wo ebenfalls der Wille zu einer gemeinsamen Lösung ausgesprochen wurde. Während Simmerath und Hürtgenwald den Schulstart im Herbst 2012 für möglich halten, sieht Monschau diese Möglichkeit wegen der vielen zu klärenden Fragen nicht.

Karl-Heinz Hermanns ließ Bereitschaft erkennen, dass Simmerath und Hürtgenwald sich auch mit einem späteren Start anfreunden könnten.

Vor der Schulausschusssitzung am kommenden Donnerstag in Simmerath, wo das Thema Sekundarschule zur Beratung ansteht, betont der Simmerather Bürgermeister, dass es immer sein Ziel gewesen sei, gemeinsam mit Monschau und Roetgen ein Schulangebot mit einem Standort Simmerath einzurichten”. Er hege die Hoffnung, dass nun weiter konstruktiv an der Bildung einer Sekundarschule Eifel gearbeitet werde.

Hermanns: „In NRW gibt es den großen Schulkonsens, da muss uns auch auf kleiner Ebene der Konsens gelingen.”
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