Roetgen - Gemeindeübung: Was tun, wenn der Kindergarten brennt

Gemeindeübung: Was tun, wenn der Kindergarten brennt

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Probe für den Ernstfall: Die Feuerwehr Roetgener ist gut gerüstet. Was fehlt, sind Mitglieder, die in der Zeit zwischen 7 und 17 Uhr in Roetgen verfügbar sind. Foto: Feuerwehr

Roetgen. Was ist zu tun, wenn es im Kindergarten brennt? Dieser Frage ist die Feuerwehr Roetgen jetzt im Rahmen einer Gemeindeübung im Ortsteil Rott nachgegangen. Dabei galt es für die Einsatzkräfte, eine angenommene „Einsatzgroßlage“ im Kindergarten Rott zu meistern.

Gegen 19.30 Uhr wurden die ersten Kräfte unter dem Stichwort „Feuer SOS mit Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Kurze Zeit später waren die Einsatzkräfte aus Rott und Roetgen vor Ort. Mehrere vermisste Kinder mussten durch Einsatzkräfte, die unter Atemschutz das Gebäude durchsuchten, gefunden werden.

Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung von weiteren Einsatztrupps im Innen- und Außenbereich vorgenommen. Durch die Drehleiter wurde ein zweiter „Rettungsweg“ zum ersten Obergeschoss des Gebäudes hergestellt.

Hoher Ausbildungsstand

Die Einsatzleitung ließ aufgrund der Lage die Einsatzstelle sofort in zwei Einsatzabschnitte teilen. Ein „Verletztensammelplatz“ wurde eingerichtet. Dort wurden die Kinder, die die Einsatztrupps schnell gefundenen hatten, zur weiteren medizinischen Betreuung hingebracht.

Nach dem „Feuer aus“ gemeldet wurde, kam ein Hochleistungslüfter zur Entrauchung des Gebäudes zum Einsatz. „Die Einsatzkräfte haben diese Übung zu unserer äußersten Zufriedenheit gemeistert“, sagte Gemeindebrandinspektor Joachim Grefen. „Dies zeigt den besonders hohen Ausbildungsstand der Feuerwehr Roetgen“, so Grefen weiter.

Auch wenn bei dieser Übung für die Wehrleute „ideale“ Bedingungen herrschten, da die Wehr wochentags nach 17 Uhr in der Regel immer zahlreich vertreten ist, bleibt trotz groß angelegter Mitgliederwerbung der Feuerwehr, nach wie vor ein Problem bestehen: In der Zeit zwischen 7 und 17 Uhr sind, aufgrund auswärtiger Arbeitsstellen der meisten Mitglieder, nicht immer genügend Einsatzkräfte vorhanden.

„Ein neues Mitglied zu finden, welches tagsüber in Roetgen ist und die Feuerwehr unterstützen kann, ist ein echter „Lottogewinn für unsere Wehr“, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr.

Besonders ging Joachim Grefen nach der Übung auf die beengten Platzverhältnisse, die tagsüber durch den An- und Abholverkehr der Eltern am Kindergarten entstehen, ein. „Dies stellt im Ernstfall ein sehr großes Problem für anrückende Einsatzfahrzeuge dar“, sagte Grefen.

Deshalb appelliert der Gemeindebrandinspektor an die Eltern der Kindergartenkinder, darauf zu achten, dass die notwendigen Rettungswege frei gehalten werden, oder noch besser im Bereich der Lammersdorfer Straße zu parken.

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