Gemeindeübung für die Rettungsorgane: „Leben retten“ heißt das Ziel

Von: peo
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Für den Notfall bestens gerüstet: Die Rettungskräfte der Gemeinde Simmerath proben bei einer realitätsnahen Gemeindeübung den Ernstfall. Foto: Peter Offermann

Simmerath. „Ich möchte mich bei Euch allen für Eure Teilnahme an dieser Gemeindeübung, insbesondere bei diesen Temperaturen und bei diesem Wetter, recht herzlich bedanken. Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere an diesem Tag auch etwas anderes mit seiner Freizeit hätte anfangen können.

Daher meinen aufrichtigen Dank, dass Ihr alle so zahlreich erschienen seid. Ich hoffe, die simulierten Aufgaben waren nach Eurem Geschmack und Ihr konntet alle etwas für Euch mitnehmen.“ Mit diesen Worten dankte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) aus Simmerath, Christian Förster, den über 100 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes für die Teilnahme an der diesjährigen Übung der Gemeinde Simmerath, die bei sonnigen 30 Grad am Freitagabend rund um den Rursee stattfand.

Nach einer kurzen Einsatzbesprechung auf dem Parkplatz Russenfriedhof zwischen Kesternich und Rurberg machten sich die Rettungskräfte mit 24 Einsatzfahrzeugen und in voller Montur auf den Weg zu ihren Einsatzorten. Im Mittelpunkt der Übung standen diesmal eine technische Unfallrettung auf dem Streckenabschnitt Rurberg und Einruhr sowie die Löschung eines Waldbrandes in Einruhr. Ein solcher Bereitstellungsraum, von denen es in der Städteregion unzählige gibt, ist dabei von großer Wichtigkeit für die Rettungskräfte.

Von hieraus lassen sich bei Großeinsätzen Organisation, Einsatzmittel und Planung durch die Einsatzleitung perfekt steuern. Diese Orte befinden sich meist in naher, zentraler, aber sicherer Lage zu den jeweiligen Einsatzgebieten und können bei über mehrere Tage andauernden Einsätze, wie beispielsweise bei Waldbränden, leicht mit Zelten und Verpflegungsstellen für die diverse Kräfte ausstattet werden. So kann bei der Bekämpfung von Gefahren schnell auf Veränderungen reagiert werden.

Praxisnahe Übungen

Bei der Begehung der beiden Einsatzgebiete zeigte sich sehr deutlich, dass die Einwohner der Gemeinde Simmerath bestens für den Ernstfall geschützt sind. Wie die Zahnräder eines Schweizer Uhrwerks gingen die größtenteils freiwilligen Helfer die sehr realistisch dargestellten, katastrophalen Unfallsituationen an. Unter Anwendung ihrer technischen Ausrüstung bargen sie behutsam die Personen aus den aufgestellten Wracks. Hierbei wurde sehr praxisnah und unter realistischen Bedingungen für den Ernstfall geprobt.

Aber auch bei der Bekämpfung eines Waldbrandes war beeindruckend, mit welcher Akribie und Disziplin die Rettungskräfte zur Tat schritten. Besonders wichtig ist die gute Zusammenarbeit Freiwilliger Feuerwehr mit dem Malteser Hilfsdienst, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz. „Wir haben nur ein gemeinsames Ziel: Das Leben eines Menschen zu retten.

Gegeneinander zu arbeiten bringt uns und den Menschen, für die wir da sind, nichts. Das funktioniert in Simmerath perfekt, nicht nur bei den Übungen, sondern auch im Notfall“, betonte Christian Förster die stets gute Zusammenarbeit der vier Rettungsorgane. Insgesamt darf die Gemeinde auf über 330 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zählen, die bei jedem Wetter für die Sicherheit der Bürger sorgen. Dies macht sie zur größten FFW in der gesamten Städteregion.

Zusammenarbeit funktioniert gut

„Auch von meiner Seite aus möchte ich mich bei Ihnen allen recht herzlich bedanken, dass sie so zahlreich bei diesen Temperaturen an der Gemeindeübung teilgenommen haben. Es ist sehr schön zu sehen, wie Sie gemeinsam Hand in Hand als Rettungsorgane zusammenarbeiten. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das freut mich und ist Klasse für unsere Bürger und zeigt, dass diese im Ernstfall bestens geschützt sind“, schloss sich Roger Nießen als Vertreter der Gemeindeverwaltung Simmerath dem Lob von Christian Förster an. Anschließende fand der Abend seinen Ausklang in lockerer Atmosphäre und bei guter Verpflegung, welche sich die Kräfte für ihren guten Einsatz mehr als verdient hatten.

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