Gemeinde Simmerath zeichnet zwölf Ehrenamtler aus

Von: ale
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Neben der Verleihung des Ehrenpreises des Bürgermeisters, der Ehrung für besondere Leistungen und der Verleihung neuer Ehrenamtskarten bildete die Ehrung verdienter Personen aus den einzelnen Orten der Gemeinde Simmerath wieder einen Höhepunkt des Ehrenamtstages. Foto: A. Lauscher

Eicherscheid. In Simmerath wird vorbildliche ehrenamtliche Arbeit geleistet; einmal im Jahr lädt der Bürgermeister ein, um dieses Engagement zu würdigen. In der Eicherscheider Tenne fand am Freitag der „Tag des Ehrenamts“ einen würdigen Rahmen.

Neben der Verleihung des Ehrenpreises des Bürgermeisters, der Ehrung für besondere Leistungen und der Verleihung neuer Ehrenamtskarten bildete die Ehrung verdienter Personen aus den einzelnen Orten wieder einen Höhepunkt des Ehrenamtstages.

„Baccara“ lässt die Bühne brennen

Ehe es so weit war, überraschte „Baccara“, eine Tanzgruppe aus Eicherscheid, das Publikum: Fünf starke schöne Männer und zehn flotte junge Damen setzten originelle Ideen zum Thema Feuerwehr um, schwungvoll und akrobatisch. Dann gehörte die Bühne wieder den Ehrenamtlern; aus jedem Ort der Gemeinde hatten Ortsvorsteher und Ortskartell einen Kandidaten ausgewählt, aus Simmerath und Lammersdorf wegen der Ortsgröße zwei Kandidaten.

Woffelsbach machte den Anfang. Bruno Nellessen stellte für das Ortskartell Helmut Prickartz vor, der aufgrund seiner Verdienste im Dorf- und Vereinsleben in diesem Jahr den Rurseeorden verliehen bekam. Er stand mit „Rat, Tat und Geräten zur Verfügung“ bei der Renovierung der Kapelle; er ist Leutnant bei den Rurberger Schützen, war Schützenkönig und Gemeindekönig. Er war zwanzig Jahre lang Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr, ist bei der DLRG tätig und bildet Bootsführer aus.

„Ich bin stolz, Ihnen heute Abend Peter Greuel vorstellen zu können“, sagte Bruno Löhrer, der Ortsvorsteher von Strauch. Dieser sei 35 Jahre „an vorderster Front“ beim Trommler- und Pfeiferkorps dabei gewesen, zwanzig Jahr als Vorsitzender. Er hat die musikalische Ausbildung verbessert und tolle Feste organisiert. Doch auch die Planungen für die Erweiterung des Pfarrheims und die Verwirklichung tragen seine Handschrift, mehr als 2000 Arbeitsstunden hat er hier geleistet. „Unter seiner Verantwortung ist ein Schmuckstück für unser Dorf entstanden“, sagte Bruno Löhrer.

Der Ortsvorsteher von Steckenborn, Alex Stiel, brachte Emil Jung mit auf die Bühne. Dieser habe sich über 60 Jahre lang der Musik verschrieben, den Musikverein Melano mit gegründet, dem er über zwanzig Jahre vorstand. Er war elf Jahr lang Dirigent der Show- und Swingband Melano und übernahm „als Vollblutmusiker auch die Aus- und Fortbildung des Nachwuchses“.

Stefan Haas stellte für Simmerath Sofia Hoffmann und Günter Hermanns vor. Sofia Hoffmann setzt sich besonders für die Landfrauen ein und ist seit 1999 Vorsitzende der Simmerather Landrauen, außerdem seit 2003 stellvertretende Bezirksvorsitzende. Sie sorgte mit ihrem Elan für deutlichen Mitgliederzuwachs und organisiert jedes Jahr eine tolle Karnevalsfeier sowie erlebnisreiche Tagesfahrten.

Günter Hermanns ist ein Vereinsmensch: Seit 50 Jahren übt er das Amt des Schriftführers im Kameradschaftlichen Verein aus; in der Freiwilligen Feuerwehr war er 46 Jahre aktiv; er spielte als Flötist im Spielmannszug und erhielt für 50 Jahre als Förderer der Musik die Ehrennadel in Gold mit Diamant. Die Kevelaerbruderschaft freut sich, dass er jedes Jahr seinen Transit zum Transport zur Verfügung stellt.

Heiner Jansen, der Ortsvorsteher von Rurberg, fasste sich wirklich kurz, um die wesentlichen Verdienste von Bruno Nellessen herauszuheben: Seine große Liebe sei der Eifeler Karneval, den Rurberger Kiescheflitschern gehört er seit 44 Jahren an, seit 33 Jahren ist er ihr Präsident. Er ist seit zwanzig Jahren Vorsitzender des Ortskartell Rurberg-Woffelsbach, außerdem ist er Vorsitzender des Vereins für Heimat und Dorfgeschichte, der eine viel beachtete Dorfchronik herausgab.

Vroni Wilden sei eine Powerfrau, die immer nach vorne blicke, sagte Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp. „Es gibt kein Fest im Dorf ohne Vroni“, berichtete er und hob ihr Engagement in der Pfarre hervor: Sie besucht Geburtstage und organisiert Beerdigungskaffee. Sie hilft bei der Sportwoche, sie näht für Vereine, und sie führt zweimal im Jahr eine Kleidersammlung zugunsten der Eifeler Christen durch.

Aus Lammersdorf stellte Robert Johnen Hans Rosskamp und Henning Sybertz vor: Hans Rosskamp ist seit über 25 Jahren Vorstandsmitglied der Jagdgenossenschaft Lammersdorf, seit siebzehn Jahren setzt er sich in der Landwirtschaftskammer NRW ein, er ist seit fünf Jahren Kreislandwirt. Als Vorsitzender des VLF – Verband landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen – kümmert er sich um Weiterbildungsveranstaltungen. Und dem Kirchenchor gehört er seit 42 Jahren an, dort ist er seit mehr als 15 Jahren Vorsitzender und hat für einen bemerkenswerten Aufschwung gesorgt.

Henning Sybertz hat sich durch seine Aktivitäten in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, Stamm Maximilian Kolbe, hervorgetan. Er war jahrelang im Vorstand tätig und hat sich sehr engagiert beim Restaurieren und Umbauen des „Waggon“, der den Pfadfindern als Treffpunkt dient. Auch bei Pfingst-, Sommer- und Adventlagern mit bis zu 100 Kindern ist sein Organisationstalent gefragt, die Beteiligung an der „72-Stunden-Aktion“ ist für ihn und seine Pfadfinder selbstverständlich.

Ulrich Offermann, Ortsvorsteher von Kesternich, stellte Helmut Hoß vor. Dieser war nach seinen Worten „ein Glücksfall für den TSV und für das ganze Dorf“. Über 30 Jahre war er im Vorstand des TSV, davon 13 Jahre Vorsitzender. In seine Zeit fiel der Brand des Sportheims 1978 und die Organisation des Neubaus. Nun ist er Hausmeister des Sportheims, aber auch im Pfarrgemeinderat ist er aktiv.

Aus dem Ortskartell Einruhr- Erkensruhr war Georg Breuer vorgeschlagen worden. „Er setzt sich seit fünfzig Jahren für sein Dorf Einruhr ein“, berichtete der Ortsvorsteher, Christoph Poschen. Georg Breuer, der auf dem Hof Rösberg auf der anderen Seite des Obersees zu Hause ist, packt stets mit Herz und Hand an, wenn man ihn braucht, beispielsweise beim Bau des Wassertretbeckens oder des Brunnens für das Heilsteinwasser. Er organisierte auch das grandiose Jubiläum „40 Jahre Dorf am See“ mit.

Günter Scheidt, der Ortsvorsteher von Eicherscheid, brachte Dieter Käfer mit auf die Bühne. Ihn kennt in Eicherscheid jeder; er ist nicht nur der St. Martin, er ist seit mehr als 33 Jahren im Vorstand des Reit- und Fahrvereins aktiv, er betreut die Voltigiergruppe und ist als Ausbilder und Helfer in vielen Sparten der Reiterei und bei Turnieren aktiv.

Hans-Josef Hilsenbeck, Ortsvorsteher von Dedenborn, stellte Martha Bongard vor, die zwar kein Vorstandsamt bekleide, sich dennoch vorbildlich und uneigennützig in Vereinen und kirchlichen Gremien engagiere. Sie hilft bei Ferienspielen und Aufführungen wie beispielsweise Nikolausfeiern; sie wickelt Kränze für dörfliche Feste, sie besucht die kranken und alten Menschen in der Vorweihnachtszeit.

„Das Dorf profitiert von Menschen, die wie du tatkräftig und selbstverständlich wirken, ohne sich in den Vordergrund zu drängen“, sagte Hans-Josef Hilsenbeck, und dieses Lob galt an diesem Abend wohl für alle neuen Träger des Ehrenamtspreises der Gemeinde Simmerath.

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