Simmerath - Gemeinde Simmerath will mit Mobilfunknetzanbietern Gespräche führen

Gemeinde Simmerath will mit Mobilfunknetzanbietern Gespräche führen

Von: P. St.
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Zwar gibt es einige leistungsfähige Basisstationen im Gemeindegebiet Simmerath (wie hier auf dem Turm der Leitstelle am Kranzbruchvenn), aber von einer lückenlosen Versorgung kann keine Rede sein. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Am Sonntag, 25. September, hatte eine Gruppe von niederländischen Touristen einen Ausflug an den Obersee unternommen. In Einruhr wollten sie an der dortigen Ladesäule ihr Elektrofahrzeug wieder mit Energie versorgen. Aufgrund der schwachen Internetverbindung gelang es ihnen aber nur mit großer Mühe, den Bezahlvorgang per Handy abzuwickeln.

Diese Begebenheit kam auch Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen zu Ohren, wie auch weitere Ausfallerscheinungen im Mobilfunknetz der Gemeinde Simmerath, vornehmlich im Rurtal. Diese verstärkt auftretenden Klagen nahmen daher CDU- und Grünen-Fraktion zum Anlass, das Thema in der zurückliegenden Sitzung des Strukturausschusses zur Sprache zu bringen.

Speziell aus Woffelsbach hatten sich in diesem Sommer die Beschwerden darüber gehäuft, dass insbesondere an den Wochenenden einige Netze massiv überlastet seien. Diese Ausfälle führten die Antragsteller zurück auf die große Anzahl von Jugendlichen, die sich an den Sommerwochenenden am Rursee aufhält und auch entsprechend intensiv Smartphones und Flatrates nutzt. Selbst die normalen Telefonverbindungen seien zeitweise gestört gewesen.

Nun machten sich die Antragsteller weniger Sorgen darum, dass die Jugendlichen bei der Nutzung ihrer Smartphones an Grenzen stoßen sondern vielmehr darum, dass es auch eventuell beim Absetzen von Notrufen zu netzbedingten Störungen kommen könnte.

Eine „zeitgemäße Versorgung“ mit Mobilfunknetzen in der Gemeinde Simmerath sei daher unbedingt erforderlich, auch weil es andernfalls zu Standortnachteilen für die Gemeinde Simmerath kommen könne, hieß es in dem Schreiben an den Bürgermeister.

Dem Wunsch der Antragsteller, Kontakt mit den Mobilfunknetzbetreibern aufzunehmen, war die Gemeindeverwaltung bereits nachgekommen, aber wie André Koll von der Strukturabteilung jetzt in der Sitzung berichtete, sei es überaus schwierig, von den Netzanbietern Information über die Qualität des Netzes zu erhalten. Man dürfe aber davon ausgehen, dass die angesprochenen Probleme inzwischen nicht mehr auftreten würden, da auf einigen Basisstationen Antennen ausgetauscht worden seien.

Erstellung eines Konzepts

Dies konnte auch Antragsteller Christoph Poschen bestätigen, der ebenfalls vernommen hatte, dass die Situation sich inzwischen gebessert habe. Dennoch hat die Verwaltung den Netzanbietern Fragen zur Abdeckung des Gemeindegebietes und Standorten der Basisstationen gestellt. Netzbetreiber in der Gemeinde Simmerath sind Telekom, Vodafone und O2/E-plus.

Der Ausschuss beschloss, dass diese Gespräche fortgesetzt werden sollen. Außerdem soll die Verwaltung Angebote von externen Beratungsbüros einholen zwecks Erstellung eines Mobilfunkkonzeptes für das Gemeindegebiet Simmerath mit dem Ziel zu einer zeitgemäßen Mobilfunkversorgung zu gelangen.

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