Geldautomat der Sparkasse aufgesprengt

Von: Ernst Schneiders
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Ein großes Loch klafft in der Wand der Sparkasse. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Eine Detonation reißt in der Nacht zu Donnerstag gegen halb vier Anwohner der Bundesstraße und umliegender Straßenzüge in Roetgen aus dem Schlaf. In die Seitenwand der Sparkassenfiliale war gerade ein großes Loch gesprengt worden.

Der Geldautomat war dabei zu Bruch gegangen, wohl Ziel und Zweck der Aktion. Einige Anwohner hatten kurz vor der Detonation verdächtige Personen in der Filiale gesehen und die Polizei alarmiert. Als die Beamten anrückten, war bereits alles vorbei. Die Täter waren samt Beute in einem dunklen Pkw geflüchtet, wie Augenzeugen angaben.

Am Donnerstagvormittag war der Pavillon, der den Charme der 70er Jahre versprüht, weiträumig mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Uniformierte sorgten dafür, dass keine Neugierigen das Bankgebäude betraten und der Spurensicherung ins Gehege kamen.

Dürre Informationen

Die Informationen aus dem Polizeipräsidium waren zunächst recht dürr. Der Vorfall wurde bestätigt, und dass die Polizei Spuren sichere und fahnde. Keinen Kommentar gab es von der Sparkasse. Das sei in solchen Fällen grundsätzliches Prozedere, denn man wolle nicht durch irgendwelche Stellungnahmen die Arbeit der Polizei stören, so Pressesprecher Walter Franzen.

Stunden später dann doch Neuigkeiten: Nach bisherigen Erkenntnissen seien mehrere Täter zugange gewesen, so Polizeisprecher Michael Houba. Zu Schaden gekommen sei niemand, die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet, und der Tatort werde noch im Verlaufe des Tages freigegeben, so dass die Sparkasse dann mit Gebäudesicherung und Renovierung beginnen könne. Zur Höhe der Beute machte Houba keine Angaben: „Wir möchten keine Nachahmer auf den Plan rufen.”

Ob der Anschlag auf die Sparkassenfiliale an der Roetgener Hauptstraße und die Attacke vom Donnerstag auf das Konto der selben Täter gehen, vermochte der Polizeisprecher nicht zu sagen: „Es gibt Parallelen, aber mehr können wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.” Unter anderem dürfte es aufschlussreich sein, ob die Zusammensetzung des Sprengstoffs identisch ist.

Anfang des Monats waren in der Sparkasse an der Hauptstraße, mitten im Ort, zwei Geldautomaten gesprengt worden. Die Täter hatten sich mit Brachialgewalt Zutritt zum Gebäude verschafft. Auch vor knapp zwei Wochen waren die Täter mit der Beute in Nullkommanix verschwunden. Die Polizei mutmaßte seinerzeit, es seien Profis am Werke gewesen.

Wieder eine Woche zuvor war der Versuch, in derselben Filiale eine Geldautomaten zu knacken, gescheitert.
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