Aachen - Gelände-Spektakel in der Soers

Gelände-Spektakel in der Soers

Von: Amien Idries
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Noch fehlt das Wasser: An der
Noch fehlt das Wasser: An der Stelle, an der sich Kursdesigner Rüdiger Schwarz (von links), Bundestrainer Hans Melzer und CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman an ein Hindernis lehnen, werden sich am 17. Juli die Vielseitigkeitsreiter mit ihren Pferden in die Fluten stürzen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Spektakuläre Aktionen für die Zuschauer und Sicherheit für Pferde und Reiter. Das sind die beiden Pole, innerhalb derer sich das Vielseitigkeitsreiten bewegt. Insbesondere der Geländeritt - neben Dressur und Springreiten die dritte Disziplin beim „Eventing” - erfreut sich beim CHIO-Publikum großer Beliebtheit und stellt die vier- und zweibeinigen Athleten vor große Herausforderungen.

„Diese Sportart ist deshalb so beliebt, weil man vor allem hier in Aachen schöne Ritte, aber keine bösen Stürze sieht”, erläutert CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman bei der Vorstellung der Geländestrecke. Gründe dafür seien die strenge Auswahl der Pferde und Reiter, bei der man auf Klasse statt Masse setze, sowie der Parcours, der wie in den Vorjahren von Rüdiger Schwarz gestaltet wurde.

„Wir wollen alle ins Ziel bringen, aber den Kurs auch so anspruchsvoll gestalten, dass man sieht, welches Paar das beste ist”, formuliert Schwarz den Anspruch an seine Arbeit. Während Fußball-Deutschland auf der Jagd nach dem vierten Stern ist, hat man sich beim CHIO deshalb bewusst für drei Sterne entschieden. Das entspricht der zweithöchsten Schwierigkeitsstufe. „Sie unterscheidet sich von der mit vier Sternen vor allem durch die kürzere Distanz”, sagt Kemperman.

Um den Kurs sicher zu gestalten, hat der Designer auf weitere Möglichkeiten zurückgegriffen: „Wichtig ist, die technisch anspruchsvollen Komplexe, so nennen wir eine Kombination aus vier bis fünf Hindernissen, in der ersten Hälfte des Kurses anzubieten”, konkretisiert Schwarz. Da seien die Tiere noch frisch und daher konzentrierter. Außerdem gebe es zwischen den Komplexen hindernisfreie Strecken, auf denen „aktive Erholung” möglich sei. Darüber hinaus seien an mehreren der 26 Hindernisse Alternativwege vorgesehen, die mehr Zeit kosten, aber weniger risikoreich sind.

Apropos Zeit. Auf die kommt es beim Geländeritt an. In etwa sieben Minuten werden die besten der 40 Mensch-Tier-Paare am Samstag, 17. Juli, die Runde durch die Soers bewältigen. Die beiden anderen Disziplinen werden bereits am Freitag zuvor ausgetragen. „Beim abschließenden Geländeritt wird in umgekehrter Reihenfolge gestartet”, sagt Kemperman. Das heißt: Der nach Dressur und Springen Führende geht als Letzter ins Gelände.

Das hat auch der deutsche Eventing-Bundestrainer Hans Melzer begutachtet: „Aachen ist der beste Turnierplatz der Welt und für uns ist diese Veranstaltung eine hervorragende Vorbereitung auf die Weltreiterspiele in Kentucky, bei denen wir als Mannschaft unseren Titel verteidigen wollen.” Und beim Titelverteidigen kennen sich die deutschen Vielseitigkeitsreiter aus. Seitdem „Eventing” als offizieller Wettkampf im CHIO-Kalender steht, gab es sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft nur deutsche Sieger. Ein Ergebnis, mit dem Melzer auch 2010 leben könnte. Kemperman weniger. „Ich fände es ein bisschen langweilig”, gibt der gebürtige Niederländer mit einem Augenzwinkern zu Protokoll.
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