Gegen Wildwuchs des Nachbarn ist kein Kraut gewachsen

Von: P. St.
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Seit sechs Jahren verwildert die Wiesen-Parzelle jedes Jahr ein Stück mehr.

Mützenich. Jeden Tag, wenn Brigitte Gombert aus Mützenich zu ihrem hübsch gelegenem Haus im Grünen in den Steinbüchel kommt, ärgert sie sich. Das hat aber nichts mit ihrem Anwesen zu tun, sondern mit dem unbebauten Grundstück in ihrer direkten Nachbarschaft.

Seit sechs Jahren liegt die Wiesen-Parzelle brach und verwildert jedes Jahr ein Stück mehr. Gras, Disteln und Büsche wachsen immer höher und sorgen für eine Art Steppenlandschaft. „Unser Haus sieht man kaum noch“, sagt Brigitte Gombert. Sie kann nicht verstehen, dass in einer beim Dorfwettbewerb mehrfach hoch dekorierten Ortschaft ein solcher Schandfleck geduldet wird.

Sie hat den in Eilendorf lebenden Grundstückseigentümer auch bereits kontaktiert, aber ohne Ergebnis. Vor zwei Jahren, erzählt sie, habe einmal ein Gartenbau-Unternehmen damit begonnen, das Grundstück freizuschneiden, aber die Arbeiter hätten ebenso schnell die Geräte wieder eingepackt, weil sich mit der Zeit jede Menge wilder Müll angesammelt habe, was die Pflege enorm erschwere. Nur zwei Füchse seien aus dem hohen Gras herausgesprungen.

Brigitte Gombert hat auch bereits Hilfe bei der Stadtverwaltung Monschau gesucht, aber die Einwirkungsmöglichkeiten der Kommune sind nur gering, denn grundsätzlich ist es zunächst einmal Sache des Eigentümers, wie er es mit der Pflege seines Grundstückes hält.

„Unser Bauhof kann das nicht leisten“, betont Bürgermeisterin Margareta Ritter, auch im Hinblick auf ähnlich ungepflegte Flächen im Stadtgebiet.

Andererseits kann die Bürgermeisterin auf eine offenbar nahende Entspannung der Situation verweisen: Das in Rede stehende Grundstück sei inzwischen veräußert und eine Baugenehmigung erteilt worden.

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