Gefahrenstelle bleibt bis Februar

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
K34_bild
Dort, wo jetzt noch kräftig gearbeitet wird, werden ab 2011 die Autos fahren: Während im Hintergrund die Fahrzeuge auf der A44 die Baustellenumfahrung nutzen, ist die Fahrbahn in Richtung Aachener Kreuz auf der künftigen Autobahnbrücke bereits gegossen. Ende Oktober soll auch die Fahrtrichtung Düsselorf betoniert sein. Foto: Ralf Roeger

Würselen/Aachen. Das wird viele Autofahrer bestimmt nicht freuen: Die Baustellenumfahrung auf der A44 zwischen der Anschlussstelle Broichweiden und dem Autobahnkreuz Aachen wird später abgebaut als ursprünglich geplant.

Gingen die Verantwortlichen zunächst davon aus, dass die verschwenkten Fahrbahnen rund ein Jahr bis zum November 2010 befahren werden müssen, soll die Gefahrenstelle, in der es immer wieder scheppert, jetzt erst im Februar kommenden Jahres geräumt werden, wie Hubert Philippengracht, Leiter des städteregionalen Amtes für Immobilienmanagement und Verkehr, bei einer Baustellenbesichtigung der Fachpolitiker erläuterte.

Grund sei der extrem harte Winter, der für einen Zeitverzug von vier bis sechs Wochen gesorgt habe. „Da wir nicht wissen, wie hart der kommende Winter wird, gehen wir vorsichtshalber nun von Februar 2011 aus”, sagt der Amtsleiter.

Die Umfahrung ist im November 2009 wegen des Baus der Kreisstraße34 eingerichtet worden, die derzeit mit einem Volumen von rund zwölf Millionen Euro das größte städteregionale Straßenbauprojekt ist. Die Ortsumgehung soll laut Philippengracht voraussichtlich ab Mai 2011 das Würselener Gewerbegebiet Aachener Kreuz mit dem Flugplatz Merzbrück in der Nähe der Anschlussstelle Broichweiden verbinden und unterquert die Autobahn. Damit die notwendige Brücke, die rund zwei Millionen Euro kostet, möglichst schnell gebaut werden kann, wurde auf der Autobahn um diese Baustelle ein Bogen geschlagen.

Das heißt: Die Fahrbahnen sind verschwenkt worden. Wo die alte Trasse der A44 verlief, wird derzeit die Brücke gebaut, unter der demnächst der Verkehr auf der K 34 fließen wird. Dabei sind auf der Brücke inzwischen die Fahrspuren in Richtung Aachener Kreuz betoniert worden. In vier bis sechs Wochen sollen die Fahrbahnen in Richtung Düsseldorf fertig sein. „Der Rohbau ist Ende Oktober fertig”, sagt Philippengracht. Erst danach kann die K34, die in weiten Teilen bereits asphaltiert ist, zu Ende gebaut werden. Da die A44 im Zuge des Umbaus des Aachener Autobahnkreuzes bis Broichweiden sechsspurig ausgebaut wird, wird die Brücke bereits entsprechend breit gebaut.

Philippengracht geht davon aus, dass täglich rund 10.000 Fahrzeuge die neue Straße nutzen werden. Während des Umbaus des Aachener Kreuzes könnte die Ortsumgehung nach Expertenmeinung als zusätzliche Verkehrsentlastung dienen.

Jede Menge Erde, Beton und Stahl

Die auch Osttangente genannte Kreisstraße 34 ist 2,9 Kilometer lang, für die Straße mussten 100.000 Kubikmeter Erde bewegt werden. Die Brücke ruht auf 54 Betonpfählen - hierbei wurden alleine 2000 Kubikmeter Beton und 340 Tonnen Stahl verbaut.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert