Gefahrenpunkt: Brückengeländer des Bahndamm ist zu kurz

Von: Ernst Schneiders
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Wer, wie  auch immer, vom Rave
Wer, wie auch immer, vom Ravelweg abkommt und dort hinabstürzt, der kracht einige Meter weiter unten auf den Asphalt. Das Geländer an der Brücke ist zu kurz. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Der Bahndamm ist hoch und das Geländer zu beiden Seiten ist kurz - zu kurz. Denn zu beiden Seiten der Brücke fällt das Gelände schräg und steil ab. Bis auf die Kante einer Bruchsteinmauer. Von dort aus geht es gut und gerne drei Meter in die Tiefe. Wer dort den Halt verliert und hinabstürzt, hat extrem schlechte Karten.

Bei der Begehung des 1. Bauabschnitts vor dessen Freigabe sei das fehlende Geländer „angemahnt” worden, erklärte Holger Benend, Pressesprecher der Städteregion, auf Anfrage.

Die entsprechenden Aufträge seien vergeben und man hoffe an der Aachener Zollern-straße, noch in diesem Jahr die Sache erledigen zu können. Allerdings müsse zunächst die Frage der Entwässerung geklärt werden, denn derzeit laufe das Regenwasser „unkontrolliert” die Böschungen hinab, und es bestehe die Gefahr, diese Böschung zu unterspülen.

Ein Gefährdung durch das fehlende Geländer sei bei der Begehung allerdings nicht erkannt worden. Handlungsbedarf gebe es somit nicht, denn der Ravel-Radweg sei immerhin 1,5 Meter vom Geländer entfernt. Man sei nicht der Meinung, dass dort „Gefahr im Verzuge” sei.

Das sahen Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde am Abend zuvor anders. Weniger für Erwachsene, wohl aber für Kinder seien das brandgefährliche Stellen, hieß es. „Wenn dort ein Kind hinabstürzt....” Dirk Meyer vom Bauamt erklärte, es gebe Kontakt zur Städteregion und die habe Abhilfe zugesagt.

Mit einem Anruf im Rathaus ist es der Lokalredaktion am Mittwoch gelungen, die Verwaltung für die möglichen Gefahrenpunkte zu sensibilisieren. Heinz Mertens, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, setzte Mitarbeiter in Marsch, um die Lage in Augenschein zu nehmen. „Die Kollegen waren draußen, haben die Situation dokumentiert und fotografiert”, erläuterte Mertens.

Mertens will den Donnerstag abwarten, bevor er reagiert. Zunächst sei die Städteregion als verantwortliche Behörde am Zuge. Auch müsse man berücksichtigen, dass es sich um belgisches Staatsgebiet handele. Mertens: „Ich tue mich im Augenblick schwer, dort etwas zu unternehmen, denn dann hat die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht.”

Angesichts des nasskalten Wetters, das die Radfahrer nicht gerade in Scharen anlocke, „habe ich ein gutes Gewissen, bis Donnerstag zu warten”. Sollte die Städteregion bis dahin nicht reagiert haben oder nicht reagieren wollen, werde die Gemeinde Roetgen noch vor dem Wochenende, das schönes Wetter verheißt, aktiv. Mertens: „Das kann nicht so bleiben. Da muss etwas unternommen werden!”
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