Gefahr droht aus Monschau

Von: M. S.
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Eicherscheids CDU-Ortsverbandsangehörige sehen sich zur Lösung politischer Herausforderungen „bestens aufgestellt“. Seit März führt Renate Scheidt (Mitte) ihre Parteifreunde im Ortsverband. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Uneingeschränktes Lob des Simmerather Bürgermeisters Karl – Heinz Hermanns für die Arbeit seiner Parteifreunde in Eicherscheid gab es Donnerstagabend im Sportheim des SV „Germania“ im Rahmen der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes. Vorsitzende Renate Scheidt begrüßte hierzu „in überschaubarer, familiärer Runde“ an die 20 Unionsangehörige und Gäste, darunter 13 Stimmberechtigte.

Die Vorsitzende würdigte in einem Rückblick die Verdienste des unlängst verstorbenen, langjährigen Eicherscheider Ortsvorstehers und Ratsherrn Josef Heinen pro Ehrenamt und im Bürgerinteresse gestalteter Lokalpolitik.

Geschäftsführer Frank Förster trug den Rechenschaftsbericht vor und skizzierte einige Schwerpunktthemen: „Bebauungsplan Kleine Buschgasse“, Einrichtung „Flurheckenweg“, „Friedhofsgestaltung“ und „Entwicklung/ Zukunft Förderschule“. Weitere Betätigungsfelder christdemokratischer Aktivitäten auf Frank Försters Liste: die Umweltaktion „Blitzsauberes Eicherscheid“, der Dorfrundgang mit Erkundung der Stellen, „wo die Bürger der Schuh drückt“, sowie die Gemeindeverbands-Sitzung in der Festhalle Tenne. Zudem ein Besuch mit 24 Jugendlichen im Phantasialand, sowie die Organisation eines Energietages.

Ortsvorsteher Günter Scheidt beschrieb angegangene bzw. bereits realisierte Projekte. So hat Eicherscheid die seltene Gelegenheit, sich auf Einladung der Bundes-Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf der Grünen Woche in Berlin (21. bis 27. Januar 2014) zu präsentieren. Die Eicherscheider werden, fuhr der Vortragende fort, in den Genuss eines „Dorfautos“ kommen. Die Bepflanzung des Kirchlatzareals mit einer Buche und Heckenkultivierung, Friedhofsgestaltung Standortbestimmung mehrerer Baugebiete (Brommersbach, Untere Buschgasse) bildeten Kernthemen in Günter Scheidts Vortrag. Er kündigte ein „Dorfgespräch“ für den 13. November in der Tenne an.

„Weit denken – nah einkaufen“

Die Eicherscheider CDU setzt sich vorbehaltlos für den Erhalt der Konsumgenossenschaft ein: „Weit denken – nah einkaufen“ laute die Devise. Scheidt: „Wir Sömmerter müssen zum Wohl aller Bürger zusammenstehen! Gefahr droht uns von den vielen Monschauer Vollsortiment-Discountern!“

Die Situation der Schulen, der Kindergärten vor Ort und des „Simmbades“ sowie die Forderung nach „schnellem Internet für alle“ bestimmten Scheidts weitere Tagesordnungspunkte.

In einem Statement zu aktuellen Fragen Nordeifeler Tagespolitik ging Bürgermeister Hermanns auf Themen der sich neigenden Legislaturperiode ein. Er sagte, das derzeit intensiv diskutierte Thema „Inklusion“ werfe Fragen auf: „In der Absicht, behinderte Kinder in Klassen mit Jungen und Mädchen ohne Handicap zu integrieren, bewegt sich das Land NRW leider nicht auf die Kommunen zu. Ändert die Landesregierung ihre Haltung nicht, erwägen die Gemeinden gerichtliche Klagen.“

Auf die Zukunft der Förderschule Nordeifel mit Standort Eicherscheid eingehend, bemerkte Hermanns, die von vier Kommunen getragene Bildungseinrichtung dürfe nicht zu Lasten schwacher Besucher geschlossen werden: „Die Standortaufgabe hieße fortan unzumutbar weite Fahrten zum Unterricht für Kinder, die nicht in die Regelschule aufgenommen werden können.“ Der Bürgermeister verwies auf den am 29. November in der Tenne abzuhaltenden Ehrenamtstag: „Eicherscheids Zukunftswerkstatt ist ein Positivbeispiel für andere Nordeifelorte!“

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck stellte klar, seine Behörde werde – insbesondere in der Nordeifel – soziale, kulturelle und sportliche Maßnahmen auch künftig unverändert fördern. Der Schulentwicklungsplan, versprach Hilsenbeck, werde die Nordeifeler Standorte erhalten oder gar stärken. Auf dem Tourismussektor gelte das Gebot, „mit dem Pfund Burg Vogelsang zu wuchern“. Der Besuchermagnet werde nach langen Renovierungsarbeiten „ab 2015 wie aus dem Bilderbuch strahlen“, private Investitionen in den Komplex seinen dann dringend nötig und hoch willkommen.

Am Thema „B 258“ entzündete sich eine lebhafte Diskussion. Michael Huppertz beklagte in dieser Frage „ein fehlendes Verkehrskonzept der Städteregion, wie es die Kreise Düren und Euskichren längst besitzen“. Günter Scheidt empfand es „als Unverschämtheit, eine neue Ampelanlage am „Tor zur Eifel“ installieren zu wollen“. Damit gehe es den Roetgenern gut, „aber die Simmerather und Monschauer Autofahrer können schauen, wie sich zügig nach Aachen zur Arbeit und wieder nach Hause kommen“.

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