Gefährliches Eis kann von Windrädern herabfallen

Von: P. St.
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Gefährliches Eis in großer Höhe: An vielen Windrädern hat sich Eis angesetzt, das dann herabfällt. Foto: privat/Kuckelkorn

Nordeifel. Wer sich in diesen frostigen winterlichen Tagen einem Windrad nähert, der stößt mit Sicherheit in der Nähe der Anlage auf ein kleines Warnschild, das vor Eisabfall warnt. Gefährliches Eis droht in diesen Tagen also nicht nur am Boden, sondern es kann aus auch sozusagen aus heiterem Himmel herabfallen.

Diese Gefahr betrifft auch den neuen Windpark Lammersdorfer Wald mit seinen sieben Anlagen. Der Standort des Windparks ist auch ein beliebtes Wandergebiet, und seitdem auch noch die beliebte Loipe Lammersdorfer Wald gespurt wurde, ist die Frequentierung durch Winterfans im Wald derzeit recht hoch.

Dass die Gefahr durch Eiswurf von Windkraftanlagen derzeit nicht zu unterschätzen ist, kann auch Karl-Heinz Kuckelkorn aus Lammersdorf, der auch Jagdberater in der Städteregion ist, aus eigener Anschauung bestätigen.

Kuckelkorn berichtet, dass die Rotorblätter teilweise bis nahe an geräumte Wanderwege heranreichen würden. Er habe bei seinem Aufenthalt im Wald selbst erlebt, dass „einige Eisplatten nicht nur auf den Weg, sondern sogar darüber hinaus geschleudert wurden.“ Dies geschehe mit „enormer Wucht“.

Angesichts dieser Gefahrenlage müssten aus Sicherheitsgründen eigentlich solche Wege bei Dauerfrost gesperrt werden. Dies sei ja beispielsweise auch der Fall, wenn Schneebruch drohe.

Die gleiche Gefahr sehe er auch bei den benachbarten Windrädern, die auf freier Fläche an der Jägerhausstraße stehen würden. Eine Skilanglaufloipe führe unmittelbar an einem der Windäder vorbei.

Karl-Heinz Kuckelkorn: „Ich denke, dass hier noch einiges an Aufklärung und Sicherheitsmaßnahmen erforderlich ist. Sobald das erste Kind von einer solchen aus mehr als 100 Meter Höhe herabfallenden Eisscholle getroffen wird, ist es zu spät!“

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