Lammersdorf - Gefährliche Situationen zwischen Roetgen und Lammersdorf

Gefährliche Situationen zwischen Roetgen und Lammersdorf

Von: Karl-Heinz Hoffmann
Letzte Aktualisierung:
Vielleicht bringt ein Stoppsch
Vielleicht bringt ein Stoppschild, wie auf dieser Bildmontage, mehr, als die derzeit angebrachten Schilder, die zum Vorfahrtgewähren auffordern.

Lammersdorf. Mit dem Einsetzen des sonnigen Frühlingswetters wird der zwischen Roetgen und Lammersdorf bereits fertiggestellte Ravel-Radweg, der jetzt endgültig als „Vennbahn” bezeichnet wird, wieder stark frequentiert.

Dabei sorgen die unterschiedlichen Vorfahrtsregelungen an den Querungen der Strecke weiterhin für Verwirrung und Gefahr. Für Roetgen gilt grundsätzlich, dass die Radfahrer an allen Querungen des Radweges im Ort Vorfahrt haben. Ausnahme dort allerdings: Die Bundesstraße und die Faulenbruchstraße.

An der derzeit einzigen Querung der fertiggestellten Vennbahn in Lammersdorf am Kämpchen werden die Radler per Verkehrszeichen mit der amtlichen Nummer 205 wiederum angewiesen, dem querenden Verkehr Vorfahrt zu gewähren.

Aufgrund der unterschiedlichen Regelungen können sowohl Auto- als auch Radfahrer schon einmal durcheinander kommen. Die Lammersdorfer Querung ist zudem besonders heikel, da dort quasi parallel zur Vennbahn ein weiterer (deutscher) Fuß- und Radweg neben der Jägerhausstraße (B399) verläuft, für den eine andere Vorfahrtsregelung gilt.

Verkehrsteilnehmer, die von der Jägerhausstraße ins Kämpchen abbiegen, haben also zunächst einmal auf Zweiräder auf deutschem Gebiet zu achten, um dann bei geänderter Verkehrslage über die Vennbahn „brettern” zu können. Dass sie dort übergangslos Vorfahrt haben, wird ihnen mit dem Vorfahrtschild Nr. 301 aus dem Verkehrszeichenkatalog signalisiert.

Mehrfache Verkehrssicherungen

Ob sich dieses Verkehrsschild auf deutschem oder belgischem Hoheitsgebiet befindet, sei an dieser Stelle dahingestellt. Die auf der Vennbahn radelnden Pedaltreter werden ihrerseits an der Querung mit Schildern auf das vorübergehende Ende des Radweges und das Gebot zum Vorfahrtgewähren hingewiesen.

Zusätzlich wurden von der Städteregion rot-weiße Poller in die Mitte des Radweges gesetzt und auf den Asphalt „Haifischzähne” aufgemalt, um die Aufmerksamkeit der Fahrradfahrer für den querenden Verkehr zu steigern.

Diese eingebauten Mehrfachsicherungen wurden von den Fachleuten der hierfür zuständigen Städteregion im Bereich der Roetgener Faulenbruchstraße laut Pressesprecher Funken als sicher angesehen, da die Fachabteilungen sich mit jedem Quadratmeter des Radweges intensiv beschäftigt hätten. Funken räumte dazu allerdings vor einigen Wochen auch ein, dass man bereit sei, hier gegebenenfalls bezüglich der angebrachten Sicherungen nachzubessern. Handlungsbedarf scheint nun bei einsetzendem Frühlingsradverkehr gegeben. Immer wieder ist zu beobachten, dass weder Schilder noch Poller Fahrradfahrer an den Querungen bewegen, auf die Vorfahrt zu achten.

Wie zum Beispiel am Kämpchen von den Anwohnern mit Sorge beobachtet wird, fahren die Vennbahnradler dort vielfach einfach durch, so dass die Autofahrer sehr aufpassen müssen und schon häufiger in letzter Sekunde in die „Eisen steigen” mussten. „Dass hier noch nichts passiert ist, war bisher reine Glückssache”, stellte ein Anwohner dazu fest.

Welcher Rettungsdienst kommt?

Um die Situation gerade an dieser brenzligen Stelle zu entschärfen, könnte über die Installation von Bügeln oder Ähnlichem auf der Vennbahn nachgedacht werden, da die dortigen Poller nicht das gewünschte Ergebnis bringen.

Diese Überlegungen wurden auch bereits in Roetgen im Zusammenhang mit der Querung an der Faulenbruchstraße angestellt. Da die fertiggestellte Trasse zwischen Roetgen und Lammersdorf vor allem bei schönem Wetter und am Wochenende schon jetzt stark von Wanderern, Radfahrern und Skatern genutzt wird, taucht bei diesen auch immer wieder die Frage auf, wer im Falle eines Unfalls auf der Radtrasse zu kontaktieren ist. Schließlich läuft die Vennbahn in der Regel über belgisches Hoheitsgebiet und in diesem Zusammenhang sind schließlich altbekannte Zuständigkeitsprobleme von der Straße zwischen Fringshaus und Konzen bekannt.

Bei den Gemeinden Simmerath und Roetgen war hierüber keine konkrete Auskunft zu erhalten und es wurde diesbezüglich an die zuständige Städteregion Aachen verwiesen.

Pressesprecher Detlef Funken erklärte auf Nachfrage, sich in solchen Fällen zunächst an die deutschen Behörden über die bekannte Notfallrufnummer (112) zu wenden. Von dort aus würde das Entsprechende veranlasst und gegebenenfalls auch die belgischen Behörden verständigt.

Im Hinblick auf die an den Querungen angebrachten Poller, welche natürlich auch die Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen verhindern, konnte Funken beruhigen: „Einen entsprechenden Schlüssel haben die alle.” Sicher kann man bei Feuerwehr und THW auch davon ausgehen, dass sie über anderweitiges Gerät verfügen, um im Notfall einen Poller aus dem Weg zu räumen.
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