Nordeifel - Gedenkfeier: Ardennenschlacht im Zweiten Weltkrieg vor 73 Jahren

Gedenkfeier: Ardennenschlacht im Zweiten Weltkrieg vor 73 Jahren

Von: P. St.
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Ganz im Zeichen des Friedens und der Versöhnung stand am Freitag die traditionelle Gedenkfeier „Gegen das Vergessen“ unweit des belgischen Truppenübungsplatzes Elsenborn. Das Mahnmal auf der Roderhöhe erinnert an den Beginn der Ardennenschlacht im Zweiten Weltkrieg am 16. Dezember 1944. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Zum zehnten Mal war die Roderhöhe nahe der ostbelgischen Dörfer Elsenborn und Wirtzfeld am Freitag Schauplatz einer Gedenkfeier unter dem Motto „Gegen das Vergessen“. Vor über 70 Jahren kam der Krieg mit aller Wucht in die Eifel. Der 16. Dezember 1944 gilt als der Beginn der Ardennoffensive, die gegen Ende des Weltkrieges Tod und Zerstörung in das deutsch-belgische Grenzgebiet brachte.

Sieben Jahrzehnte später erinnern meist nur noch Soldatenfriedhöfe und Gedenkstätte an diese Zeit, so auch das Mahnmal auf der Roderhöhe, das im Jahr 2008 eingeweiht wurde. Seitdem lädt das belgische Militärlager Elsenborn jedes Jahr im Dezember gemeinsam mit der Gemeinde Büllingen zu einer Gedenkfeier am südöstlichen Rand des Truppenübungsplatzes ein.

Das Mahnmal ist als grenzüberschreitendes Zeichen für den Frieden gedacht und soll die Erinnerung lebendig halten. Wo heute die Gedenkstätte steht, standen sich vor 73 Jahren deutsche und amerikanische Soldaten in nur 500 Metern Entfernung gegenüber. „Dieses Mahnmal dient dem respektvollen Gedenken der unzähligen Toten und Verwundeten auf amerikanischer und deutscher Seite sowie den zivilen Opfern der mörderischen Ardennenschlacht“, heißt es auf der Erinnerungstafel, die an einem Granitblock befestigt ist.

Verantwortung für den Frieden

Bei der Feier am Freitag wurde in einem würdigen und schlichten Rahmen gemeinsam der schrecklichen Ereignisse auf dem Schlachtfeld „Elsenborn Ridge” gedacht. Soldaten des belgischen Militärs flankierten in zwei Reihen die Gedenkstätte, als Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz vor der rund 30-köpfigen Gruppe der Anwesenden mahnende Wort des Gedenkens sprach, ehe er einen Kranz niederlegte.

Der Bürgermeister rief noch einmal das grausame Geschehen vor mehr als 70 Jahren in Erinnerung und erinnerte an die Verantwortung aller Völker für ein friedliches Zusammenleben ohne Krieg und Gewalt. Hinter jedem Soldaten, der im Krieg gestorben sei, stehe eine Lücke und ein Schicksal, und daher gelte es, sich immer wieder darauf zu besinnen, alle Kräfte zu sammeln, um an einem friedlichen Miteinander zu arbeiten.

Nachdenkliche Worte trugen auch Kinder der Grundschule Hünningen vor, die den tieferen Sinn der Feier im Unterricht thematisiert hatten. „Wir müssen die Geschichte kennen, damit wir Antworten geben können“, hieß es in einem der Texte.

Während vor drei Jahren aus Anlass des 70. Jahrestages der Ardennenoffensive auch die Nachbarkommunen Hellenthal, Schleiden, Monschau, Büllingen, Bütgenbach und Waismes mit zahlreichen Repräsentanten vertreten waren, war der Rahmen diesmal deutlich kleiner. Bei der Gedenkfeier auf der Roderhöhe wurde mit militärischem Zeremoniell aller Opfer des Krieges gedacht. Abschließend legten Beteiligten vor der Gedenktafel unter den Klängen eines Dudelsack-Solisten weiße Rosen als Symbol für den Frieden ab.

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