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Geburtstag der Kunst: Spektakel mit hohem Spaßfaktor

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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Vorfreude auf den Geburtstag der Kunst: Karl von Monschau (Mi.) und die Mitwirkenden bei der Organisation: Gabriele Prill (li.) sowie Wolfgang Kaever und Carla Giessing-Beumers.

Monschau. „Jeder soll machen, was er will“: Auf diese kompakte Formel bringt Karl von Monschau den tieferen Sinn eines Kunstspektakels in Monschaus Altstadt. Am Freitag, 17. Januar, wird hier der 1.000.051. Geburtstag der Kunst gefeiert.

Der 1944 in Monschau geborene Künstler lässt sich als Organisator für eine bunte und nach allen Seiten offene Kunstaktion noch einmal in seiner Heimatstadt blicken. Getreu dem bekannten Motto „Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst“ warnt der Maler und Objektkünstler die Besucher vor: „Man muss das nicht alles so ernst nehmen“, schmunzelt Karl von Monschau, der sich wie die anderen Akteure auch einfach auf einen bunten, überraschenden und lebhaften Abend an drei Orten, dem Café Weekend, der Galerie Beumers und dem Aukloster, freut. (Programm s. Box)

Der 1.000.051. Geburtstag der Kunst ist als großer Spaß gedacht, und geht zurück auf eine etwas absonderliche Idee des französischen Allround-Künstlers Robert Filliou, ein bedeutender Vertreter des Fluxus, einer Kunstrichtung, der in den 60er Jahren lebendig inszenierten Aktionskunst zugrunde lag. Filliou proklamierte im Jahre 1963 den 1.000.000. Geburtstag der Kunst. Seitdem wiederholt sich der Geburtstag in der Kunstszene als so genannter „Art‘s Birthday“, und unter anderem wird er diesmal in Monschau groß gefeiert.

Der Tag dient der Wertschätzung der Kunst als solcher und wird seit nunmehr über 50 Jahren weltweit auf die unterschiedlichste Weise gefeiert. In Paris versammelte sich zum Beispiel einmal eine Gruppe von Menschen, die als Geburtstagssignal um Punkt 12 Uhr mittags gemeinsam einen lauten Schrei ausstieß. Unter wesentlicher Mitwirkung von Karl von Monschau wurde der Geburtstag der Kunst 1973 und 2013 bereits in Aachen ausgiebig gefeiert.

Und auch in Monschau soll die etwas schräge Geburtstagsfeier unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Margareta Ritter sich einreihen in die vielen spektakulären Kunstaktionen, die die Stadt bisher bereits gesehen hat. Dem nachhaltigen Einwirken der Schirmherrin auf Karl von Monschau ist es letztlich zu verdanken, dass der 1.000.051. „Art‘s Birthday“ unter anderem auch in Monschau ausgerichtet wird.

Wer wird Fluxus-Königin?

Einen „spontanen Verlauf“ wünschen sich die Initiatoren von der Feier, die letztlich auch einen neuen Blick auf die Kunst eröffnen soll. Zum Gelingen der Geburtstagsparty können somit auch die Gäste selbst beitragen. „Die Leute dürfen ruhig etwas Enthusiasmus und Lust auf ein Programm mitbringen, bei dem nicht alles vorbestimmt ist“, sagt Gabriele Prill vom Organisationsteam.

Enthusiasmus bedeutet in diesem Falle, dass ein auffälliges Erscheinungsbild der Gäste ausdrücklich erwünscht ist und eventuell sogar belohnt wird, denn an diesem Abend werden auch die Fluxus-Königin und der Fluxus-König gewählt.

Auch gibt es kleine, aber künstlerisch durchaus wertvolle Geschenke für das Publikum, denn anlässlich der Kunst-Geburtstagsparty hat Karl von Monschau auch ein „Mail-Art-Symposium“ ausgerufen. Zahlreiche Künstler haben zum Geburtstag eine Postkarte auf den Weg geschickt, die inzwischen eingetroffen sind und im Aukloster ausgestellt werden und solange der Vorrat reicht ab 21 Uhr mit den korrespondierenden Nummern der Eintrittskarten an die Besucher weitergegeben werden.

So erhoffen sich alle Beteiligten vom „Art‘s Birthday 2014“ in Monschau eine nicht ganz alltägliche Party, was auch Hermann Mertens, allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, freuen würde: „Die Aktion passt sich wunderbar in die Reihe der gerade verflossenen und außergewöhnlichen Aktionen ein. Das mögen wir in Monschau.“

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