Gebärdensprache im Nationalpark: Naturerleben mit allen Sinnen

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Nationalpark-Ranger Bernd Wies
Nationalpark-Ranger Bernd Wiesen bietet Exkursionen in Gebärdensprache an.

Nordeifel. Die Nationalparkverwaltung Eifel lädt gemeinsam mit dem Gehörlosenheim Euskirchen des Landschaftsverbands Rheinland schwerhörige, gehörlose und hörende Nationalpark-Gäste zu fünf gebärdensprachlich begleiteten Rangerführungen ein.

Das „Eifelgold” gibt am Mittwoch, 23. Mai, den thematischen Auftakt. Um 10 Uhr ab Parkplatz Walberhof erwandert die Gruppe in Begleitung von Nationalpark-Rangern und Gebärdensprachdolmetscherin die Dreiborner Hochfläche und den gelb blühenden Ginster. Die Informationen und Hinweise der Ranger zur Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark werden dabei in Gebärdensprache übersetzt.

Bei allen Rangerführungen praktiziert, aber bei diesen fünf Touren besonders im Fokus ist das Naturerleben mit allen Sinnen. Die Nationalpark-Ranger Klaus Leyendecker und Bernd Wiesen wissen aus Erfahrung: „Jeder Teilnehmer unserer Führungen kann sich beispielsweise die Größe eines Rothirsches besser vorstellen, wenn er ein Geweih in den Händen halten und ertasten kann. In Ergänzung zu unseren Erklärungen sind Tastobjekte, Riechproben, Bilder und dergleichen sehr hilfreich.”

Der Nationalparkverwaltung ist es seit Gründung des Schutzgebiets ein großes Anliegen, die entstehende Wildnis möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Dazu gehören nicht nur barrierefreie Nationalpark-Tore und der barrierefreie Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter, sondern auch die Kooperation der Nationalparkverwaltung mit dem Gehörlosenheim Euskirchen.

Weitere Termine: Die zweite von fünf Wanderungen in Gebärdensprache findet am 13. Juni um 10 Uhr statt und führt durch das Herbstbachtal zum Kloster Mariawald. Treffpunkt ist das Nationalpark-Tor in Heimbach. Am 18. Juli startet die gebärdensprachlich begleitete Rangerführung um 10 Uhr am Nationalpark-Tor in Rurberg und geht entlang des malerischen Urftsees. Die Führung ist kombiniert mit einer kostenpflichtigen Bootsfahrt auf dem Obersee.

Am 19. September um 11.30 Uhr stehen die Buchenwälder des Wilden Kermeters auf dem Programm. Der Natur-Erlebnisraum mit dem barrierefreien Wegenetz von 4,7 Kilometern Länge erschließt die international bedeutsamen Rotbuchen-Mischwälder und zwei beliebte Aussichtspunkte. Treffpunkt der Wanderung mit Gebärdensprachdolmetschung ist der Parkplatz Kermeter. Die letzte Gebärdensprach-Wanderung des Jahres führt rund um Erkensruhr. Treffpunkt ist am 31. Oktober um 10 Uhr der Spielplatz Erkensruhr.

Am 12. August wird die reguläre sonntägliche Rangerführung „Vogelsang-Wollseifen” um 13 Uhr ab dem Kulturkino Vogelsang IP als integrative Wanderung angeboten. Vogelsang IP bietet vorab die Möglichkeit, von 11 bis 12.30 Uhr eine Führung mit Gebärdensprachdolmetschern durch die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang zu unternehmen und Interessantes zur Geschichte, Architektur und Zukunft der historischen 100 Hektar-Anlage zu erfahren. Treffpunkt ist das Besucherzentrum im Kulturkino.

Tickets gibt es vor Ort an der Besucherinformation. Sie kosten 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei. Alle Rangerführungen sind ebenfalls kostenfrei. Lediglich die Schifffahrt am 18. Juli ist kostenpflichtig. Anmeldung ist nicht erforderlich. Schwerhörige Gäste können im Vorfeld der Rangerführungen bei der Nationalparkverwaltung kostenfrei mobile Hörverstärker buchen. Weitere Informationen zur Natur im Nationalpark werden auch als Gebärdensprach-Videos angeboten.
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