Ganztagsschule im Container?

Von: heg
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Roetgen. Mit derzeit 92 Anmeldungen ist im nächsten Schuljahr die Vierzügigkeit an der Grundschule Roetgen knapp gesichert. Damit sei eine positive Entwicklung der Schülerzahlen zu verzeichnen. Das erklärte Schulleiterin Elisabeth Gerhards-Eckert vor dem Bildungsausschuss der Gemeinde.

Für das aktuelle erste Schuljahr konnten nur drei aus Sicht der Schulleiterin pädagogisch nicht sinnvolle große Klassen gebildet werden. Es gebe dabei keinen Ermessensspielraum, erläuterte sie, bei 90 Kindern dürfen nur drei Klassen, ab 91 können vier Klassen gebildet werden.

Sehr erfreut zeigte sich die Schulleiterin darüber, dass nach zweijährigen Bemühungen mit dem Beginn des neuen Schuljahrs wieder eine Schulsozialpädagogin mit einer Vollzeitstelle zur Verfügung steht. Ihr Arbeitsbereich wird vorwiegend in den Eingangsklassen liegen, aber auch in den Kindergärten wird sie schon beratend tätig sein.

Zur Situation der offenen Ganztagsschule (OGS) berichtete Gerhards-Eckert, dass das Angebot sehr gut angenommen werde. Insgesamt nutzen 75 Kinder die Nachmittagsangebote, davon 25 in der so genannten Besonderen Betreuungsform (BBF) bis zum allgemeinen Unterrichtsschluss um 13.30 Uhr.

Da zum Schuljahresende nur wenige Kinder ausscheiden, zeichne sich nach den bisherigen Anmeldungen ein Fehlbedarf von elf Plätzen für die OGS bis 16 Uhr und von 14 Plätzen für die BBF ab. Erfahrungsgemäß würde die Zahl der Anmeldungen jedoch in den nächsten Monaten noch zunehmen.

In der OGS könne ein gutes pädagogisches Ergänzungsangebot gemacht werden, mit sieben Stunden sind hier auch Lehrer/innen eingebunden. Neben der Hausaufgabenbetreuung durch Fachkräfte steht mit festen und Honorarkräften ein umfangreiches Kursangebot zur Verfügung.

Angesichts der steigenden Nachfrage für die OGS müsse das Raumproblem diskutiert werden, erklärte die Schulleiterin. Die Auslagerung einer Gruppe in die alte Schule habe sich nicht bewährt, das sei organisatorisch sehr schwierig und nur mit einem erhöhten Personalbedarf zu bewältigen gewesen, dass es als kleineres Übel angesehen wurde, an einem Standort näher zusammenzurücken.

Aus den Reihen des OGS-Personals sei deshalb die bisher verworfene Container-Lösung wieder ins Gespräch gebracht worden. Das aber, so Bürgermeister Manfred Eis, müsse sehr intensiv bedacht werden, denn neben den zu lösenden technischen Fragen wie Strom- und Wasserversorgung fehle es auch an Stellplatz. Bisher ist noch nicht einmal abschließend geklärt, wo sich die Kinder in den Pausen aufhalten können, wenn der Schulhof durch den Neu- und Umbau beansprucht wird.

Zum Zeitplan erklärte der Verwaltungschef, dass die Baugenehmigung noch nicht vorliege. Am Freitag solle jedoch schon mit vorbereitenden Arbeiten wie dem Fällen von Bäumen begonnen werden, und in den Osterferien sollen die unter dem Schulhof verlaufenden Kanalleitungen umgelegt werden.
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