Steckenborn - Gabriele Voigt lebt in ihren Geschichten

Gabriele Voigt lebt in ihren Geschichten

Von: smb
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In der Welt der Phantasie: Gabriele Voigt schreibt in ihrer Freizeit Geschichten. Foto: Sarah Maria Berners

Steckenborn. Gabriele Voigt arbeitet in einem Discounter in Simmerath. Vor ihrer Spätschicht oder nach getaner Arbeit aber widmet sie sich ihrem ungewöhnlichen Hobby. Darin geht sie auf, darauf freut sie sich. Gabriele Voigt schreibt Alltagsgeschichten. Mal kurz, mal lang, oft mit einer tragischen Komponente, aber immer mit einem guten Ende.

„Wenn ich schreibe, kann ich aus dieser Welt in die Geschichten entfliehen”, sagt Voigt. Ihre Ideen zieht die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern aus Träumen und alltäglichen Situationen. Und so brachte auch ein Albtraum Voigt zum Schreiben.

Mit Kuli und Schreibblock ausgerüstet, hat sie vor 12 Jahren ihre ersten Schritte gemacht. Herausgekommen ist ein 150 Seiten langer Roman, in dem sie ihren Traum verarbeitet und drum herum eine Geschichte strickt.

An der „Schule des Schreibens” hat Voigt in einem einjährigen Fernstudium die Grundlagen der Schriftstellerei erlernt. „Gerade von einer Verkäuferin erwartet man das nicht, da gibt es viele Vorurteile”, weiß Voigt. Seit 2003 lebt die Berlinerin in Steckenborn. Die Liebe hat die 47-Jährige dorthin verschlagen.

Sie selber klassifiziert ihre Werke als „Frauengeschichten”. Es geht um Liebe, Nachbarschaft, Familie. „Ich glaube, dass die Menschen lieber etwas Positives lesen”, sagt sie mit ihrem berlinerischen Akzent. Der Alltag und das Weltgeschehen seien schließlich oft genug trist und traurig.

Derzeit arbeitet die Hobby-Schriftstellerin an einem Kriminal-Liebesroman, der den Titel „Der Traum vom großen Glück” tragen soll. Ihre Geschichten hat Voigt schon an viele Verlage geschickt, mittlerweile hat sie das aber aufgegeben. „Es gibt zu viele Leute, die schreiben und viel zu wenige Leute, die noch lesen”, sagt sie. Sie selber liest leidenschaftlich gerne, vor allem Gaby Hauptmann und Danielle Steel. „Auch da kann ich richtig in der Geschichte leben.”

Gerne würde Gabriele Voigt von der Schriftstellerei leben, „aber da mache ich mir keine Illusionen.” Viel wichtiger ist ihr, dass sie in ihrem Hobby aufgeht und ab und an in die Phantasiewelten entfliehen kann.
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