Fußballtalent Jordi Bongard: Nach dem Derbysieg zur Nationalelf

Von: Kurt Kaiser
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Der Mönchengladbacher Abwehrorganisator Jordi Bongard klärt vor dem Aachener Angreifer Bahattin Yilmaz (Nr. 9). Gladbachs Neuzugang Noah Oke Eyawo (Nr.3) braucht nicht mehr einzugreifen. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Für den noch 15-jährigen Konzener Jordi Bongard verlaufen die beiden letzten Ferienwochen aufregend und wie im Traum. Der Abwehrorganisator der U17 von Borussia Mönchengladbach übernahm am Mittwochabend mit seiner Mannschaft durch einen 5:0-Erfolg bei den Altersgenossen von Alemannia Aachen die Tabellenführung in der B-Junioren-Bundesliga West.

Und in der vergangenen Woche hatte der Youngster vom Deutschen Fußballbund eine Einladung zum Lehrgang der U17-Nationalmannschaft in der Sportschule des Fußballverbandes Niedersachsen in Barsinghausen erhalten.

Bei einem Sichtungsturnier der Auswahlmannschaften der Fußballverbände im Mai in der Sportschule Duisburg Wedau war Jordi Bongard in der Abwehr der Niederrheinauswahl mit hervorragenden Leistungen aufgefallen und hatte in Duisburg schon von den Auswahltrainern erste Signale erhalten, dass es für ihn und noch drei weitere Jungs aus der U17 des Bundesligisten noch eine Etage höher gehen kann.

In der vergangenen Woche lagen dann die Einladungen vom DFB im Briefkasten, und für die vier talentierten Gladbacher Nachwuchskicker geht es nun am Sonntagmorgen mit dem Zug Richtung Barsinghausen, wo bis Mittwoch unter professionellen Bedingungen Fußball spielen im Fokus steht.

Zuerst wollen die Borussia-Nachwuchskicker aber am Samstagnachmittag noch ihr Heimspiel gegen Preußen Münster gewinnen. Nach dem 6:0-Auftaktsieg gegen den Hombrucher SV war die Begegnung am Mittwochabend gegen Alemannia Aachen für Jordi Bongard eine ganz besondere, denn bei der Alemannia hatte er bis zur U12 das Kicken gelernt, und in den Reihen der Kaiserstädter spielen aktuell noch drei Spieler, mit denen der jetzige Borusse zusammengespielt hatte.

Dass auf den Aufsteiger vom Tivoli in der neuen Umgebung Bundesliga West eine schwere Saison wartet, darüber ist Trainer Udo Lipka, der vor Jahren mit den A-Junioren des SV Rott in die Mittelrheinliga aufstieg, sich im Klaren und gab vor dem Spiel zu: „Die Gladbacher haben natürlich andere Möglichkeiten als wir. Das wird wieder ein ganz schweres Spiele für uns.“ Da die U17-Mannschaften der Bundesliga auf Naturrasen spielen müssen und nicht auf Kunstrasen spielen dürfen, tragen die Aachener ihre Heimspiele auf der Anlage des Mittelrheinligisten SV Breinig aus.

Die Heimpremiere der Alemannia gegen die favorisierten Mönchengladbacher wollten am Mittwochabend 400 Besucher erleben, wobei man auch viele Nordeifeler unter den Zuschauern entdeckte, die den „Konzener Jong“ in der Fohlenelf sehen wollten. Die Gäste begannen elanvoll und spielten dank ihrer besseren individuellen Fähigkeiten schon bis zur Pause eine 2:0-Führung heraus.

Dass es für die Alemannia in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance gab, dafür sorgten Jordi Bongard und seine Nebenleute. Kämpferisch bot die junge Truppe vom Tivoli eine gute Leistung, jedoch waren die spielerischen Defizite gegen den übermächtigen Gegner vom Niederrhein trotz höchster Einsatzbereitschaft nicht wettzumachen. Beim Stande von 4:0 verhinderte Borussia Keeper Jan Olschowsky mit einer Glanztat nach einem Schuss von Jason Seke den Ehrentreffer der Gastgeber.

Das war aber auch die einzige nennenswerte Möglichkeit der Aachener, die Abwehrorganisator Jordi Bongard und seine Mitspieler zuließen. In der Schlussminute gelang der Elf vom Niederrhein dann sogar noch das 5:0.

„Ich glaube, wir können zufrieden sein, denn wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, brachte Jordi Bongard die 80 Minuten auf den Punkt und blickte stolz auf die Tabelle, die die Mönchengladbacher nach zwei Spieltagen punktgleich mit dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund anführen. Ehe es dann in die Kabine ging, holte der Youngster sich noch die Meinung von Vater Mika Bongard ab, die ihm sehr wichtig ist. Aber auch der war mit der Leistung von Jordi zufrieden.

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