Fußballfrauen des TV Konzen wollen in der Saison 17/18 oben mitmischen

Von: hes
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Zwischen 16 und 30 Jahre jung sind die Fußballerinnen des TV Konzen, die auch in der am Sonntag beginnenden Saison zwei Mannschaften bilden werden. Cheftrainer Willibert Strauch (mittlere Reihe links) hofft auf gute Platzierungen in der oberen Hälfte von Landes- und Kreisliga. Foto: H. Schepp
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Merit Breuer (links) und Maike Stollenwerk (rechts), beide Jahrgang 1999, sind im Vorjahr zur Frauenmannschaft des TV Konzen gestoßen und haben sich rasch in der Landesligamannschaft etabliert. Foto: H. Schepp

Konzen. Nach knapp sechswöchiger Vorbereitungszeit startet die einzige Frauenfußballmannschaft im ehemaligen Fußballkreis Monschau am Sonntag in die neue Saison. Die erste Mannschaft des TV Konzen greift am 10. September um 15 Uhr mit dem Spiel bei der DJK Südwest Köln ins Meisterschaftsgeschehen der Frauen-Landesliga, Staffel 2, ein.

„Die Vorfreude ist groß“, sagt Trainer Willibald Strauch aus Schmidt, der in die zweite Saison mit „seinen Mädels“ geht. „Eigentlich wollte ich den Job damals gar nicht übernehmen, aber meiner Tochter Jacqueline zuliebe habe ich dann doch zugesagt und muss zugeben, dass es Spaß macht mit der Mannschaft“, erzählt der Chefcoach.

Das liegt auch daran, dass er mit Pascal Pütz, Herbert Huppertz und Carmen Leuther, die vorrangig für die zweite Mannschaft da ist, verlässliche Unterstützer bei den beiden wöchentlichen Einheiten sowie bei den Spielen hat. Und dann ist da ja noch „die Mutter über allem“, wie Strauch augenzwinkernd sagt und meint die Abteilungsleiterin Frauenfußball im TV Konzen, Inge Huppertz. In der Vorbereitung hat man zusätzlich auf die wertvollen Dienste von Fitnesstrainer Raimund Schukies zurückgreifen können, der den jungen Damen beim Spinning und bei Kraft-Kondition-Einheiten auf dem Platz die nötige Ausdauer vermittelt hat.

Gut vorbereitet geht es damit Sonntag in die dritte Landesliga-Saison, in der sich die immer noch junge Mannschaft längst etabliert hat. Nachdem man 2013/14 zunächst aus der Kreisliga in die Bezirksliga aufgestiegen war und sogleich als Aufsteiger den Durchmarsch in die Landesliga geschafft hatte, ging man zunächst ohne Illusionen in die erste Landesligaspielzeit.

Doch auch hier wäre fast wieder der Durchmarsch gelungen, wenn man nicht an den beiden letzten Spieltagen geschwächelt hätte – und wenn denn alle gewollt hätten... „Die Landesliga ist die richtige Spielklasse für uns. Hier sind Aufwand und Fahrten noch erträglich; das wäre in der Mittelrheinliga schon schwieriger“, bekannten die Mannschaftssprecherinnen damals.

Dennoch habe man selbstredend kein Spiel absichtlich verloren und gedenke das auch künftig nicht zu tun. „Lieber in der oberen Hälfte der Landesliga mitspielen als in der höheren Klasse unter herumkrebsen“, lautet die Devise, nach der man auch in der nun beginnenden Saison antreten wird.

Fast unveränderten Kader

Dass Schwarz-Gelb wieder eher oben als unten zu finden sein wird, davon ist der Trainer überzeugt. „Wir gehen mit einem fast unveränderten Kader in die Saison – das ist schon ein Vorteil“, setzt er auf eine eingespielte Truppe. Hinzu kamen diesmal lediglich Lisa Drösch aus der eigenen U17 sowie Torhüterin Anna Laqua, die beim TV alle Juniorinnenteams durchlaufen hat, mit der U15 im Jahr 2013 Mittelrheinmeister wurde und nach einjährigem Gastspiel beim SV Rott nun nach Konzen zurückkehrt. „Nächstes Jahr haben wir ein Luxusproblem, wenn der quantitativ wie qualitativ bärenstarke Jahrgang 2001 in den Frauenbereich aufrückt“, freut Strauch sich schon.

„Echte“ Abgänge hat der Coach nicht zu verkraften – die vielen Studentinnen, die teils weiter weg wohnen, werden auch weiterhin am Wochenende zur Mannschaft stoßen und sich auf das Freitagstraining und das Spiel am Sonntag konzentrieren. „Wenn ich sehe, wie viel Fluktuation in den anderen Frauenmannschaften ist, haben wir es schon ganz gut“, blickt er auf die Konkurrenz, die mit total umgekrempelten Kadern zu kämpfen hat.

Mit dem Aufstieg von Jüngersdorf/Stüttgerloch in die Mittelrheinliga und den drei Aufsteigern Oleftal, Spoho Köln II und Unterbruch wurde ein Drittel der Staffel ausgetauscht. „Diese Liga ist völlig unkalkulierbar“, will Trainer Willibert Strauch sich überraschen lassen, wie stark die kommenden Gegner sind. Und ob es für sein Team wieder für ganz oben reicht oder wer um den Aufstieg mitspielen könnte, weiß nur der Himmel.

Den vierten Platz, wie letzte Saison, würde Strauch jedenfalls sofort unterschreiben. „Das sollte machbar sein, wir sind in allen Mannschaftsteilen gut besetzt“, ist er sicher. Dabei kann er auf 35 Spielerinnen setzen, die sowohl Erste als auch Zweite spielen können. Platz vier – das wäre auch etwas für die zweite Mannschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, besser als letzte Saison abzuschneiden, als man Sechster wurde.

Auch für die Zweite beginnt die Saison am Sonntag, allerdings erst um 17 Uhr mit dem Spiel beim wieder gemeldeten SV Eilendorf.

Einen Wunsch haben Willibert Strauch und Herbert Huppertz abschließend noch: „Wir freuen uns immer über neue Spielerinnen – egal, ob Neulinge oder Wiederkehrerinnen nach Verletzungs- oder Babypause.“ Schließlich möchte man auch in Zukunft den Fußball spielenden Frauen in der Nordeifel eine Anlaufstation bieten.

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