Fußballer der Hansa müssen das Feld räumen

Von: p. st.
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Der alte Sportplatz in Simmerath hat seine Schuldigkeit getan: Die Fußballabteilung der Hansa begann jetzt mit den Abbauarbeiten. Foto: Petra Motter

Simmerath. Am Donnerstag entscheidet der Simmerather Sport- und Kulturausschuss in einer Sondersitzung über den Bau eines neuen Sportplatzes in Simmerath. Nach dem derzeitigen Stand der Beratungen dürfte nach langen und kontroversen Debatten jetzt der Weg für den Bau eines großen Kunstrasen-Sportplatzes auf dem Kleinspielfeld hinter der Sporthalle der Hauptschule frei sein.

Für diese Lösung hat die Fußball-Abteilung der Hansa-Gemeinschaft Simmerath bereits Zustimmung signalisiert. Damit ist der Bau eines neues Naturrasenplatzes neben der Leitstelle Simmerath ebenso vom Tisch wie auch eine Kooperation mit dem TSV Kesternich, sich an dessen im Neubau zu befindlichen Kultur- und Sportzentrum zu beteiligen.

Der nun gefundene Kompromiss hat bei der Fußball-Abteilung der Hansa Simmerath den zeitweiligen Frust durch neue Motivation abgelöst.

Nach 40 Fußballjahren und vielen schönen Erinnerungen wurde am Wochenende mit den ersten Abrissarbeiten auf dem Gelände der Josef Jansen-Sportstätte begonnen. Bis zum 31. Dezember, so lautete die Aufforderung der Gemeinde, muss das Feld geräumt sein, damit mit der Erschließung des Geländes für Wohnbebauung begonnen werden kann.

Der stellvertretende Vorsitzender der Fußball-Abteilung, Hermann-Josef Koll nahm mit einem Team ehrenamtlicher Helfer zunächst den Abbau der Werbebanden in Angriff, ehe dann das rund um den Sportplatz führende Metallgeländer abgetrennt wurde. Die kleinen Tore der Fußballjugend-Abteilung wurden zum Ausweichsportplatz transportiert; dorthin werden auch die großen Tore bald folgen.

Damit räumten die Simmerather Fußballer zwar einerseits mit einem weinenden Auge das Feld, sehen aber andererseits optimistisch einer weiteren guten Zukunft als Spielgemeinschaft mit Viktoria Huppenbroich auf dem neuen Kunstrasenplatz zwischen Sporthalle und neuer Schwimmhalle entgegen.

Hermann-Josef Koll sieht ebenfalls der nun gefundenen Lösung mit Zuversicht entgegen: „Damit haben wir unser Ziel erreicht, auf einem großen Platz auch weiterhin Fußball für Senioren und Jugendliche anbieten zu können.“ Wäre es zur zunächst ins Auge gefassten Lösung gekommen, es bei einem halben Kunstrasenplatz zu belassen, hätte der Fußball in Simmerath auf Dauer keine Überlebenschance gehabt, zeigt sich Koll überzeugt.

Zunächst nicht angetastet wird im Zuge der Abbauarbeiten am alten Sportplatz das Hansa-Vereinsheim. Die Fußball-Abteilung hat damit begonnen, Bilder und Pokale sowie die Inneneinrichtung auszuräumen Das Holzgebäude bleibt stehen und wird der Gemeinde Simmerath übergeben.

Wer beim sportlichen Abschied vom Simmerather Naturrasen dabei sein möchte, sollte sich den 9. Dezember vormerken. Für diesen Tag ist das letzte Meisterschaftsspiel der SG Simmerath/Huppenbroich an alter Spielstätte terminiert.

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