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Fusionspläne: St. Brigida-Krankenhaus nicht betroffen

Von: ess
Letzte Aktualisierung:

Jülich/Simmerath. „Kostendruck” ist eine oft bemühte Vokabel, wenn in einem Krankenhaus Veränderungen an den Dienstleistungen oder am Stellenplan vorgenommen werden.

Um diesen Kostendruck zu mindern, gibt es seit Sommer Gespräche zwischen den Entscheidungsträgern des Linnicher St. Josef-Krankenhauses der Caritas Trägergesellschaft West gGmbH (ctw) und des Jülicher Malteser-Krankenhauses St. Elisabeth.

Wie Ralf Amthor, Pressesprecher des Hauses, jetzt mitteilt, haben sich beide Träger darauf verständigt, Gespräche mit dem Ziel einer Übernahme des Jülicher Malteser-Krankenhauses durch die ctw zu führen.

Der zuletzt intensive Dialog habe zu dem Ergebnis geführt, dass es bei einer künftigen Zusammenarbeit in vielen Bereichen zu Synergien komme, die am besten genutzt werden könnten, wenn die Häuser in einer Hand geführt würden.

Eine Schließung des Jülicher Krankenhauses kommt für die Malteser nicht in Frage. In einem Beitrag unserer Jülicher Redaktion wird Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Malteser Trägergesellschaft (MTG), zitiert: „Eine Schließung ist keine Option.” Das mögliche Schicksal der „großen Schwester” in Jülich berührt das St. Brigida-Krankenhauses in Simmerath „definitiv nicht”, wie Ralf Amthor unserer Zeitung auf Anfrage versicherte: „Es geht dabei ausschließlich um Jülich.”

In Simmerath hat man derzeit ohnehin andere Sorgen, die allerdings auch mit dem oft genannten Kostendruck zusammenhängen. Was aus der Neurologischen Rehabilitation wird, der die Krankenkassen in der Vergangenheit Zustimmung und vor allem Finanzierung verweigert haben, und was aus den 35 Mitarbeitern des Hauses wird, die im Falle des Falles das Krankenhaus verlassen müssen, ist noch nicht entschieden.

Amthor: „Es gibt keine berichtenswerten Ergebnisse.” Ein Gespräch habe stattgefunden, wobei dieses „hoch sensible Thema” natürlich im Vordergrund gestanden habe.

Geschäftsleitung und Mitarbeitervertretung seinen unvermindert an einer sozialen Abfederung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen bemüht, schließlich gehe es um „Menschen und deren Existenzen”. Für die überlebensnotwendige Umstrukturierung des St. Brigida-Krankenhauses „sind wir allerdings optimistisch”. Sie soll mit Jahresbeginn 2009 starten und bis zum Jahresende möglichst weit gediehen sein.

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