„Funyula Vision: Private Initiative hilft Kindern in Kenia

Von: P.St.
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Sie kann sich auf die Hilfe aus Deutschland verlassen: Phoebe aus dem kenianischen Funyula ist eines der drei Patenkinder von Ines Schulten aus Simmerath

Simmerath. „Ich verstehe, dass die Menschen spendenmüde sind”, sagt Ines Schulten aus Simmerath, „aber bei unserem Projekt kommt jeder Cent garantiert direkt an”, weiß die engagierte Frau und wünscht sich, dass das Projekt „Funyula Vision” mehr als bisher öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.

Die erst vor einem Jahr gegründete Privatinitiative mit Sitz in Bochum hat es sich zur Aufgabe gestellt durch die Übernahme von Patenschaften besonders hilfsbedürftige Kinder nachhaltig zu unterstützen.

Ganz im Westen Kenias, in unmittelbarer Nähe der ugandischen Grenze, liegt der kleine Ort Funyula. Dort leben die meisten Menschen in bitterer Armut. Der Kampf gegen den Hunger gehört hier zum Alltag. Zudem sind die Nahrungsmittelpreise in den letzten Jahren rapide gestiegen und immer öfter herrscht Wasserknappheit. Durch die starke Ausbreitung von Aids sind viele Familien zerstört worden.

Mitten in diesem Elend eröffnete Fredrick Ndeta Buliba am 1. Januar 2010 seine neu gegründete Schule, das St. Zachariah Education Centre.

Mit 20 Euro Großes bewirken

Das Projekt Funyula Vision hat sich nun zum Ziel gesetzt, den Schulleiter beim Aufbau seiner Schule zu unterstützen. Durch die Patenschaftsprogramme wird Kindern, die sonst keine Chance mehr haben, der Schulbesuch ermöglicht. Die monatlichen Kosten einer Patenschaft für ein Kind betragen 20 Euro. Diese für hiesige Verhältnisse kleine Summe kann vor Ort Großes bewirken. Neben dem Schulbesuch, der Finanzierung von zehn Lehrkräften und drei Näherinnen sind damit auch zwei Mahlzeiten am Tag gesichert.

Der gemeinnützige Verein befindet sich noch im Aufbau. Erst 63 Paten sind es bislang, die zusammen Patenschaften für 123 Kinder übernommen haben. Sie kämpfen für ihr Ziel, den Kindern ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Ines Schulten selbst hat in Funyala drei Patenschaften übernommen. Wenn die dreifache Pflegemutter gelegentlich Briefe von ihren drei Patenkindern Simon, Edna und Phoebe erhält, die sechs, sieben und elf Jahre alt sind, dann weiß sie, dass sie ihre Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird - im Armenhaus Kenias.

Die nächste bevorstehende Aufgabe, eine komplette ärztliche Untersuchung aller 300 Kinder in den acht Klassen an der Schule, bereitet ihr allerdings große Sorge. Zwar kostet die Untersuchung nur fünf Euro pro Kind, „aber wir wissen noch nicht, wie die 63 Paten diese 1500 Euro aufbringen sollen.” Bisher wächst das Spendenkonto für diese Aktion nur langsam. Gerade einmal 300 Euro sind vorhanden. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Friederike Ziersch, war kürzlich in Funyula und hat sich vor Ort davon überzeugt, wie wichtig eine dauerhafte Fortsetzung der Unterstützung ist. Ein weiteres Hilfsprojekt, der Bau eines Waisenhauses für 12 Kinder direkt neben der Schule, hat bereits begonnen.

„Viele andere Hilfsorganisationen haben einen großen Apparat hinter, da haben wir es sehr schwer,” weiß Ines Schulten, um die Schwierigkeit, neue Unterstützer zu finden, aber sie weiß auch um den Vorteil kleinerer Projektgruppen: „Mit hat es gefallen, dass bei Funyula-Vision alles so transparent ist.”

Alles wird mit Foto belegt

Die Überschaubarkeit und Effektivität des Vereins dokumentiert sich unter anderen darin, dass alle Rechnungen belegt werden. Und wenn die Pateneltern zusätzlich Geld überweisen, dann kauft der Schulleiter den Kindern ein kleines Geschenk im örtliche Laden, was mit einem Foto sofort dokumentiert wird.

Eine Patenschaft für ein Kind dauert in der Regel acht Jahre. Dabei bleibt es den Pateneltern selbst überlassen, wie intensiv der Kontakt zum Kind gepflegt wird. Ines Schulten: „Das entscheidet jeder für sich selbst.” Später besteht dann die Möglichkeit, eine Ausbildung (40 Euro im Jahr) oder eine schulische Fortbildung (30 Euro im Jahr) zu finanzieren.

Wer mehr über das Projekt wissen möchte, kann sich gerne bei Ines Schulten in Simmerath, Heustraße 4, Tel. 02473/9279040, erkundigen oder sich auf der Internetseite des Vereins informieren. Dort findet man auch das Spendekonto.
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