Fundamentarbeiten für den Windpark im Höfener Wald beginnen

Von: Heiner Schepp
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Wie Spielzeugautos wirken die Baufahrzeuge, die derzeit noch dabei sind, die mächtigen Zuwegungen für die fünf Standorte der Windkraftanlagen herzustellen. Foto: Heiner Schepp
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Im Monschauer Staatsforst wird in den kommenden Monaten ein Windpark mit fünf Anlagen entstehen. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Es tut sich etwas im Höfener Wald. Gewaltiges sogar. Doch so weit „vom Schuss“ laufen die Bauarbeiten für den neuen Windpark im Monschauer Staatsforst fast unbemerkt von einer großen Öffentlichkeit ab. Nur wer die Bundesstraße 258 in oder aus Richtung Schöneseiffen befährt, sieht in Höhe Brather Hof und Eschenhof bisweilen Baufahrzeuge, die über den Wirtschaftsweg im Wald verschwinden.

Die Betriebsamkeit hier oben, kurz vor der Grenze zwischen den Kreisen Euskirchen und Aachen (Städteregion) dürfte in den kommenden Wochen noch zunehmen, denn in dieser Woche wurde mit den Fundamentarbeiten für die fünf Windkraftanlagen der neuesten Generation begonnen.

Entstehen wird hier in den kommenden Monaten ein Windpark mit fünf Anlagen, die jeweils knapp über 200 Meter hoch sind (Nabenhöhe 149 Meter, Rotordurchmesser von 115,7 Meter). „Sie haben jeweils eine Leistung von 3,0 Megawatt und können zusammen 48,1 Millionen Kilowattstunden jährlich erzeugen. Damit können 13.750 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden“, sagt Eva Wußing, Pressesprecherin der Stawag.

Schon vor über zehn Jahren hat der Aachener Energieversorger mit der Stawag Energie GmbH ein Tochterunternehmen gegründet, das sich mit einem Team von 40 Mitarbeitern ausschließlich um Projektierung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien kümmert, und auch die drei Windparks in der Nordeifel – Lammersdorf, Höfen und Münsterwald – mitbetreibt.

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, 600 Millionen Kilowattstunden Strom in eigenen Ökostromanlagen jährlich ab dem Jahr 2020 zu erzeugen. Dazu realisiert man bundesweit, aber auch in der Region verschiedene Projekte zur Nutzung unter anderem von Wind- und Sonnenenergie. Rund 15 Windparks sind bereits in Betrieb, die jüngsten sind in Düren, Aldenhoven, Linnich und Lammersdorf in Betrieb gegangen. Bereits im Bau ist auch ein Windpark mit fünf Anlagen im Aachener Norden.

Anlieferung Ende Juli

Nun also „überholt“ der Windpark Monschau noch jenen im Münsterwald, obschon für diesen bereits im Februar der Wald gerodet wurde. In Höfen wurde nach Freilegung der Flächen nun an allen fünf Anlagenstandorten der Fundamentaushub fertiggestellt. Zurzeit sei man dabei, die vorhandenen Wege zu befestigen, die internen Kabel zu verlegen sowie die Kranstellflächen und sonstigen, für die Bauphase erforderlichen Flächen an den einzelnen Standorten aufzubauen, sagte Stephan Dicks von der Stadt Monschau auf Anfrage unserer Zeitung.

„Die Fundamentarbeiten werden voraussichtlich Anfang August abgeschlossen sein; bereits Ende Juli werden die ersten Großkomponenten, sprich: Rumpf, Flügel und Technik erwartet“, kündigte Eva Wußing an. Die Inbetriebnahme der fünf Anlagen soll dann nach Stawag-Angaben bis spätestens Frühjahr 2018 erfolgen.

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