Für Unterführung muss die Kostenaufteilung klar sein

Von: P. St.
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Romantisch ist die Rurbrücke in Einruhr, aber es stellt sich auch die Frage, was man für die Sicherheit der Fußgänger tun kann, die die B 266 zahlreich überqueren. Eine Unterführung zwischen Parkplatz und Einmündung Erkensruhr könnte die Lösung Foto: P. Stollenwerk

Einruhr. Ein interessantes Projekt an der Rurbrücke in Einruhr soll Gestalt annehmen: Die viel befahrene B266 am Ortsrand des Landes-Silberdorfes soll eine Unterquerung für Fußgänger erhalten.

Die Pläne dafür sind bereits recht weit vorangeschritten, was bei der Diskussion im Simmerather Tiefbauausschuss zwar für Erstaunen bei der SPD sorgte, ansonsten aber durchaus als reizvolle Lösung gesehen wurde, hier mehr Sicherheit für Fußgänger zu schaffen.

Sowohl der Premium-Wanderweg Eifelsteig wie auch der Wildnis-Trail verlaufen hier, mit vielen Wanderern, und gerade an Wochenenden stellt man fest, dass immer mehr Fußgänger die viel befahrene B266 überqueren.

Einigkeit herrschte im Ausschuss aber darüber, dass die Kostenverteilung für die Unterführung geklärt sein müsse und sich die Gemeinde nicht in ein finanzielles Abenteuer stürzt.

Als „grundsätzlich sinnvoll” bezeichnet auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer die Maßnahme, wobei klar sein sollte, dass die Unterführung an der Einruhrer Seite, wie auch vom Einruhrer Ortsvorsteher gewünscht, verlaufen sollte.

Dem Gemeinderat solle empfohlen werden, im Haushaltsplan 2011 Planungsmittel einzustellen. Außerdem will die Verwaltung bis zur Ratssitzung versuchen, eine klare Aussage zu den Kosten zu erhalten und wie diese aufgeteilt werden. Diese Beschluss fasste dann auch bei den Gegenstimmen von SPD und UWG der Ausschuss.

Der Landesbetrieb Straßenbau hat in Vorgesprächen zu erkennen gegeben, dass er sich an den Kosten beteiligen würde, auf keinen Fall aber diese ganz übernimmt. Nach einer ersten groben Kostenermittlung würde die Unterführung zwischen 100.000 und 150.000 Euro kosten, die Gemeinde Simmerath wäre mit 70.000 bis 100.000 Euro in der Pflicht.

Marc Topp (SPD) verwies darauf, dass die derzeitige Haushaltslage der Gemeinde es nicht zulasse, solche Projekte in Angriff zunehmen, selbst wenn der Sinn der Maßnahme nicht von der Hand zu weisen sei. An anderer Stelle aber müsse man auch die Wünsche von Bürgern zurückstellen, „und daran werden wir gemessen.”

Ortsvorsteher Christoph Poschen erinnerte, daran die Idee einer Unterführung von der Einruhrer Dorfwerkstatt ausgegangen sei. Daraufhin hat der Wasserverband Eifel-Rur eine Machbarkeits-Studie vorgelegt, worin er fünf Alternativen für eine Unterführung aufzeigt.

Man sollte daher die „Chance ergreifen, eine solches Projekt mit finanzieller Hilfe Dritter zu verwirklichen,” so der Ortsvorsteher. Um eine Kostendarstellung zu erhalten, sei es allerdings erforderlich, auch in die Planung einzusteigen.

Dass die Gemeinde Simmerath in letzter Zeit „etwas zu häufig in die Fördertöpfe greife”, meinte Erika Frank (UWG). Es gebe auch noch viele andere Gefahrenpunkte in der Gemeinde, wo man aktiv werden könnte.
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