Nordeifel - Für „Theater Starter” ist kein Geld mehr da

Für „Theater Starter” ist kein Geld mehr da

Von: Carmen Krämer
Letzte Aktualisierung:
Seit der Spielzeit 2007/2008 g
Seit der Spielzeit 2007/2008 gibt es das Angebot „Theater Starter” in der Eifelregion nicht mehr. Der Kulturetat reicht für das Kinder- und Jugendtheaterprojekt des Vereins Kultur im Westen nicht aus.

Nordeifel. Wer das Programmheft, die Flyer oder Anzeigen gesehen hat, wundert sich vermutlich bereits: „Vorhang auf!” heißt es seit letzter Woche wieder im Rahmen des Projektes „Theater Starter” überall in der Region Aachen und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens - außer in Stolberg, Eschweiler und bei uns in der Nordeifel.

Das Kinder- und Jugendtheaterprojekt in Trägerschaft des Vereins Kultur im Westen „schafft einen leichteren Zugang zur Kunst und Kultur und stärkt junge Menschen in ihrer Entwicklung”, betont Marianne Lohmer, Projektleiterin von „Theater Starter”. „Unser Ziel ist es, jedem Kind einen Theaterbesuch zu ermöglichen.”

101 Gastspiele werden aus diesem Grund in 13 Städten gegeben - und de Eifelregion ist erneut nicht dabei. Unsere Zeitung hat nach einer Erklärung gesucht: In Simmerath ist niemand über das Projekt informiert und auch die Projektleitung kennt den Grund nicht, warum Simmerath nicht beteiligt ist.

Monschau und Roetgen waren in der Spielzeit 2007/2008 das letzte Mal dabei. Bis dahin wurde „Theater Starter” von Hubert vom Venn in den beiden Kommunen von Beginn an in jedem Jahr durchgeführt. Er kennt den Grund dafür, dass die Teilnahme Monschaus und Roetgens damals ein Ende fand: „Theater Starter ist eine tolle Sache. Aber dafür ist schlicht und einfach kein Geld mehr da.”

Hermann Mertens, Allgemeiner Vertreter von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, bestätigt dies. „Das war uns einfach zu teuer. Unser ganzer Etat würde von diesem Projekt verschlungen.” Der Kulturetat der Stadt liegt bei 1000 Euro, das Projekt „Theater Starter” würde mindestens 2000 Euro kosten und das, obwohl es mit 113 000 Euro vom Land bezuschusst wird.

Gutes Qualitätstheater

„Wir haben in diesem Verbund die Möglichkeit, gutes Qualitätstheater in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten anzubieten. Es handelt sich um vielfältige Themen, auf die die Kinder in ihrem Leben stoßen, und das alles wird in einer Zimmerathmosphäre vermittelt. Das ist relativ teuer”, erklärt Marianne Lohmer. „Da gibt es aber schon einen Spielraum für die Städte. Manche suchen sich zum Beispiel Sponsoren. Es hängt also immer auch von der Einstellung ab, die man zur Kultur hat”, betont sie. Und dass das Projekt vom Land nun schon im neunten Jahr gefördert wird, zeige, wie wichtig es für die kulturelle Bildung von Kindern sei.

Wer an „Theater Starter” teilnimmt, muss mindestens vier Veranstaltungen pro Spielzeit anbieten. In diesem Abkommen liege ein weiteres Problem: „Vier Veranstaltungen bekommt man hier in der Region nicht mehr voll”, erklärt der künstlerische Leiter der Theater Monschau und Roetgen, Hubert vom Venn.

Kleinerer Raum

Dieses Problem ließe sich jedoch, so Marianne Lohmer, durch die Wahl eines kleineren Raumes lösen. „Wir bedauern es sehr, dass sich Monschau zurückgezogen hat. Die Stadt war eigentlich von Anfang an dabei. Wir würden uns freuen, wenn wir sie nächstes Jahr wieder aufnehmen könnten.”

Ganz auf Theaterbesuche müssen Kinder und Jugendliche in der Region auch jetzt nicht verzichten, denn Hubert vom Venn arbeitet mit dem Theater 1 aus Bad Münstereifel zusammen, welches im nächsten Jahr in Roetgen wieder zu sehen ist.

Außerdem, so Hermann Mertens, engagiere sich das Jugendamt der Städteregion für kulturelle Veranstaltungen.
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