Für die GdG Monschau ist kein neuer Pfarrer in Sicht

Von: hes
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Regionaldekan Erik Pühringer – hier ein Archivfoto – übernimmt ab Januar kommissarisch die Aufgaben des Pfarradministrators Pfarrer Philipp Cuck, der auf eigenen Wunsch als GdG-Leiter ausscheidet. Foto: Stollenwerk

Monschau. Wenn das Jahr 2015 vorüber ist, dauert die Vakanz eines neuen Leiters der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Monschau bereits genau zwei Jahre. Anfang 2014 verließ Pfarrer Karl-Heinz Stoffels die Monschauer Pfarreien überraschend und zunächst für eine „Auszeit“ von drei Monaten.

Doch nach der „Auszeit“ kam eine neue Berufung für den beliebten Geistlichen im Kloster Maria Laach, und seither ist die GdG bzw. ist das verantwortliche Bistum Aachen auf der Suche nach einem neuen Pfarrer für Monschau.

Seit wenigen Wochen aber wird im chronisch mit Priestern unterbesetzten Bistum nicht nur nach einem neuen Priester, sondern auch nach einem neuen Pfarradministrator gesucht. Denn Pfarrer Philipp Cuck, der nach Karl-Heinz Stoffels‘ endgültigem Weggang aus Monschau zum Pfarradministrator bestellt worden war, „wird auf eigenen Wunsch hin zum 31. Dezember 2015 von den Aufgaben eines Pfarradministrators für die GdG Monschau entbunden“, sagte Stefan Wieland, Leiter der Abteilung Kommunikation beim Bistum Aachen, unserer Zeitung am Dienstag auf Anfrage.

„Meine Aufgabe ist erfüllt“, so Philipp Cuck, der ursprünglich nur für ein halbes Jahr die kommissarische Leitung der GdG hatte übernehmen wollen und originär als Leiter der GdG Schleiden-Hellenthal 15 000 Katholiken in 16 Pfarreien betreut. Aus diesem Grunde hatte Cuck die Tätigkeit als Pfarradministrator in Monschau auch zeitlich begrenzen wollen und erklärt, nicht priesterlich in der GdG Monschau tätig zu werden. Allerdings oblag ihm als eine seiner letzten Aufgaben die Feier des ersten Gottesdienstes in der umgebauten Konzener Pfarrkirche.

Wie geht es nun weiter in der GDG Monschau? Da in den Personalplanungsgesprächen des Bistums bisher auch kein neuer Pfarradministrator für Monschau gefunden werden konnte, „springt nun Regionaldekan Erik Pühringer förmlich in diese Rolle ein“, so Stefan Wieland.

In der GdG Monschau ist die Vakanz mittlerweile selbstverständlich und man ist davon abgerückt, in einer passiven Wartehaltung zu verharren und auf bessere Zeiten zu hoffen. Stattdessen arbeitet das Leitungsteam aktiv an einem zukunftsfähigen Modell für die rund 9100 Gläubigen in der GdG Monschau, unterstützt von engagierten Laien und den Subsidiaren, die die – wenn auch eingeschränkte – Gottesdienstordnung überhaupt erst ermöglichen.

Verantwortliche wie Betroffene sehen mittelfristig nur geringe Chancen für die Zuteilung eines neuen GdG-Leiters, zumal nicht weniger als 72 GdGs im Bistum Aachen das gleiche Schicksal ereilt hat, und die Zahl der Priester im Bistum Aachen noch schneller zurückgeht als erwartet.

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