Rott - Für den SV Rott: Viel Praxis, wenig Training

Für den SV Rott: Viel Praxis, wenig Training

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
rott 1 bu
Co-Trainer Siggi Schwarz (hinten links) und Trainer Jürgen Lipka und Obmann Gerd Baldus (beide hinten rechts) präsentieren die Neuzugänge beim SV Rott. Hintere Reihe von links: Lucas Prümm, Max Kuhn, Philipp Dunkel. Vordere Reihe von links: Steven Mensger, Patrick Wirtz, Carsten Begaß und Stefan Bongard. Es fehlen Andreas Kühnemann und Torwarttrainer Michael Kreitz. Foto: Kurt Kaiser

Rott. In den letzten Jahren hat der SV Rott sich zweifelsohne zum Vorzeigeclub in der Nordeifel entwickelt. Im Jahr 2005 dümpelte die Gruppe vom Tiergarten noch in der Kreisliga A. Nur fünf Jahre später sorgte sie unter Trainer Jürgen Lipka mit dem Aufstieg in die Mittelrheinliga für den bisher größten Vereinserfolg und repräsentiert damit die Nordeifel als einzigster Verein auf Mittelrheinebene.

Nach all den Erfolgen weiß der Rotter Coach aber auch, dass die Bergfahrt mit dem Aufstieg in die Mittelrheinliga nun so langsam zu Ende geht. „Wir freuen uns zwar riesig auf die neue Herausforderung, aber wir wissen auch, dass es unheimlich schwer wird, in der Liga zu bestehen”, zählt für ihn in der neuen Umgebung nur der Klassenerhalt.

Am 15. Juli versammelte der Coach erstmalig seinen neuen Kader; seitdem fließt fast täglich am Tiergarten der Schweiß. Auch wenn der Trainer auf einen Kader von 23 Spieler zurückgreifen kann, ist er momentan noch nicht so richtig zufrieden. „Da einige Spieler noch in Urlaub sind und andere noch in Urlaub fahren, wird die Saisonvorbereitung schon erheblich gestört”.

Dass man am Tiergarten weiterhin das Projekt „Jugend forscht” priorisiert, zeigt sich an der Liste der Neuzugänge, denn mit Hendrik Bösing (Mittelfeld), Steven Mensger (Abwehr), Patrick Wirtz (Angriff) Lucas Prümm (Angriff) und Max Kuhn (Abwehr) wagen gleich fünf Spieler aus der eigenen A-Juniorenmannschaft den Sprung in den Kader des neuen Mittelrheinligisten.

Carsten Begaß spielte bisher für die A-Junioren des JSF Köln in der Abwehr, auch er will sich am Tiergarten etablieren. Mit Dennis Dautzenberg steht noch ein weiterer Youngster im Fokus, jedoch kann er noch ein weiteres Jahr in der Jugend spielen. „Er wird die Vorbereitung bei uns mitmachen und gilt als weitere Option”, ist der „Jungspund” schon auffällig geworden und hat dem Rotter Trainer imponiert.

Mit Stefan Bongard und Philipp Dunkel verpflichteten die Rotter aber auch zwei Akteure die schon Höhenluft schnupperten. Stefan Bongard spielte bis zur vorletzten Saison mit AS Eupen in der zweiten belgischen Liga und wechselte nun von Union Kelmis nach Rott. „Ich denke, dass er mit seiner Erfahrung die Rasselbande führen kann”, setzt der Coach auf die taktischen Fähigkeiten und die Erfahrung des 28-jährigen Konzeners.

Nicht ganz unbekannt am Tiergarten ist der Rohrener Philipp Dunkel. Er spielte in der Jugend schon für die Rot-Weißen, wechselte dann zum Aachener Tivoli und spielte für die Alemannia in der A-Jugend und in der U23. In der vergangenen Saison ging der 22-jährige Angreifer für den Dürener Mittelrheinligisten FC Gürzenich auf Torejagd.

Noch bestens bekannt in Rott ist Andreas Kühnemann. Er stieg mit den Rottern in die Landesliga auf, wechselte aber in der Winterpause der vergangenen Saison zum SV Breinig. Nach einem kurzen Gastspiel an der Breiniger Schützheide fand der Mittelfeldspieler nun aber wieder den Weg zurück an den Tiergarten.

Das bewährte und erfolgreiche Trainerteam Jürgen Lipka und Co-Trainer Siggi Schwarz wurde ebenfalls verstärkt. Michael Kreitz wird sich zukünftig um die Torhüter kümmern. Leider verließen auch Spieler den Tiergarten, wobei der Wechsel von Torjäger Avdo Iljacovic zur U23 von Borussia Mönchengladbach für den Trainer am schwersten zu verkraften ist. „Sicherlich ist es ganz schwer einen Spieler zu ersetzen, der in jeder Saison 25 bis 30 Tore macht. Ich bin aber davon überzeugt, dass Philipp Dunkel auch einige Tore für uns machen wird”.

Mittelfeldspieler Carsten Kutsch wird in der kommenden Spielzeit das Trikot von Borussia Brand tragen. Torwart Tom Schott, der in der vergangenen Saison schon verletzungsbedingt ausfiel, möchte seine Fangkünste in Walheim beweisen. Ohne Ziel verabschiedete sich Vikrand Rampal.

Nach den ersten schweißtreibenden Übungseinheiten stand am Freitagabend das erste Testspiel beim Ortsnachbarn FC Roetgen auf dem Programm. Mit dieser Begegnung leiteten die Rotter ihre „Spielwochen” ein, die dem Trainer aber nicht so ganz in den Kram passen. „Dass wir in den nächsten Wochen dann kaum noch trainieren und nur noch spielen, passt mir zwar nicht, jedoch geht es auch darum die Belange des Vereins zu berücksichtigen”.

Am Dienstag, den 27. Juli, spielt man beim Turnier in Breinig gegen den Bezirksligisten FV Haaren. Nur einen Tag später tritt man beim Turnier in Rurdorf gegen Mariadorf oder Brachelen an. Nur 24 Stunden später wartet beim gleichen Turnier der zukünftige Ligarivale Borussia Freialdenhoven. Sollte man in Rurdorf das Endspiel erreichen, steht das am folgenden Wochenende auf dem Programm und die nächste Runde des Turniers in Breinig. Sollte man sich in Breinig für die Finalspiele qualifizieren, dann warten an der Schützheide noch zwei weitere Spiele.

Am Sonntag, 8. August, greift man mit der Begegnung gegen den JSV Baesweiler ins eigene Turnier ein. Hier geht es nur drei Tage später weiter gegen Borussia Brand. Im eigenen Turnier stände dann Freitag das Halbfinale und Sonntag die Finalspiele auf dem Programm. Am Dienstag, 17. August wartet dann ein ganz besonderes Highlight auf die Rotter Fanschar, denn dann stellt sich Avdo Iljacovic mit seiner neuen Mannschaft, der U23 des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, am Tiergarten vor.

Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn tritt man zum Testspiel in Walheim an. Den letzten Test bestreiten die Rotter am Donnerstag, 26. August, in Simmerath gegen eine Eifelauswahl. Danach, so hofft der Coach, sollte sich die Formation gefunden haben, die am 29. August die Premierenfeier in der Mittelrheinliga gestaltet.

Jürgen Lipka hofft, dass der Spielplan seiner Gruppe zum Auftakt ein Heimspiel beschert, dann wäre es ihm auch egal, wenn man direkt schon im ersten Spiel auf ein Topteam der Liga trifft. Dazu zählen für ihn die Mannschaften aus Freialdenhoven und Junkersdorf, die er in der Endabrechnung ganz oben in der Tabelle ansiedelt.

Der Kader des SV Rott für die Mittelrhein-Liga

Mit folgendem Kader geht der SV Rott in die erste Saison in der Mittelrheinliga:

Tor: Mark Hilgers, Thomas Meurer.

Abwehr: Jens Mero, Lukas Krass, Frederique Casper, Emir Mehmedbegovic, Steven Mensger, Max Kuhn, Stefan Bongard, Carsten Begaß.

Mittelfeld und Angriff: Sven Schalge, Andreas Kühnemann, Marius Henk, Marco Krass, Andreas Baur, Marcel Beckers, Daniel Krott, Stefan Kwasnitza, Timo Erol, Hendrik Bösing, Patrick Wirtz, Lucas Prümm, Philipp Dunkel.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert